Seit 23:05 Uhr Fazit
 

Sonntag, 21.01.2018

Kulturnachrichten

Donnerstag, 28. September 2017

Sängerin Joy Fleming ist tot

Sie wurde 72 Jahre alt

Die Soulsängerin Joy Fleming starb am Mittwochabend im Alter von 72 Jahren, wie ihr Sohn und ihr Manager bestätigten. Zunächst hatte der SWR berichtet. "Mit ihr verlieren wir eine großartige Sängerin, eine aufopferungsvolle Mutter und eine liebevolle Lebensgefährtin, welche voll im Leben stand", hieß es in der Mitteilung. Die Künstlerin mit der Soulstimme hatte Anfang der 70er Jahre mit dem Mannheimer Mundartstück "Neckarbrückenblues" einen Hit gelandet, der sie weit über die Stadt hinaus bekannt machte. 1975 vertrat sie Deutschland beim Grand Prix mit dem Song "Ein Lied kann eine Brücke sein", landete damals jedoch weit hinten. Über 40 Jahre lebte die Sängerin auf einem Bauernhof in Sinsheim bei Mannheim mit ihrem französischen Lebenspartner.

Susanne Pfeffer soll Direktorin des MMK werden

Frankfurter Magistrat muss der Entscheidung des Kulturdezernats noch zustimmen

Die renommierte Kuratorin Susanne Pfeffer soll nach dem Willen der Stadt Frankfurt neue Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK) werden. Sie werde den Vorschlag in eine der nächsten Magistratssitzungen einbringen, kündigte Kulturdezernentin Ina Hartwig an. Pfeffer sei "zweifellos eine der zurzeit gefragtesten Persönlichkeiten in der Museumslandschaft" und gehöre zu den besten Kennerinnen der Gegenwartskunst. Die 44-jährige würde dann die Nachfolge von Susanne Gaensheimer antreten, die die Leitung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen übernommen hat. Derzeit ist Pfeffer die Direktorin des Fridericianum in Kassel. Bei der diesjährigen Biennale in Venedig war sie Kuratorin des Deutschen Pavillons.

Neue Gema-Tarife für Rock- und Popkonzerte

Veranstalterverbände und Gema sind mit dem Ergebnis zufrieden

Nach langen Verhandlungen haben sich die Gema und Veranstalterverbände auf neue Abgabentarife für Rock- und Popkonzerte geeinigt. Das teilten die Gema, die die Urheberrechte von Komponisten, Textautoren und Musikverlegern vertritt, und die Veranstalterverbände mit. Im Zuge der Verhandlungen hatte das Deutsche Patent- und Markenamt in München den Antrag der GEMA abgelehnt, zukünftig Veranstaltungen generell mit zehn Prozent zu vergüten. Auf dieser Basis wären viele Konzerte nicht mehr möglich gewesen, vor allem kleine Konzerte mit bis zu 2000 Personen, erklärte der Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft, Pascal Funke. Auch für die GEMA sei die Einigung ein Erfolg, sagte deren Vorstandsmitglied Georg Oeller: In Zukunft habe die Gema unter anderem ein Prüfrecht, das ihr Einsicht in die relevanten Unterlagen der Konzertveranstalter ermögliche.

Polizei räumt Berliner Volksbühne

Chris Dercon hat Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet

Nach Aufnahme der Personalien aller noch im Haus verbliebenen Besetzer, wurden diese aus dem Gebäude hinausbegleitet, wie die Berliner Polizei auf Twitter mitteilte. Im Konflikt um die besetzte Berliner Volksbühne war am Vormittag die Polizei eingeschaltet worden. Mehr als ein Dutzend Mannschaftswagen fuhren vor dem Theater am Rosa-Luxemburg-Platz auf, die Straßen rundherum wurden weiträumig abgesperrt. Etwa 50 Polizisten betraten das von Kunst- und Politaktivisten besetzte Theater am Rosa-Luxemburg-Platz. Intendant Chris Dercon forderte die verbliebenen Besetzer auf, das Theater zu verlassen. Schließlich stellte Dercon als Hausherr eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs, sodass die Polizei aktiv werden und räumen konnte, sagte ein Polizeisprecher. Die Volksbühne war seit sieben Tagen besetzt. Senat und Volksbühne hatten den Politaktivisten zuletzt angeboten, zwei Räume in dem Theater weiter zu nutzen.

