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Feiertag - Kirchensendung | Beitrag vom 17.09.2017

"Silence" - Bildmächtiges SchweigenDas Glaubensbekenntnis des Martin Scorsese

Von Stefan Förner, Berlin

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US-Regisseur Martin Scorsese stellt am 20.1.2017 seinen Film "Silence" in Taipeh, Taiwan, vor. (dpa /Unioncom / Vcg / MAXPPP)
US-Regisseur Martin Scorsese stellt seinen Film "Silence" in Taipeh, Taiwan, vor. (dpa /Unioncom / Vcg / MAXPPP)

Christenverfolgung, Angst und Bekennermut: "Silence" von Martin Scorsese erzählt eine historisch präzise recherchierte Geschichte von Märtyrern und Verrätern im Japan des 17. Jahrhundert. Das Werk erscheint jetzt auf DVD und BluRay. Der bildmächtige Film irritiert, meint Stefan Förner, doch genau darum empfiehlt er ihn im "Feiertag". Denn "Silence" gibt keine Antworten, sondern stellt Fragen: Wo ist Gott? Warum schweigt er? Was ist Wahrheit?

"Schweigen ist die Geschichte eines Mannes, der – sehr schmerzhaft – lernt, dass Gottes Liebe mysteriöser ist, als er denkt, dass Er den Menschen viel mehr selbst überlässt, als uns bewusst ist, und dass Er allgegenwärtig ist sogar in seinem Schweigen". (1)

So schreibt Hollywood-Regisseur und Oscar-Preisträger Martin Scorsese im Vorwort zu dem Roman "Schweigen" des japanischen Autors Shusako Endo. An die dreißig Jahre begleitet Scorsese das Buch, das ihm – wie er fortfährt – auf eine Weise Halt gegeben habe, wie er "ihn bisher nur in sehr wenigen Kunstwerken fand." (2) Scorsese ist der Erzählung treu geblieben, die nach einer wahren Begebenheit die Verfolgung der Christen in Japan im 17. Jahrhundert erzählt. Es sei ihm ein "Herzensprojekt" (3) gewesen, daraus einen Film zu machen. Sowohl der Autor Shusaku Endo als auch der Regisseur Martin Scorsese erzählen eine historisch präzise recherchierte Geschichte von Christenverfolgung, Angst und Bekennermut, von Märtyrern und Verrätern. Aber im Buch wie im Film geht es um mehr. Im Frühjahr kam "Silence" – auch bei uns mit dem englischen Originaltitel – in die Kinos; seit dem 7. September 2017 ist der Film auf DVD und BluRay wieder zu sehen. Ein Film, dem an der Kinokasse nicht der große Erfolgt vergönnt war. Ein Film, der mich irritiert hat, den ich aber genau darum zum "Wiedersehen" empfehle. Denn "Silence" gibt keine Antworten, sondern stellt Fragen: Wo ist Gott? Warum schweigt er? Was ist Wahrheit?

Zitat aus dem Film

"Ferreira is lost to us, he denounced God" – "If this is true, father, we have no choice but to save his soul"

Der Film ist wie ein Glaubensbekenntnis von Martin Scorsese

Portugal 1638, "Ferreira ist für uns verloren, er hat Gott verraten", die beiden jungen Jesuitenpatres Rodrigues und Garpe wollen es nicht wahrhaben, dass Pater Ferreira, ihr berühmter Lehrer, unter der Folter der japanischen Herrscher seinem Glauben abgeschworen habe: "Wenn das wahr ist, haben wir keine Wahl: Wir müssen seine Seele retten!", und lassen sich von ihrem Ordensoberen nach Japan senden, um die Wahrheit herauszufinden. Japan hatte sich gegenüber jeder europäischen kulturellen und wirtschaftlichen Einflussnahme abgeschottet und auch das Christentum, das in der Folge der Händler ins Land gekommen war, als eine westliche Religion verboten. Nach ihrer Ankunft entdecken die jungen Jesuiten einerseits nach wie vor gläubige Christen, erleben aber gleichzeitig die brutale und unmenschliche Verfolgung der Christen durch die japanischen Machthaber. Nur Pater Ferreira finden sie zunächst nicht, die Gerüchte scheinen sich zu bestätigen. Bald ist Pater Rodriguez allein auf seiner Suche und die Frage nach Gott stellt sich ihm ganz grundsätzlich und existenziell. Und nach und nach stellt sich heraus: die Verarbeitung des historisch sperrigen Stoffs in dem Film "Silence" lässt sich auch als eine Art Glaubensbekenntnis von Martin Scorsese lesen.

