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Dienstag, 12.12.2017

Kulturnachrichten

Montag, 29. Mai 2017

Shortlist für Literaturpreis veröffentlicht

Gewinner werden am 20. Juni bekannt gegeben

"Der Tod backt einen Geburtstagskuchen" - mit diesem Buch ist der aus Syrien geflohene Schriftsteller Hamed Abboud für den Internationalen Literaturpreis des Berliner Hauses der Kulturen der Welt und der Stiftung Elementarteilchen nominiert. Auf der Shortlist stehen zudem die Autoren Alberto Barrera Tyszka (Venezuela), Han Kang (Südkorea), Amanda Lee Koe (Singapur), Fiston Mwanza Mujila (Kongo) und Ziemowit Szczerek (Polen). Alle sechs Autoren sind gemeinsam mit ihren Übersetzern nominiert. Der Preis ist mit insgesamt 35 000 Euro dotiert.

Wolf Erlbruch erhält Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis

Kinderbuch-Autor kann sich über mehr als 500.000 Euro freuen

Der deutsche Illustrator und Kinderbuchautor Wolf Erlbruch ist am Abend mit den diesjährigen Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis ausgezeichnet worden. Bei einem Festakt im Stockholmer Konzerthaus überreichte die schwedische Kronprinzessin Victoria dem Künstler die Auszeichnung. Der Preis ist mit fünf Millionen schwedischen Kronen (rund 517.000 Euro) dotiert und wird vom staatlichen schwedischen Kulturrat verwaltet. In der Begründung der Jury hieß es, Erlbruch erschließe Lesern aller Altersgruppen die großen Themen des Lebens. Zutiefst verwurzelt in einer humanistischen Grundhaltung zeige sein Werk mit Humor und Wärme das Kleine im Großen auf. Er sei ein Meister der Zeichenkunst. Der 1948 in Wuppertal geborene Erlbruch arbeitete nach einem Grafikdesignstudium überwiegend als Illustrator für Zeitschriften wie den "Stern". Sein erstes gestaltetes Kinderbuch war 1985 "Der Adler, der nicht fliegen wollte". 1989 folgte "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat". Das Buch wurde in 27 Sprachen übersetzt und erreichte eine weltweite Gesamtauflage von drei Millionen Exemplaren.

Theater-Intendant Khuon verlängert bis 2022

Vertragsverhandlungen seien erfreulich gewesen

Der Intendant des Deutschen Theaters Berlin, Ulrich Khuon, verlängert seinen Vertrag um drei weitere Spielzeiten bis 2022. Die Verhandlungen mit Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) seien erfreulich gewesen, weil ein gegenseitiges Interesse an der Vertragsverlängerung über 2019 hinaus bestanden habe, sagte Khuon der "Berliner Zeitung". "Jetzt fühle ich mich gut, gesund, kräftig und voller Lust, aber das kann sich schnell ändern. Deswegen verlängere ich erst einmal nur um drei Jahre", sagte der 66-Jährige, der auch Präsident des Deutschen Bühnenvereins ist.

Christian Holtzhauer soll nach Mannheim wechseln

Endgültige Entscheidung fällt am 27. Juni

Weimars Kunstfest-Chef Christian Holtzhauer soll ab der Spielzeit 2018/2019 Schauspielintendant am Nationaltheater Mannheim werden. Der Kulturausschuss der Stadt Mannheim habe darüber beraten, teilte das Kunstfest Weimar mit. Die Stadträte wollten am 27. Juni endgültig entscheiden. Holtzhauer, der seit 2013 in Weimar das Festival für zeitgenössische Künste leitet, soll zudem künstlerischer Leiter der Schillertage am Mannheimer Theater werden. Das Programm des Weimarer Kunstfestes 2018 liege aber noch in seinen Händen.

Murnau-Filmpreis geht an Christian Petzold

Der Preis wird am 2.Juli verliehen

Der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Filmpreis geht in diesem Jahr an den Filmregisseur Christian Petzold aus Berlin. Der Preisträger werde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 2. Juli in Bielefeld entgegennehmen. Petzold sei "einer der eigenwilligsten Autorenfilmer" und genieße weit über Deutschland hinaus hohes Renommee. Der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Filmpreis wird alle zwei Jahre verliehen. Letzte Preisträgerin war die belgische Filmemacherin Chantal Akerman. Zuvor ging die Auszeichnung unter anderem an die Regisseure Aki Kaurismäki, Werner Herzog, Herbert Achternbusch und Wim Wenders.

Rückschlag für die Welterbe-Anwärter aus Naumburg

Icomos unterstützt die Bewerbung nicht

Der Internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos) hat vorgeschlagen, den Naumburger Dom und die Region an Saale und Unstrut nicht in die Unesco-Liste aufzunehmen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Unesco-Kommission in Bonn. Icomos spricht Empfehlungen für neue Welterbestätten aus. Das Unesco-Komitee muss dem Vorschlag jedoch nicht folgen. Zwischen dem 2. und 12. Juli wollen die Mitglieder des Gremiums im polnischen Krakau über die neuen Anwärter entscheiden. "Wir gehen davon aus, dass der Antrag trotzdem gelingt", sagte eine Sprecherin des Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut in Naumburg. Der Antrag sei nach der ersten gescheiterten Bewerbung im Jahr 2015 komplett überarbeitet worden. Experten zählen den Dom zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Hochmittelalters.

Franz Erhard Walther erhält Kunstpreis Aachen

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert

Dem Bildhauer, Konzept- und Prozesskünstler Franz Erhard Walther wird am kommenden Donnerstag der Kunstpreis Aachen verliehen. Walther wurde bereits bei der Biennale in Venedig mit einem Goldenen Löwen geehrt. Der aus Fulda stammende Walther zähle "fraglos zu den einflussreichsten Künstlern der vergangenen Jahrzehnte", teilte die Stadt Aachen zur Begründung mit. Kaum ein Kunstschaffender habe die Definition, was Skulptur sein kann, derart frühzeitig und nachwirkend verändert. Das Ludwig Forum zeigt außerdem vom 2. Juni bis 29. Oktober die Ausstellung "Franz Erhard Walther. Handlung denken", die in Zusammenarbeit mit dem Preisträger entwickelt wurde.

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