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Lesart / Archiv | Beitrag vom 14.10.2015

Selfpublishing"Ich wollte einfach etwas Nettes schreiben"

Poppy J. Anderson im Gespräch mit Joachim Scholl

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Die unter dem Pseudonym Poppy J. Anderson schreibende Autorin bei uns auf der Frankfurter Buchmesse.  (dpa / picture alliance / Frank Rumpenhorst)
Die unter dem Pseudonym Poppy J. Anderson schreibende Autorin bei uns auf der Frankfurter Buchmesse. (dpa / picture alliance / Frank Rumpenhorst)

Angefangen hat sie als Selfpublisherin, dann kam der Erfolg: Mit ihren Romanen ist Poppy J. Anderson zur ersten Amazon-Millionärin geworden. Sie promoviert außerdem in Geschichtswissenschaften - und hat keine Probleme, akademisches Denken und populäres Schreiben zusammenzubringen.

Poppy J. Anderson hat ihre Schriftstellerkarriere als Selfpublisherin gestartet. Mittlerweile hat sie beim Verkauf von E-Books und Taschenbüchern die Grenze von einer Million geknackt und ist die erste Amazon-Millionärin auf dem deutschen Markt. Sie ist vor allem für ihre Liebesromane im Football-Milieu bekannt geworden.  

"Das war ein tolles Gefühl", sagte Anderson im Live-Gespräch mit Deutschlandradio Kultur auf der Frankfurter Buchmesse über ihre steile Karriere:

"Als ich angefangen habe, hatte ich den Traum: Vielleicht lesen das ja 50 Leute in einem Jahr. Und das dann diese gigantische Zahl dabei herausgekommen ist, hätte ich natürlich niemals erwartet."

Die knapp 30-jährige Erfolgsautorin, die unter Pseudonym schreibt, steckt gerade mitten in einer geschichtswissenschaftlichen Promotion. Akademisches Denken und das Verfassen erfolgreicher Fußball-Bücher ist für sie kein Widerspruch. Ihr neuestes Buch heißt "Spiel ins Herz":

"Ich habe schon immer sehr viel geschrieben, auch während des Studiums. Ich hatte das immer nötig - als Abwechslung vom trockenen Lernstoff. Und dann einfach etwas Nettes zu schreibe, also pure Unterhaltungsliteratur."

Sie habe nie einen Verlag kontaktiert, sondern gleich im Selfpublishing begonnen, erzählte Anderson:

"Und mir war es auch ein bisschen zu anstrengend, zu einem Verlag zu gehen. Weil ich immer diese Vorstellung hatte: Da liegen Dutzende, Tausende von Manuskripte, die darauf wartet, dass sie sich ein Lektor vielleicht anschaut. Und da hat man sowieso keine Chance, da rauszustechen. Und ich hatte ja eigentlich keinen Anspruch, Autorin zu werden. Ich habe das einfach mal hochgeladen. "


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