Seit 15:30 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 15:30 Uhr Tonart
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 23.03.2011

"Sascha"

Jörg Taszman über eine Coming-Out-Tragikomödie

Podcast abonnieren

Sascha ist schwul, und er ist in seinen Klavierlehrer verknallt. Und das, obwohl sein Vater eigentlich einen "echten Kerl" aus ihm machen wollte.

Deutschland 2010; Buch + Regie: Dennis Todorovic; Darsteller: Sascha Kekez, Tim Bergmann, Zeljka Preksavec; FSK ab 12 Jahre; Länge: 101 Minuten

Sascha ist 19 und kauft sich auf der Heimfahrt aus den Ferien in der Heimat seiner Eltern in Montenegro in einem Zeitungskiosk eine schwule Männerzeitung. Aber bevor der schüchterene junge Mann sich traut, dieses Magazin aus dem Regal zu nehmen und damit zur Kasse zu gehen, leidet er Seelenqualen. Zurück in Köln erwartet den introvertierten jungen Mann ein Schock.

Sein Klavierlehrer, in den er sich so verknallt hat, wird nach Wien gehen. Ungeschickt vertraut er seinen Liebeskummer ausgerechnet Jiao an, seiner besten Freundin, die wiederum in Sascha verliebt ist. Immerhin konnte Sascha endlich einmal die Worte Ich bin schwul aussprechen, aber damit sind seine Probleme nicht gelöst. Seine Mutter sieht in ihm einen zukünftigen Vladimir Horowitz und sein Vater Vlado ist ein sportbegeisterter Jugo-Macho, der sich seinen Sohn mehr als Draufgänger wünscht. Und so fällt Sascha das Coming Out sehr schwer …

Regisseur Denis Todorovic setzt mal auf klamottig-derbe Komik, dann leise, tragikomische Momente. Dabei stimmt vor allem die Zeichnung des immer noch sehr homophoben ex-jugoslawischen Milieus. Gute Darsteller tun ein Übriges, das dieser sehenswerte Film über die Nöte eines Jungen, der über sich herauswachsen muss, nicht nur unterhält, sondern auch anhaltende Wirkung zeigt.

Filmhomepage

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDüstere Prognose für die arabische Welt
Das vom US-Verteidigungsministerium am 11.3.2003 veröffentlichte Foto zeigt die Superbombe MOAB (Massive Ordnance Air Blast) vor einem Test auf dem Eglin-Luftwaffenstützpunkt in Florida (Archivfoto). (DB DOD/DOD dpa picture alliance)

Wussten Sie, dass mit der Abkürzung MOAB nicht "mother of all bombs" gemeint ist? Die Wochenzeitung "Die Zeit" klärt über den tatsächlichen Sinn auf. Um das Foto einer MOAB herum entwirft ein Islamwissenschaftler ein düsteres Szenario der arabischen Welt im Jahr 2027.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur