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Sonntag, 17.12.2017

Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 30.08.2017

Rausch und RhythmusDer Neger

Von Philippe Soupault

Philippe Soupault (1897-1990) im Jahr 1984.  (imago)
Philippe Soupault (1897-1990) im Jahr 1984. (imago)

"Habt ihr je einen Neger weinen sehen wie einen Weißen? Habt ihr je einen Weißen lächeln sehen wie einen Neger?" Edgar Manning, Dealer, Jazzmusiker, Mädchenhändler und Mörder, ist "der Neger".

Frei von moralischen Schranken, gibt er sich dem europäischen Nachtleben der 1930er Jahre hin: dem Rausch und dem Rhythmus, dem Jazz und den Frauen. Eine ursprüngliche Vitalität, die den "zivilisierten" Europäern verloren gegangen ist. Ein Spiel der gegenseitigen Spiegelung.

Übersetzung: Ré Soupault
Bearbeitung und Regie: Heinz von Cramer
Mit: Ingo Hülsmann, Martin Engler, Astrid Meyerfeldt
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Berlin 2002
Länge: 46'32
(Wdh. v. 27.04.2003)

BildergalerieIngo Hülsmann bei den Aufnahmen zu "Der Neger".Astrid Meyerfeldt bei den Aufnahmen zu "Der Neger".Martin Engler bei den Aufnahmen zu "Der Neger".

Philippe Soupault (1897–1990), Mitbegründer des literarischen Surrealismus, lebte in Paris und zeitweilig in den USA, schrieb viele Texte fürs Radio. Auf Deutsch als Hörspiel produziert u.a.: "Die magnetischen Felder" (SR/BR/Radio France 1997, Co-Autor André Breton) und "Die letzten Nächte von Paris" (DLR Berlin 2000).

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