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Sonntag, 21.01.2018

Konzert / Archiv | Beitrag vom 09.01.2018

Transatlantische MusikbrückeVon Joplin bis Bernstein

Aus der National Concert Hall, Dublin

Der amerikanische Künstler Leonard Bernstein, aufgenommen am 14. August 1985 (dpa / picture-alliance)
Der amerikanische Künstler Leonard Bernstein, aufgenommen am 14. August 1985 (dpa / picture-alliance)

Irland liegt ein Stück näher an den Vereinigten Staaten als die meisten anderen europäischen Länder – vielleicht geht deshalb der transatlantische Brückenschlag im Konzert des irischen Radio-Sinfonieorchersters besonders organisch vonstatten…

"Amerika, du hast es besser" – als Goethe das einst dichtete, meinte er damit die größere geistige Freiheit der Neuen Welt, ihr Unbelastetsein durch zählebige Traditionen. Aktuell würden diese optimistische Sicht der Dinge wohl nicht mehr viele teilen – was ein guter Grund sein könnte, gegen die derzeitige Renaissance des alten Denkens in den USA an die ebenfalls uramerikanischen Traditionen des Liberalismus, der zupackenden Lebenslust und Weltoffenheit zu erinnern. Alle vier heute vertretenen Komponisten haben sie in ihrem Leben wie in ihrer Musik beglaubigt, und allein das dürfte dem schwungvollen Programm aus Dublin – quasi einem leicht verspäteten Neujahrskonzert – beste innere Homogenität und Überzeugungskraft sichern.


National Concert Hall, Dublin 

Aufzeichnung vom 05.01.2018


Duke Ellington

Three Black Kings 

George Gershwin

Klavierkonzert F-Dur 

Leonard Bernstein

Ouvertüre zu "West Side Story" 

Leonard Bernstein

Prelude, Fugue and Riffs  

Scott Joplin

Maple Leaf Rag

Ragtime

George Gershwin

An American in Paris 

  

John Finucane, Klarinette

Peter Jablonski, Klavier

RTÉ National Symphony Orchestra

Leitung: Alexander Shelley

Konzert

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