Es regnet viel im japanischen Urwald, in dem sich Pater Rodrigues vor der japanischen "Inquisition" verstecken muss. Mit brutaler Gewalt versucht die japanische Variante des Inquisitors, die Christen von ihrem Glauben abzubringen und insbesondere jegliche Seelsorge zu verhindern. Wenn Pater Rodrigues also mit Christen die Messe feiert, bringt er nicht nur sich sondern auch seine ganze Gemeinde in große Gefahr, eine Zwickmühle.

"Jenseits der Gewalt und der Grausamkeit des Stoffes, erzählt er einen Film, wer Gott ist. Und so unerhört groß diese Frage ist, so groß ist auch der Versuch, eine Antwort zu geben. Und gleichzeitig doch nicht eine Antwort zu geben, sondern mit der Frage nach Gott, sie radikal zu inszenieren als eine, die immer offen bleibt. Und irgendwo in dieser Dialektik zwischen Antwort und Frage, zwischen Offenheit und doch irgendwie ein Statement zu haben, da passiert ja viel von der Faszination dieses Films. Und ich glaube unabhängig davon, wie identifiziert man mit den Figuren ist, betrifft er einen einfach, weil er eine sehr sehr nahe menschliche Erfahrung erzählt, weil er sehr beobachtend uns mit in eine Situation des Schweigens und des Stillehaltens reinnimmt, die für uns so schwer auszuhalten ist, und die doch die Realität jedes Christen und jeder christlicher Erfahrung ist."

Das sagt Frater Leopold Stübner. Mittlerweile ist er vermutlich schon wieder zurück in den USA. Der gebürtige Dresdner, Jahrgang 88, ist dann Mitarbeiter der Jesuiten-Zeitschrift America Magazine in New York. Seit sieben Jahren ist er Jesuit, nach dem Noviziat noch als "Frater", also noch vor der Priesterweihe. Vor seinem Jahr als Jugendseelsorger am Berliner Canisius-Kolleg hatte er an der Loyola University einen Bachelor in Philosophie und einen Master in digitaler strategischer Kommunikation an der Loyola University in Chicago gemacht. Frater Stübner lädt ein, den Film vom Ende her zu betrachten und weist auf den Abspann hin, der mit "Ad Maiorem Dei Gloriam" beginnt. "Zur größeren Ehre Gottes", das hat Bach unter seine geistlichen Werke geschrieben, das ist aber auch der Wahlspruch der Jesuiten, in diesem Geist hat Ignatius von Loyola seinen Orden gegründet, in diesem Geist stehen auch die ignatianischen Exerzitien, die jeder Jesuit mindestens einmal durchläuft. Gewidmet ist der Film "den japanischen Christen und ihren Seelsorgern", und Scorseses Dank gilt vor vielen anderen einem Jesuiten: Pater James Martin:

"Der James Martin war ein langer Teil dieses Prozesses. Einerseits mit Scorsese daran zu arbeiten, aber dann auch ganz konkret, als es um das Erstellen des Buches ging, er war einer von den Fachberatern, die mit geholfen haben. Und die signifikanteste Rolle, die er gespielt hat, war, dass er den beiden Hauptdarstellern, dem Andrew Garfield, dem Adam Driver, für acht Tage lang ignatianische Exerzitien gegeben hat. Also ihnen geholfen hat zu verstehen, was ist denn die Bildsprache, was ist denn die ignatianische Sprache, die diesen Film so sehr durchdringt und so sehr durchwirkt."

