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Kulturnachrichten

Montag, 20. März 2017

Restaurierte Grabeskirche in Jerusalem fertig

Einzigartiges Monument des Christentums

Die Restaurierung der Grabeskirche in Jerusalem ist nach zehn Monaten Bauzeit abgeschlossen. Für die Leiterin des Projektes, Antonia Moropoulou, ist das "ein historischer Moment". Die Grabkapelle in der Kirche werde am kommenden Mittwoch eingeweiht. Dort liegt nach Überlieferung aus der Bibel der Ort, an dem Jesus Christus begraben wurde. "Dies ist ein einzigartiges Monument für die Christenheit", sagte Moropoulou, die an der Technischen Universität in Athen lehrt. Die Steine der Kapelle waren aufgrund von Feuchtigkeit schon seit Jahrzehnten marode und porös. Bereits 1947 hatten die damals verantwortlichen Briten den Bau mit Stahlträgern abgestützt. Pilger zündeten Kerzen auf den Stahlträgern an. Der Ruß schwärzte die beigen Steine. Nun ist das Grab sogar erdbebensicher. Mehr als 50 Ingenieure, Archäologen und Restauratoren, waren an dem Bau tätig. Die Restaurierung kostete knapp 3,5 Millionen Euro. Das Geld kam unter anderem vom gemeinnützigen World Monuments Fund aus New York und privaten Spendern.

Choreographin Trisha Brown gestorben

Ikone des amerikanischen Tanzes

Die amerikanische Choreographin Trisha Brown ist tot. Wie heute bekannt wurde, starb sie bereits am Samstag im Alter von 80 Jahren in San Antonio. Brown war eine der wichtigsten Protagonistinnen des amerikanischen Post-Modern-Dance. Mehr als 30 Jahre lang prägte sie den zeitgenössischen Tanz, häufig in der Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern wie zum Beispiel Robert Rauschenberg und Donald Judd. Dabei wählte sie gern den öffentlichen Raum als Bühne, sie ließ ihre Tänzerinnen und Tänzer auf Dächern und an Fassaden improvisieren. Ihr wichtigstes Thema war die Schwerkraft. Immer wieder sprach sie über ihren Traum vom Fliegen. Trisha Brown hatte sich wegen einer Demenzerkrankung 2012 als aktive Künstlerin zurückgezogen.

Wiederaufbau der Franckeschen Stiftungen

Wichtige Rettung im Jahre des Reformationsjubiläums

Der Wiederaufbau des historischen Gebäudeensembles der Franckeschen Stiftungen in Halle soll bis 2020 abgeschlossen werden. Für die Instandsetzung von drei Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert, einer ehemaligen Druckerei und zwei historischen Feldscheunen, stellen Bund und Land insgesamt zwölf Millionen Euro zur Verfügung. Nach der Sanierung sollen darin zusätzliche Projekt-, Büro- und Veranstaltungsräume entstehen. Die Druckerei wurde 1744 als Magazin für die Cansteinsche Bibelanstalt errichtet. Als erste Bibelanstalt der Welt war sie 1710 am Halleschen Waisenhaus gegründet worden, um die bereits auf die Reformation Martin Luthers zurückgehende Forderung nach einer massenhaften Verbreitung deutschsprachiger Bibeln umzusetzen. Der Direktor der Franckeschen Stiftungen, Thomas Müller-Bahlke, sagte, er sei dankbar, dass im Jahr des 500. Reformationsjubiläums mit der Rettung dieses wichtigen Gebäudes begonnen werden könne. Die Franckeschen Stiftungen zu Halle wurden 1698 als pietistisches Sozial- und Bildungswerk gegründet. Heute hat auf dem Gelände unter anderem die Kulturstiftung des Bundes ihren Sitz.

Millionen-Zusagen für Kulturgutschutz

Internationale Kooperation gegen Zerstörungen durch den IS

Mehrere Staaten haben bei einer Geberkonferenz in Paris Geld für den Schutz von Kulturgütern in den Gebieten der Terrormiliz Islamischer Staat versprochen. Mehr als 75 Millionen Dollar seien zugesagt worden, doch es seien noch weitere Spenden nötig, um das Ziel von 100 Millionen zu erreichen, sagte der französische Präsident François Hollande auf der Konferenz im Louvre. Mit dem Geld soll dazu beigetragen werden, weitere Zerstörungen historischer Stätten zu verhindern. Unter anderem hatten die Extremisten in der antiken Oasenstadt Palmyra in Syrien und in Nimrud im Irak unwiederbringliche Kulturschätze zerstört, die sie als Teil einer Götzenverehrung ansehen. Außerdem sollen Artefakte gelagert und restauriert werden. Frankreich sagte für den Fonds 30 Millionen Dollar zu, Saudi-Arabien 20. Die Vereinigten Arabischen Emirate versprachen ebenfalls 15 Millionen, Kuwait fünf, Luxemburg drei, Marokko 1,5 und der Philanthrop Thomas Kaplan eine Million Dollar. Italien kündigte an, Soldaten und Restauratoren beizusteuern.

