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Musik / Archiv | Beitrag vom 18.06.2014

SoulInnovativer Beat-Bastler

Taylor McFerrin: "Early riser"

Von Oliver Schwesig

Ausschnitt aus dem CD-Cover "Early riser" von Taylor McFerrin (Brainfeeder Records)
Ausschnitt aus dem CD-Cover "Early riser" von Taylor McFerrin (Brainfeeder Records)

Können Sie sich noch an Bobby McFerrin erinnern? Genau – "Don’t worry be happy". Sein Sohn Taylor McFerrin bastelt auf seinem ersten Album "Early riser" mit altem Jazz, Hip Hop und Beats an der Zukunft des Soul.

Jahrelang hat er sich dafür während seiner Zeit als Musikstudent in Boston in sein Studentenwohnheim verkrochen. Ein paar der Tracks stellte er auf seine Myspace-Seite. Und eines Tages meldete sich bei ihm ein Label-Chef aus Kalifornien. Sein Name: Flying Lotus. Der Mann bildet mit seinem Label Brainfeeder und seinen handverlesenen Künstlern eine Speerspitze des Independent Hip Hop in den USA.

Wobei man im Falle von Taylor McFerrin vom Genre des so genannten Future Soul sprechen muss. Das kann man wörtlich nehmen, denn im Geiste von Stevie Wonder und Curtis Mayfield wird hier das Genre neu gelesen mit Sounds und Beats verfremdet und zerlegt.

Nach einer ersten EP vor ein paar Jahren durfte Taylor McFerrin nun sein Debüt aufnehmen. Auf diesem Album spielt er fast alles selbst; singt aber interessanterweise kaum. Es gibt ein paar wichtige Begleiter wie den Jazzpianisten Robert Glasper, den rasend schnellen Bassisten Thundercat, der ja ebenfalls aus der Brainfeeder-Schule stammt. Und auch Papa Bobby McFerrin dudelt in seinem berühmten Vokal-Stil auch bei einem Song im Hintergrund mit.

Schnipsel aus Jazz, Hip Hop und altem Soul, von einer echten Band live gespielt und viele viele Samples und Beats – all das findet genial zusammen in den Songs auf diesem Album. Musik, die ganz dem Sound seines Label Brainfeeder entspricht: Innovativ, dringlich und wie ich finde – unglaublich aufregend und neu. Eben Future Soul.

Label: Brainfeeder Records

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