Zitat aus dem Film

"The blood of martyrs is the seed of the church" – "The prize for your glory is their suffering"

Muss ich den Glauben aufgeben, wenn dafür andere leiden?

"Das Blut der Märtyrer ist die Saat der Kirche", sagt Pater Rodrigues und widersteht der Folter. Auch er soll seinem Glauben abschwören, allerdings ist diese Folter besonders perfide: denn nicht er soll Schmerzen und Qualen erleiden; wenn er nicht seinen Glauben verleugnet, werden dafür andere Christen hingerichtet: "Der Preis für Euren Ruhm ist ihr Leiden", erwidert der japanische Inquisitor mit unüberhörbarem Zynismus. Die Frage, die sich die Christen schon in der frühen Kirche stellten, wird hier erneut mit einer ganz anderen Zuspitzung gestellt: Muss ich nicht sogar meinem Glauben abschwören, wenn andere die Konsequenzen tragen müssen, wenn ich es nicht tue? Frater Stübner meint, diese Frage geht am Kern des Films vorbei.

Frater Stübner: "Ich glaube, der Film geht nicht um die Frage, darf man seinen Glauben ableugnen, ja oder nein. Dann schaut man den Film viel zu einfach. Das ist ein Motiv, aber ich glaub, das ist einer von den Wegen, wie man sehr schnell, der charmant klugen Argumentation des Inquisitors auf den Leim geht."

"Silence" ist grundsätzlicher in seinem Ansatz, davon ist Leopold Stübner überzeugt, "Silence" ist christlich und präziser noch ignatianisch. Auch Scorsese hat die Jesuiten verstanden:

Frater Stübner: "Der Film hat zwei große Linien, die ihn einerseits christlich andererseits aber auch ignatianisch machen. Das christliche ist, dass wir ja in diesem Film mit Jesus mitgehen. Immer wieder bekommen wir es ja quasi ins Gesicht gedrückt, die Kreuzwegs-Erzählung, die Kreuzwegs-Geschichte Jesu, die uns durch diesen ganzen Film immer wieder begegnet in ganz verschiedenen Situationen. Das ignatianische Plus kann es vielleicht sein, dass diese Christus-Zentrierung, dieser ganz genaue Blick auf Christus, uns einerseits immer wieder dann begegnet, wenn wir mit dem Hauptdarsteller, wenn wir mit Pater Rodrigues, auf die Christus-Ikone schauen und schauen, an welchen Momenten des Films er Christus nahe ist und wann vielleicht der Zugang zu Jesus nicht ganz so direkt ist. Und das ist etwas, was sehr sehr ignatianisch und jesuitisch ist, zu schauen, was in meinem Alltag hilft mir, Gott zu finden..."

 ... auch wenn dieser "Alltag" recht weit entfernt ist vom mitteleuropäischen nachkonziliaren Katholiken. Aber es lohnt sich, sich von Scorsese mitnehmen zu lassen auf eine Reise ins 17. Jahrhundert, den n auf unterschiedliche Weise lässt sich manch aktueller Bezug entdecken:

Frater Stübner: "Heute haben wir noch große asiatische Regime, die mit genau der gleichen Argumentation – zum Beispiel des Thema Menschenrechte sagen – das ist ein Konzept der westlichen Welt, was für uns nicht gilt. Ich glaube, das macht den Film auch so faszinierend, wenn man ihn immer wieder schaut und immer wieder beginnt, diese Ebenen zu entpacken, um zu verstehen, welche großen Fragen darin stecken. Wer ist Gott, was ist Wahrheit?"

Die Romanvorlage des japanischen Christen war minutiös recherchiert

Scorsese verarbeitet in seinem Film den Roman eines japanischen Christen, der die dramatische Geschichte minutiös recherchiert hat und gleichzeitig die japanische Kultur sehr gut kennt. Davon profitiert der Film wiederum sehr vielfältig: Er gibt auch Einblicke und Auskünfte über eine Kultur, die damals dem Rest der Welt vollständig entzogen war.