Sanierung von Schauspielhaus Düsseldorf bis 2019

Der Rat der Stadt soll im Oktober über die Sanierungspläne abstimmen

Das seit Anfang 2016 wegen Sanierung geschlossene Düsseldorfer Schauspielhaus soll noch bis Ende 2019 eine Baustelle bleiben. Das geht aus einer Verwaltungsvorlage für den Stadtrat hervor. Ab 2020 sollen die Baumaßnahmen im und am Gebäude sowie am Gustaf-Gründgens-Platz beendet sein. Diese Zielvorgabe stelle "allerhöchste Anforderungen" an die Planung, teilte die Stadt weiter mit. Für knapp zwölf Millionen Euro sollen die öffentlichen Bereiche wie Foyer und Toiletten saniert und der Zugangsbereich freundlicher gestaltet werden. Unter anderem soll ein Kassenhäuschen abgerissen und ein verglaster Windfang errichtet werden. Die Hälfte der Kosten wollen Düsseldorfer Bürger mit Spenden tragen. Für weitere 15 Millionen Euro sollen außerdem das Dach und die Fassade erneuert werden.

Bundesverdienstkreuz für Intendantin Karin Beier

Schauspielhaus-Intendantin wird für ihr langjähriges Schaffen geehrt

Die Intendantin des Hamburger Schauspielhauses, Karin Beier, wird mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet. "Die Theaterregisseurin hat die von ihr geleiteten Bühnen jeweils in kurzer Zeit an die Spitze der deutschen Theaterlandschaft geführt", begründete das Bundespräsidialamt die Entscheidung. Mit ihren Arbeiten habe Karin Beier stets neue Wege beschritten und sich dabei nie gescheut, auch umstrittene Themen auf die Bühne zu bringen. Seit 2013 ist Karin Beier Intendantin des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, zuvor war sie Intendantin des Schauspiel Köln. Mehrere ihrer Inszenierungen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Der Verdienstorden wird seit 1951 für besondere politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen. Er ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Die Auszeichnung wird Karin Beier am 4. Oktober von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entgegen nehmen.

Leipziger Traditionsverlag gerettet

Medienunternehmer Michael Kölmel übernimmt Verlage E.A. Seemann und Henschel

Der Leipziger Traditionsverlag E.A. Seemann ist nach Informationen von MDR Kultur gerettet. Wie der Sender berichtete, übernimmt der Medienunternehmer Michael Kölmel gemeinsam mit seiner Frau, der Kunsthistorikerin Doris Apell-Kölmel, zum 1. Oktober die Verlage E.A. Seemann und Henschel. Verlegerin Annika Bach sagte MDR Kultur, die Zukunft der beiden Verlage sei damit gesichert. Das neue Unternehmen solle unter dem Namen E.A. Seemann Henschel GmbH firmieren. Bei Seemann sollen weiter große Werkverzeichnisse zu ausgewählten Künstlern erscheinen, hieß es weiter. Ausgebaut werden solle das Programm für Kinderkunstbücher. Bei Henschel werde weiterhin auf Biographien großer Künstlerpersönlichkeiten und Kataloge gesetzt. Die Verlagsgruppe Seemann Henschel, zu der auch die Verlage Edition Leipzig sowie Koehler & Amelang gehören, hatte nach Angaben des Senders Anfang März Insolvenz angemeldet. Als Grund dafür gab der Verlag damals hohe Rückzahlungen bei der Verwertungsgesellschaft Wort und der Verwertungsgesellschaft Bildkunst an.

"Playboy"-Gründer Hugh Hefner ist tot

Publizist starb mit 91 Jahren

"Playboy"-Gründer Hugh Hefner ist tot. Er sei im Alter von 91 Jahren in Los Angeles gestorben, teilte das US-Männermagazin mit. Hefner kam am 9. April 1926 in Chicago zur Welt. Nach seiner Armeezeit und einem Psychologiestudium arbeitete er als Werbetexter für das Magazin „Esquire“. 1953 gründete er das Männermagazin "Playboy". Auf der ersten Titelseite erschien die damals gerade zum Sexsymbol aufsteigende Marilyn Monroe. Hefner hielt sich selbst zugute, damit auch eine sexuelle Revolution losgetreten zu haben. Er zeigte sich stets in Begleitung junger Frauen. Legendär ist sein roter Samt-Bademantel, in dem er häufig für Fotos posierte. Hugh Hefner war in dritter Ehe verheiratet.