Europäisches Kulturerbejahr 2018

Start der Projektphase

2018 soll EU-weit an das gemeinsame kulturelle Erbe Europas erinnert werden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch, rufen öffentliche und private Institutionen dazu auf, sich möglichst breit mit eigenen Projekten an dem Programm zu beteiligen. Unter dem Motto "Sharing Heritage" (Das Erbe teilen) soll das Kulturerbejahr einen umfassenden Austausch zwischen europäischen Partnern auf allen Ebenen ermöglichen. "Unser kulturelles Erbe ist das beste Zeugnis für Europas reiche Geschichte, die durch Werte wie Vielfalt, Toleranz und interkulturellen Dialog entscheidend geprägt wurde", heißt es in einem Vorbereitungspapier. Der Deutsche Kulturrat begrüßte die Initiative. Geschäftsführer Olaf Zimmermann erklärte, Kultur sei die Klammer, die Europa verbinde. "Ich bin der Überzeugung, dass in dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 deutlich wird, dass Europa mehr zu bieten hat als nur einen gemeinsamen Markt." Das Projekt geht auf eine Anregung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz zurück und wird von der EU unterstützt.

Kunstarchiv der Avantgarden Dresden

Internationales Leitungsteam berufen

Das künftige Kunstarchiv der Avantgarden Dresden bekommt ein internationales Leitungsteam. Der gebürtige Bayer Rudolf Fischer und der Brasilianer Marcelo Rezende werden das im Aufbau befindliche Museum ab 1. April gleichberechtigt führen. Das gab Marion Ackermann bekannt, die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen. Fischer kommt vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, Rezende leitete das Museu de Arte Moderna da Bahia. Das neue Museum wird das einzigartige Archiv zur künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts von Egidio Marzona beherbergen und soll in Teilen ab 2019 öffentlich zugänglich sein. Marzona, ein in Berlin lebender, international bedeutender Sammler und Mäzen, hatte das seit Ende der 1960er Jahre gewachsene Künstlerarchiv vor einigen Monaten Dresden geschenkt. Es soll rund 120 Millionen Euro Wert sein. Die SKD sollen es bewahren, bearbeiten sowie für Öffentlichkeit und Wissenschaft nutzbar machen. Die Kollektion mit mehr als 1,5 Millionen Objekten reicht vom Expressionismus und Futurismus über Informel, Pop und Fluxus bis zur Postmoderne und den Jungen Wilden im Bereich bildende Kunst, sie umfasst auch Architektur, Design, Film, Musik, Theater, Tanz oder Literatur.

Besucherschwund bei Dresdner Museen

Weniger russischsprachige Kulturtouristen

Der Besucherrückgang bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hält an. 2016 wurden knapp 2,1 Millionen Gäste registriert, was einen Rückgang um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Diese Bilanz sei immer noch gut, "aber nicht sehr gut", sagte Verwaltungschef Dirk Burghardt. Wie schon in den beiden Jahren zuvor blieben vor allem russischsprachige Kulturtouristen aus und auch aus Westdeutschland kamen weniger Besucher. Zu den Höhepunkten 2017 gehören zwei weitere Präsentationen der Rüstkammer, Ausstellungen zu Käthe Kollwitz, zur Subkultur der 1980er Jahre sowie mit neuen Werken von Gerhard Richter.

Solidarität für Deniz Yücel

Mehrere Aktionen auf der Leipziger Buchmesse

Für den inhaftierten "WELT"-Journalisten Deniz Yücel planen mehrere Verlage eine Solidaritäts-Aktion auf der Leipziger Buchmesse. Verschiedene Lesungen sollen jeweils mit einem Text von Yücel eröffnet werden, teilte der Verbrecher Verlag mit. "Wir wollen vor den großen Leseveranstaltungen auf der Messe und an jedem Tag zeigen, dass man Deniz Yücel und all die anderen in der Türkei inhaftierten Journalistinnen und Journalisten nicht mundtot machen kann", hieß es. Weitere Veranstalter seien eingeladen, sich zu beteiligen. Die Aktion ist die Fortsetzung einer Berliner Lesung, bei der Freunde, Kollegen und prominente Unterstützer die Freilassung des Journalisten gefordert hatten. Yücel sitzt in der Türkei in Untersuchungshaft. Ihm werden Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Volksverhetzung vorgeworfen.