Frater Stübner: "Immer wieder wundert man sich in dem Film auch, warum schlurfen die Leute eigentlich immer so über den Boden. Kenner der japanischen Kultur haben mir gesagt, das liegt daran, es ist sehr sehr unhöflich, die Fußsohle nur zu zeigen. Also, wie viel größer ist in dieser Kultur noch einmal das Symbol, mit der Fußsohle auf das Angesicht Gottes zu treten. In einer buddhistischen Kultur, für die ja schon sowieso es ein Hohn ist, Gott ein Gesicht, Gott eine Person, eine Personalität zu geben?"

Als die Jesuiten maßgeblich durch Franz Xaver im 16. Jahrhundert begannen, den christlichen Glauben nach Japan zu bringen, war das wie eine Art "Theologie der Befreiung" für die einfachen Menschen in diesem Land. Das wird im Film deutlich, wenn sich die jungen Jesuiten nach dem verschollenen Pater Ferreira erkundigen.

Frater Stübner: "Die erste Assoziation der einfachen Menschen ist, das ist der, der das Haus gebaut hat für die Kinder und für die Kranken. Und eine große Loyalität gegenüber den christlichen Missionaren, gegenüber den Jesuiten kommt ab Franz Xaver genau daher. Dieses: es ist eine Sozialmission, es ist eine Mission, die auf eine Verständigung von Kulturen anlegt, dahingehend, dass erst mal entdeckt, diesen Menschen erst mal geholfen wird zu entdecken, welche Würde sie haben."

Die japanischen Christen haben demnach die christliche Missionierung nicht als eine Kolonialisierung sondern tatsächlich als Befreiung erlebt, eine Erfahrung, für die sie dankbar sind und für die sie auch in der Verfolgung ihrem Glauben treu bleiben wollen.

Zitat aus dem Film

"Wir möchten Sie bitten, kommen Sie in unser Dorf, nach Goto, den Menschen fehlt unser Glaube dort. Unsere Kinder brauchen Sie, wir haben keine Messe, keine Beichte, wir können nur beten. – "Woher wusstet Ihr, dass wir hier sind" – "Wer hat es Euch erzählt? War es einer der Gläubigen?" – "Es war ein Christ aus unserem Dorf Kichijiro" – "Kichijiro" – "Unser Kichijiro. Er sagt, er ist mit Ihnen hergekommen." – "Ja, aber er ist kein Christ." – "Doch, ist er. Er hat Gott abgeschworen, das ist wahr, vor dem Inquisitor, aber das war vor acht Jahren. Seine ganze Familie wurde getötet, aber er hat abgeschworen, aber er ist immer noch gläubig."

Scorsese identifiziert sich selbst mit Roman-Figur

Kichijiro ist die rätselhafteste und für den Zuschauer anstrengendste Figur des Films. Er ist der perfiden Folter der Japaner zum Opfer gefallen: Denn es wurde nicht ihm Gewalt angetan, erst nachdem seine ganze Familie getötet wurde. Aber er von seinen japanischen Leidensgenossen nicht verurteilt, auch wenn sie trotz Folter stark geblieben sind. Er will wieder dazu gehören, obwohl er schwach geworden ist. Mit Kichijiro, der nun wirklich kein Held ist, identifiziert sich Martin Scorsese selbst, vermutet Frater Stübner. Mit einem, der sucht, der nicht stolz ist, auf das, was er getan hat, der aber weiterhin auf der Suche nach Gott bleibt.

Manche schrecken vor Martin Scorseses Filmen zurück, weil sie die explizite Gewaltdarstellung fürchten. In fast seinem gesamten Werk geht es um die Auseinandersetzung mit Gewalt. Auch SILENCE behandelt einen gewalttätigen Stoff mit Folter und Hinrichtungen, aber doch recht diskret behandelt. Auch dies ein Hinweis: es ist ein Stoff, der Scorsese in besonderer Weise nahegeht und betrifft. Schon in der literarischen Vorlage wird Gewalt nur indirekt geschildert.

