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Freitag, 15.12.2017

Sein und Streit | Beitrag vom 09.10.2016

Sein und Streit - Die ganze SendungAuseinandersetzung mit den Quälgeistern der modernen Ordnung

Moderation: Simone Rosa Miller

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(picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)
Der Schweizer Philosoph Dieter Thomä von der Universität St. Gallen, (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)

Populisten, Fundamentalisten, Rebellen: Sie alle stellen die politische Ordnung infrage. Das tut einer schon seit Jahrhunderten: der Puer Robustus. Philosoph Dieter Thomä hat diese Figur ins Zentrum seines neues Buches gerückt - mit ihm begeben wir uns auf philosophische Abenteuerreise.

Diese Sendung ist den Querulanten gewidmet. Wo man derzeit auch hinsieht, man findet sie überall: Pöbelnde Rechtspopulisten, bedrohliche Fundamentalisten, einsame Rebellen wie Edward Snowden, aber auch Bewegungen wie Occupy Wallstreet und den schon fast vergessenen Arabischen Frühling.

Sie alle stellen die politische Ordnung infrage. Und das tut einer schon seit Jahrhunderten: Der Puer Robustus. Der Philosoph Dieter Thomä hat diese Randfigur ganz bewusst ins Zentrum seines neues Buches gerückt. Gemeinsam mit ihm begeben wir uns auf philosophische Abenteuerreise an der Seite der Quertreiber, Trittbrettfahrer, Rebellen und Rabauken. 

Puer robustus: Eine Philosophie des Störenfrieds von Dieter Thomä, erschienen im Suhrkamp Verlag, Berlin 2016, 715 Seiten kosten 35,00 Euro.

Außerdem in der Sendung:

Kleine Leute, große Fragen: Darf man Schlechtes tun, um Gutes zu erreichen? Das fragte Ilka Lorenzen junge Philosophen.

Auch die unter Pseudonym schreibende Bestseller-Autorin Elena Ferrante wurde von einem Störenfried heimgesucht. Ein selbsternannter Enthüllungsjournalist hat ihre angebliche, private Identität aufgedeckt. Warum manche Ungewissheit als Zumutung empfinden, darüber macht sich David Lauer in seinem Philosophischen Wochenkommentar Gedanken. 

Das jüngste Buch der philosophischen Störenfrieda par excellence – Judith Butler – erscheint jetzt in deutscher Übersetzung. "Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung" heißt es; Tabea Grzeszyk bespricht es für uns

Und unsere Drei Fragen beantwortet in dieser Woche der Professor für Popmusik Peter Wicke.

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