Sesamstraße mit autistischem Mädchen

Neue Figur namens Julia

Bisher existierte das autistische Mädchen Julia nur im Begleitmaterial der amerikanischen Sesamstraße. Ab April soll sie auch in der Sendung mitmachen. Die Drehbuchautorin Christine Ferraro sagte, es sei nicht einfach gewesen, Autismus darzustellen, weil die Krankheit viele verschiedene Formen annehmen kann. Um zu entscheiden, wie sich die neue Puppe verhalten soll, haben die Produzenten mit Selbsthilfegruppen zusammengearbeitet. Julia soll nicht auf ihren Autismus reduziert werden. Aber man zeigt zum Beispiel, wie sie andere beim ersten Treffen ignoriert. Kinder sollen erfahren: Da ist ein neues kleines Mädchen in der Sendung, das einen Stoffhasen hat - und sich manchmal etwas anders verhält. Das Sesamstraßen-Team möchte erreichen, dass Autismus in der Gesellschaft besser verstanden und akzeptiert wird.

Fall Yücel: Zugang weiter verwehrt

Konsularbeamten dürfen Journalisten nicht besuchen

Nach wie vor haben Botschaftsvertreter keinen Zugang zu dem in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel. Bis zum heutigen Tag sei es nicht möglich, Yücel und andere deutsch-türkische Staatsangehörige in türkischer Untersuchungshaft konsularisch zu betreuen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. "Das ist sehr bedauerlich. Das ist auch bitter und das ist enttäuschend." Der "Welt"-Korrespondent Yücel sitzt seit Ende Februar wegen des Vorwurfs der Terrorpropaganda in der Türkei in Untersuchungshaft. Zuvor war er bereits fast zwei Wochen in Polizeigewahrsam. Sowohl der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim als auch Außenminister Mevlut Cavusoglu hatten der Bundesregierung zugesagt, dass der Journalist konsularische Betreuung erhalten soll. Bei der konsularischen Betreuung geht es unter anderem um die Haftbedingungen. Da Yücel sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt, ist die Türkei nicht dazu verpflichtet, diese Betreuung auch zu gewähren.

CDU fordert Aufklärung über Kulturgutverkäufe

Portigon-Büchersammlung soll versteigert werden

Die CDU-Landtagsfraktion in NRW fordert Aufklärung über einen weiteren geplanten Verkauf von Kulturgütern aus dem Besitz der WestLB-Nachfolgerin Portigon. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wolle Portigon mindestens zwölf antiquarische Bücher in dieser Woche in Köln versteigern lassen, heißt es in einer Kleinen Anfrage der CDU-Fraktion an die NRW-Landesregierung. Die Opposition will nun wissen, inwiefern die rot-grüne Landesregierung Teile der Portigon-Büchersammlung etwa für die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf oder anderer Bibliotheken in NRW sichern könne. Eine Portigon-Sprecherin sagte am Montag auf Anfrage, im Rahmen der Abwicklung der Bank müssten alle Vermögenswerte veräußert werden, um die Portigon-Bilanz "auf Null zu bringen". Bücher, Münzen oder auch altes Mobiliar aus dem Besitz der zerschlagenen Westdeutschen Landesbank würden "nicht als Kunst" definiert und würden im Rahmen des Rückbaus ebenso verkauft. Vergangenes Jahr hatte die Landesregierung für knapp 30 Millionen Euro den wertvollsten Teil der Kunstsammlung von Portigon gekauft und für das Land gesichert.

Norwegen glücklichstes Land der Welt

Deutschland auf Platz 16

Die glücklichsten Menschen der Welt leben im Norden Europas. Das jedenfalls geht aus dem Weltglücksbericht hervor, den die Vereinten Nationen in New York veröffentlicht haben. Demnach ist Norwegen das glücklichste Land der Welt. Auf den nächsten Plätzen folgen Dänemark, Island, Schweiz sowie Finnland, den Niederlanden, Kanada und Neuseeland. Im vergangenen Jahr hatten die Norweger noch auf dem vierten Rang gelegen. Deutschland bleibt auf Platz 16 - hinter den USA, Israel und Costa Rica, aber vor Großbritannien (Platz 19) und Frankreich (Platz 31). Am wenigsten Glück empfinden laut dem Bericht die Menschen in den afrikanischen Ländern Zentralafrikanische Republik, Burundi und Tansania. Die meisten Staaten der 30 hinteren Ränge liegen in Afrika. Dazu kommen Länder wie Syrien, Afghanistan, Haiti, Ukraine, Jemen. Für den Bericht haben Forscher 155 Länder untersucht. Er berücksichtigt unter anderem das Bruttoinlandsprodukt, die Lebenserwartung, die Selbstwahrnehmung der Einwohner, die Stärke des sozialen Umfelds, aber auch das Vertrauen in Regierung und Unternehmen.

