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Deutschlandrundfahrt | Beitrag vom 27.08.2017

Spaziergänge mit ProminentenMit "Die Prinzen"-Sänger Sebastian Krumbiegel durch Leipzig

Moderation: Renate Schönfelder

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Der Blick auf das Alte Rathaus. In goldenen Lettern sind hier die Inschriften Leipzigs, die Inscriptiones Lipsienses aufgeschrieben, die der Thomanerchor nach einer Komposition von Volker Bräutigam gesungen hat. (Deutschlandradio / Nicolas Hansen)
Mit Sebastian Krumbiegel durch Leipzig (Deutschlandradio / Nicolas Hansen)

Seiner Geburtsstadt Leipzig ist Sebastian Krumbiegel immer treu geblieben. Der Sänger und Musiker wurde als Leadsänger der Band "Die Prinzen" in den 90er-Jahren bundesweit bekannt.

1966 wurde er in Leipzig geboren, hier wuchs er auf, hier wurde er als Zehnjähriger von der Thomasschule, wo er im berühmten Thomanerchor sang, aufgenommen. Nach dem Abitur studierte er Schlagzeug und Gesang an der Leipziger Musikhochschule.

Bilder vom Spaziergang in LeipzigRenate Schönfelder und Sebastian Krumbiegel treffen sich an der Thomaskirche in Leipzig.Johann Sebastian Bach oder wie Sebastian Krumbiegel ihn nennt, den "Meister". Als Thomaner hat er die Werke Bachs rauf und runter gesungen und hat die Texte bis heute im Kopf.Innenraum der Leipziger ThomaskircheAm "Ring" in Leipzig, wo 1989 die Montagsdemos stattfanden erzählt Krumbiegel, wie er mit einem Freund beobachtet hat, wie Volkspolizei und Betriebskampfgruppen auf Demonstranten eingeprügelt haben.Der Blick auf das Alte Rathaus. In goldenen Lettern sind hier die Inschriften Leipzigs, die Inscriptiones Lipsienses aufgeschrieben, die der Thomanerchor nach einer Komposition von Volker Bräutigam gesungen hat.In der Mädlerpassage entdecken Sebastian Krumbiegel und Renate Schönfelder ihre gemeinsame Leidenschaft für Doppelkopf und wirklich "sehr spezielle Regeln" bei diesem Spiel.

Als erfolgreicher Musiker empfindet er auch soziale und politische Verantwortung, engagiert sich für schwer kranke Kinder und organisiert Konzerte für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit.

Zu DDR-Zeiten hatte er das Privileg reisen zu dürfen. Die Konzerte des Thomanerchors führten ihn ins Ausland und nach West-Berlin. Doch zu fliehen kam für ihn nicht in Frage. Sebastian Krumbiegel war und ist von ganzem Herzen Leipziger.

Bilder vom Spaziergang in LeipzigWegen ihrer Rolle im Herbst 1989 hat die Stadt den Beinamen "Heldenstadt", was Krumbiegel überhaupt nicht gefällt. Er sagt, Leipzig ist eine Bürgerstadt. Der Bürgersinn und die Weltoffenheit haben zu den Umbrüchen im Herbst 1989 beigetragen.Eine Bronzeplatte mit Fußabdrücken erinnert an die Montagsdemo vom 09. Oktober 1989 in Leipzig auf dem Nikolaikirchhof.Das Opernhaus am Augustusplatz. Auf der anderen Seite des Platzes liegt das Gewandhaus. In der Unikirche St. Pauli, die ebenfalls am Augustusplatz liegt, haben Sebastian Krumbiegels Eltern geheiratet. Die Kirche wurde am 30. Mai 1968 auf Beschluss des ZenAuf dem Weg zum Augustusplatz erzählt Sebastian Krumbiegel, dass er bei der Einweihung des Gewandhauses dabei war. Der Thomanerchor hat "Freude schöner Götterfunken" gesungen und Erich Honecker saß in der ersten Reihe.Sebastian Krumbiegel  war seit mehreren Jahren nicht mehr im Alumnat und ist gespannt, wie das alte Internat umgebaut wurde. Früher, sagt er, habe es zum Waschen alte Stahlschüsseln gegeben. Heute ist alles sehr modern und geschmackvoll eingerichtet.An der Ecke Kleiststraße/Coppistraße wurde Krumbiegel 2003 von zwei rechtsradikalen Skinheads überfallen und verprügelt. In zwei Liedern hat er den Vorfall verarbeitet. Vor ein paar Jahren hat einer der Täter bei ihm entschuldigt.

Über seine Kindheit bei den Thomanern, warum er vom Thomaskantor kurz vor dem Abitur aus dem Chor geschmissen wurde und andere Geschichten erzählt Sebastian Krumbiegel bei einem ganz persönlichen Stadtrundgang mit Renate Schönfelder durch seine Stadt - Leipzig.

Die Karte vom Spaziergang

Mit Sebastian Krumbiegel durch Leipzig (Deutschlandradio / Google)Mit Sebastian Krumbiegel durch Leipzig (Deutschlandradio / Google)

Eine Wiederholung vom 29.03.2014.

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