Chipperfield-Haus wird Staatliche Museen doch geschenkt

Die Schenkung sei bereits notariell beurkundet

Nach zwei Rückziehern schenkt die Galeristenfamilie Bastian ihr Chipperfield-Haus in Berlin nun doch der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. "Um ihre Entschiedenheit zu unterstreichen, hat die Familie Bastian ihre Schenkung bereits notariell beurkunden lassen", teilte die Stiftung mit. Das futuristische Galeriehaus direkt gegenüber der Museumsinsel soll ein kulturelles Bildungszentrum werden. Es stammt von dem britischen Stararchitekten David Chipperfield. Im vergangenen Jahr war mitgeteilt worden, der schwäbische "Schraubenkönig" und Kunstsammler Reinhold Würth finanziere den Ankauf des Hauses für die Staatlichen Museen. Wenige Tage später erklärte die Familie Bastian, sie schenke der Stiftung das Haus doch selbst. Im Mai zogen die Eigentümer das Angebot dann aber überraschend zurück. Inzwischen seien alle Voraussetzungen für die Schenkung ausreichend geklärt, teilte Firmengründer Heiner Bastian mit.

Sammlung von Audrey Hepburn für 4,6 Mio. Pfund versteigert

Die Online-Auktion dauert noch bis kommenden Mittwoch

Bei einer Auktion in London sind Gegenstände aus dem Leben von Schauspiel-Legende Audrey Hepburn für 4,6 Millionen Pfund (5,2 Millionen Euro) versteigert worden. Allein 632 750 Pfund erzielte Hepburns persönliches Drehbuch für ihren Welterfolg "Frühstück bei Tiffany", wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Das war sieben Mal so viel wie die Schätzung vor der Auktion. Auch die Preise für andere Erinnerungsstücke übertrafen die Erwartungen. Ein Armreif des Schmuckhauses Tiffany - ein Geschenk von Regisseur Steven Spielberg mit den eingravierten Worten "Du bist meine Inspiration" - wechselte für 332 750 Pfund den Besitzer. Hepburn war 1993 im Alter von 63 Jahren gestorben. Ihre Söhne versteigern im Auktionshaus Christie's und online rund 500 Gegenstände aus dem Privatbesitz ihrer Mutter.

Kritik an Christian Kern wegen Inserate-Boykotts

Kai Diekmann kritisiert den Boykott als Verstoß gegen die Pressefreiheit

Der ehemalige "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann verurteilt scharf den von Kanzler Christian Kern verhängten Inserate-Boykott der österreichischen Sozialdemokraten gegen die Tageszeitung "Österreich". Es sei unzulässig, Medien durch wirtschaftlichen Druck abzustrafen. "Das ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Pressefreiheit", sagte Diekmann der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Kern hatte die Berichterstattung des Gratis-Blatts, das in etwa 500 000 Exemplaren verteilt wird, vor der Parlamentswahl am 15. Oktober als verleumdend empfunden. Die Zeitung hatte über ein internes SPÖ-Papier berichtet, in dem der 51-Jährige als eitler Politiker mit dünnem Nervenkostüm und "Glaskinn" dargestellt wurde. Die stornierten SPÖ-Inserate haben laut "Österreich" einen Wert von 50 000 Euro.

Besuch des Pantheons soll bald Eintritt kosten

Teilnahme an Gottesdiensten bleibt kostenlos

Wer das Pantheon in Rom besichtigen will, muss künftig bezahlen. Ab Januar soll der Besuch von Roms meistbesuchter Sehenswürdigkeit pro Person 3 Euro Eintritt kosten. Das habe das Kulturministerium, unter dessen Verwaltung das Pantheon steht, beschlossen, berichtet die römische Tageszeitung "Il Messaggero". Ein Sprecher des Kulturministeriums wies darauf hin, dass Besuche von Gottesdiensten oder anderen religiösen Veranstaltungen im Pantheon aber kostenlos bleiben werden. Das Phanteon, ein zur Kirche umgeweihtes antikes Bauwerk im Zentrum von Roms Altstadt, wurde 2016 von 7,4 Millionen Gästen besucht. Bisher wird in keiner Kirche der italienischen Hauptstadt Eintritt verlangt.

Filmfestival von San Sebastián ehrt Monica Bellucci

Schauspielerin erhält Preis für Lebenswerk

Die Schauspielerin Monica Bellucci ist beim Filmfestival von San Sebastián für ihr Lebenswerk geehrt worden. Die Italienerin spielte in insgesamt rund hundert Filmen mit, darunter "Die Passion Christi" von Mel Gibson, die "Matrix"-Trilogie und "Dracula" von Francis Ford Coppola. Außerdem war sie in „007: Spectre" mit 50 Jahren das älteste Bond-Girl in der Reihe um den Geheimagenten.

Kulturnachrichten hören

September 2017
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur