Seit 18:30 Uhr Hörspiel
 

Sonntag, 17.12.2017

Tonart | Beitrag vom 30.08.2016

Soundscout: Lunattack aus Hamburg und ToulouseTriphop trifft auf Folk trifft auf Postrock

Von Martin Risel

Sechs Porträts von Musikern, die beim Bandprojekt Lunattack spielen (Lunattack / Arnaldo Gonzalez)
Das Bandprojekt Lunattack spielt mit Inhalten aufgeladene Popmusik - und bedient sich dabei der unterschiedlichsten Musikstile (Lunattack / Arnaldo Gonzalez)

Hinter der Band Lunattack steht eine außergewöhnliche Frau, die quer und in größeren Zusammenhängen denkt. Für die mit Inhalten aufgeladene Popmusik nutzt Barbara Duchow auch den Mond als Quelle der Inspiration.

Lunattack aus Hamburg und Toulouse ist ein ziemlich außergewöhnliches Musikprojekt mit einer ziemlich außergewöhnlichen Frau als Mastermind. Barbara Duchow hat Design studiert, dann Tanz, Gesang und Schauspiel, in Musicals gespielt und in einer Metal-Band gesungen. Als Regisseurin hat sie Mode-und Sportshows inszeniert, und systemische Therapeutin und Yogalehrerin ist sie auch noch: Ihr Geld verdient sie hauptsächlich mit "Leadership Training" für Manager.

Auf diese Weise finanziert die Hamburgerin ihre Kunst. Für ihr Bandprojekt Lunattack hat sie ein paar Musiker angeheuert, und einen Videokünstler aus Venezuela, der zu den Songs Videos macht und eine große Rolle bei der Performance auf der Bühne spielt, gleich mit. Duchow denkt durch ihren Background immer in Gesamtzusammenhängen verschiedener Medien und Künste. Sie ist Impulsgeberin und organisiert alles ohne Label oder Agentur.

Indianische Medizinfrau im früheren Leben

In so einem Gesamtkonzept ist natürlich auch der Name Lunattack kein Zufall. Musikalisch knüpft sie bei ihren Idolen Massive Attack an - zwischen TripHop, Folk und Postrock spielt die Band modernen, mit Inhalten aufgeladenen Pop. Im Namen steckt auch das Wort Luna - weil Barbara Duchow sich dem Mond besonders verbunden fühlt, seit sie irgendwann erfahren hat, dass sie schon mal eine indianische Medizinfrau namens "Tochter des Mondes" war.

Das Vertrieben- und Fremdsein dieses Stammes hat sie zu ihrem Lebensthema gemacht. Und da liegt dann auch die aktuelle Thematik Flucht und Einwanderung nicht fern.

Seit zwei Jahren entwickeln Lunattack nun ein Programm zu diesem Thema. Ein Album gibt es noch nicht, nur einige Videoclips bei Youtube.Vor allem aber ist Lunattack ein Multimedia-Performance-Projekt. Und die allererste Aufführung gibt es am kommenden Samstag, den 3. September, in Hamburg in der Halle 424.

Soundscout - musikalische Entdeckungen im Deutschlandradio Kultur

Ob Pop, Rock, Soul, Folk, Jazz, Blues, World, Singer-Songwriter, Alternative, Urban - und alles, was dazwischen liegt: Deutschland ist voller guter Musiker und Bands und wir wollen sie Ihnen vorstellen. Das Musikmagazin Tonart präsentiert Ihnen immer Dienstags Musiker und Bands, die am Anfang ihrer musikalischen Karriere stehen und von denen wir glauben, dass man noch einiges von ihnen hören wird.

Wenn wir Sie und Ihre Band vorstellen sollen, dann schicken Sie uns Ihr Kurzprofil und Ihre 3 besten Studioaufnahmen als Download. Mailen Sie an: soundscout@deutschlandradio.de . Wir wählen aus und  präsentieren Sie und Ihre Musik an jedem Dienstag.

Mehr zum Thema

Soundscout: Trailhead aus Berlin - Folk-Songs von unterwegs
(Deutschlandradio Kultur, Tonart, 23.08.2016)

Soundscout: Strittmatters aus Neustrelitz - Blues von der Seenplatte
(Deutschlandradio Kultur, Tonart, 16.08.2016)

Soundscout: Grace Risch - Moderner R'n'B trifft deutsche Texte
(Deutschlandradio Kultur, Tonart, 09.08.2016)

Soundscout: King’s Tonic - Die akustischen Punkrocker aus Dortmund
(Deutschlandradio Kultur, Tonart, 02.08.2016)

Tonart

Neues Eminem Album: "Revival"Stillstand statt Comeback
Eminem 2013 bei einem Auftritt der MTV Europe Music Awards. (imago stock&people)

Seine Texte waren homophob und frauenfeindlich, sein Rapstil brilliant. Mit 45 hat sich Eminem jetzt noch einmal neu erfunden: Politcal Correctness statt fieser Hetze. Doch musikalisch ist das Album eher peinlich, findet Fabian Wolff.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur