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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 19.03.2017

Spitzensport und Mutterschaft"Ich habe nach neun Wochen wieder gespielt"

Grit Jurack im Gespräch mit Hanns Ostermann

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Die frühere Handball-Nationalspielerin Grit Jurack. (Foto: privat)
Die frühere Handball-Nationalspielerin Grit Jurack. (Foto: privat)

Nur wenige Spitzensportlerinnen bekommen während ihrer Karriere ein Kind. Grit Jurack etwa, Ex-Handball-Nationalspielerin. Neun Wochen später war sie wieder auf dem Platz - um die Champions-League zu gewinnen.

Die Zahl der Spitzensportlerinnen, die während ihrer Karriere eine Babypause machen, ist überschaubar. Die weißrussische Biathletin Darja Domratschewa gehört dazu, die nur drei Monate nach der Geburt ihrer Tochter zurück im Weltcup war. Auch Grit Jurack, Rekord-Handball-Nationalspielerin und mehrfache Champions-League-Gewinnerin, hat während ihrer aktiven Zeit ein Kind bekommen. Bereits neun Wochen nach der Geburt stand sie wieder auf dem Platz.

"Das hätte ich wahrscheinlich nicht gemacht, wenn es nicht um die Champions League gegangen wäre", sagte Jurack im Deutschlandradio Kultur.

"Ich habe dann im Viertelfinale, Halbfinale und Finale gespielt. Und es hat sich gelohnt, wir haben gewonnen."

Leistungssportlerinnen sind schneller wieder fit

Die erste Zeit nach der Geburt dürfe man gar nichts machen, so die frühere Handball-Nationalspielerin.

"Und dann fängt man nach fünf, sechs Wochen an zu laufen. Manche können erst nach fünf oder acht Monaten wieder Sport machen. Und dadurch, dass ich als Leistungssportlerin vorher schon gut trainiert war, ging es bei mir schneller."

Allerdings habe sie zunächst nicht wieder das alte Niveau erreicht. "Aber es hat trotzdem gereicht, um in der Mannschaft zu spielen." Sechs Monate nach der Geburt sei sie dann wieder fit gewesen.

Problem permanenter Schlafmangel

Erschwerend für Spitzensportlerinnen als Mütter kommt hinzu, dass das Kind sehr viel Zeit beansprucht. Sehr oft habe ihr Sohn ihr in den Nächten vor einem Spitzenspiel den Schlaf geraubt.

"Aber das ist wahrscheinlich so wie bei jedem anderen normalen Kind. Es hat Hunger, und es schreit, und man weiß nicht wieso. Und das Schlimme war ja noch, dass wir in Dänemark so genannte Nachtkassenspiele hatten. Die wurden erst 22 Uhr angepfiffen. Und wenn man natürlich permanenten Schlafmangel hat und eigentlich ab um acht auf der Couch liegen will, dann sind die Spiele um zehn sehr, sehr, sehr spät."

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