Blaudruck soll immaterielles Kulturerbe werden

Seltene Technik der Stoffveredelung

Der Blaudruck soll immaterielles Kulturerbe werden. Die jahrhundertealte Technik der Stoffveredelung wurde gemeinsam von Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn für die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit nominiert, wie die deutsche Unesco-Kommission mitteilte. Staatsministerin Maria Böhmer unterzeichnete gemeinsam mit Vertretern der anderen vier Länder ein entsprechendes Dossier. Der Blaudruck sei im 18. und 19. Jahrhundert in Mitteleuropa weit verbreitet gewesen. Heute werde er nur noch von wenigen Werkstätten angewendet. Zum immateriellen Kulturerbe zählen Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater und Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Derzeit gibt es auf drei Unesco-Listen insgesamt 429 Einträge.

MoMA zeigt neu erworbene Polit-Kunst

Museum setzt Zeichen

Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) hat seine Sammlung um zahlreiche politisch inspirierte Kunstwerke erweitert. In der heute startenden Ausstellung "Unfinished Conversations: New Work from the Collection" zeigt das Museum Fotos, Gemälde, Skulpturen und Videos von Künstlern wie Kara Walker oder dem Deutschen Wolfgang Tillmans. "Die Künstler dieser generationenübergreifenden Auswahl thematisieren die derzeit allgegenwärtige Sorge und Unruhe auf der ganzen Welt und bieten kritische Reflexionen." Zuvor hatte das Museum bereits seine ständige Sammlung umgehängt und Bilder von Künstlern aus Ländern, die von US-Präsident Donald Trumps umstrittenen Einreiseverbot betroffen sind, zentral positioniert. "Dieses Werk stammt von einem Künstler aus einem Land, dessen Bürgern die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt wird", heißt es in der Beschriftung zu den Arbeiten.

Spracherkennung verändert Medienlandschaft

Digital Innovators' Summit in Berlin

Automatisierung, Robot-Journalismus, selbstlernende sowie selbstschreibende Systeme - das sind die neuen Entwicklungen, die die Medienlandschaft verändern. "In zehn Jahren werden diese Systeme flächendeckend im Einsatz sein, es geht jetzt los", sagt Stephan Scherzer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). "Die Geschwindigkeit der Veränderung ist immens. In fünf Jahren werden wir bei vielen Texten nicht mehr wissen, ob ein Redakteur oder eine Maschine sie geschrieben haben." Insbesondere wird die Spracherkennung die Medienbranche in den kommenden Jahren verändern. Beim Digital Innovators' Summit (DIS) treffen sich heute in Berlin rund 600 Teilnehmer aus 33 Ländern. Der Kongress widmet sich den zentralen Entwicklungen beim digitalen Wandel in der Medienbranche.

documenta ist unterfinanziert

Forderung nach besserer Finanzierung

Die Geschäftsführerin der documenta GmbH, Annette Kulenkampff, will mehr öffentliche Gelder für die alle fünf Jahre stattfindende Kunstschau. "Dass sich die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst zur Hälfte selbst finanzieren muss, ist auf Dauer nicht tragfähig", sagte Kulenkampff der Deutschen Presse-Agentur. Für die in diesem Jahr stattfindende documenta 14 gibt es einen Finanzrahmen von 34 Millionen Euro. Rund die Hälfte des Geldes kommt vom Land Hessen, der Stadt Kassel und der Kulturstiftung des Bundes. Die andere Hälfte von 17 Millionen Euro muss die documenta selbst erwirtschaften. "Im Verhältnis zur Finanzierung von Theatern ist die documenta durch die öffentliche Hand unterfinanziert", so Kulenkampff.

Jana Schulz erhält Gertrud-Eysoldt-Ring

Wandelbar und wahrhaftig

Für die Titelrolle in der Bochumer Inszenierung des Stücks "Rose Bernd" hat die Schauspielerin Jana Schulz den Gertrud-Eysoldt-Ring 2016 der Stadt Bensheim bekommen. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung gehört zu den bedeutendsten Theaterpreisen im deutschsprachigen Raum. Schulz sei eine "der ausdrücklichsten, wandelbarsten und wahrhaftigsten Schauspielerinnen" des deutschsprachigen Theaters - sie sprenge "in weiblichen und männlichen Hauptrollen die Grenzen jedes gendergebundenen Spiels", heißt es in der Begründung der Jury. Die 39-Jährige gehörte zum Ensemble des Hamburger Schauspielhauses und wurde bereits drei Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Der Gertrud-Eysoldt-Ring wird jährlich von der hessischen Stadt Bensheim auf Vorschlag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben.

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