Frater Stübner:"Das heißt, die Patres sitzen in einer Hütte und verstecken sich da und alles, was sie mitbekommen, sind nur die Geräusche, die man hört. Und Scorsese versucht das filmisch zu imitieren. Natürlich kommt er nicht ganz damit aus, uns nicht zu zeigen, was gerade passiert. Aber die Einstellungen sind oft superweit, ich sehe keine Details davon, ich sehe einen weiten Shot, der mir in erster Linie die Reaktion der Bevölkerung zeigt. In erster Linie zeigt, da sind Menschen, einerseits aus Treue, andererseits aus Betroffenheit dabei und schauen zu dem Schlimmen, was geschieht."

Natürlich geht es – wie in fast allen Filmen von Martin Scorsese um Gewalt und wie sie die Menschen verändert. Aber "Silence" ist kein gewalttätiger, schon gar kein brutaler Film. Am stärksten ist der Film da, wo er am zurückhaltendsten ist, wo er seinem Titel "Schweigen" gerecht wird. Beispielsweise wenn Pater Rodrigues die Grundfrage christlicher Spiritualität und Gottesbeziehung durchbuchstabiert:

Zitat aus dem Film

"Ich träume von unserem Heiligen Franz Xaver. Was ist aus den wunderbaren Möglichkeiten geworden, die er hier fand. Was habe ich für Christus getan? Was tue ich für Christus? Was werde ich für Christus tun?" – "Ich spüre die Versuchung, die Versuchung zu verzweifeln. Ich habe Angst, die Last Deines Schweigens ist furchtbar. Ich bete und bin doch verloren. Oder bete ich einfach ins Nichts? Ins Nichts? Weil Du gar nicht da bist?"

Film ist am stärksten da, wo er am zurückhaltendsten ist

Frater Stübner hat es schon gesagt: Scorsese verweigert die einfache Antwort, auch Pater Ferreira, den der gebrochene Pater Rodrigues am Ende des Films doch noch findet, ist ihm keine Hilfe. Es bleibt die Grunderfahrung christlicher Existenz: Warum bekommen wir keine Antwort auf unsere Fragen? Warum all dies Leid? Warum schweigt Gott? "Silence" ist die Antwort: Wenn es eine Antwort gibt, dann im Schweigen. In einer Antwort, die Pater Rodrigues in seinen Zweifeln nicht hören kann. Oder wie Scorsese schreibt:

"Schweigen ist die Geschichte eines Mannes, der – sehr schmerzhaft – lernt, dass Gottes Liebe mysteriöser ist, als er denkt, dass Er den Menschen viel mehr selbst überlässt, als uns bewusst ist, und dass Er allgegenwärtig ist sogar in seinem Schweigen".

Den Soundtrack zum Film haben Kim Allen und Kathryn Kluge komponiert. Eigentlich eine paradoxe Aufgabe, das Schweigen zu vertonen. Wo soll man sich Anleihen nehmen? Bei japanischer Musik? Bei christlicher Musik der Zeit, die die beiden Jesuiten sicherlich geprägt hat? Vielfach imitieren sie die Natur in ihre Musik auf – man meint Zikaden zu hören oder wie der Regen fällt. Der letzte Titel fasst den ganzen Film zusammen: "Only God Can Answer", nur Gott kann antworten.

Quellen:
(1) Scorsese, Martin (Vorwort) in: Endo, Susako; Schweigen, Septime-Verlag, Wien 2015.
(2) Martin Scorsese, Vorwort zu Shusaku Endo, Schweigen, Wien 2015, S. VIIf
(3) Presseheft "Silence" zum Kinostart, S. 5

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Martin Korden, Senderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Deutschlandfunk Kultur.

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(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 01.03.2017)

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