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Wortwechsel | Beitrag vom 22.09.2017

Ratlosigkeit vor der WahlWas passiert mit meiner Stimme?

Moderation: Elke Durak

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Wahlplakate zur Bundestagswahl 2017 in Düsseldorf (Imago)
Wahlplakate zur Bundestagswahl 2017 in Düsseldorf (Imago)

Noch nie hatten so viele Parteien gute Aussichten, in den Bundestag zu gelangen wie bei dieser Bundestagswahl. Noch nie gab es eine so große Zahl möglicher Koalitionen - erleben wir das Ende des politischen Lagerdenkens?

Zu Union, SPD, Linken und Grünen werden sich höchstwahrscheinlich die FDP und die AfD gesellen. Nie zuvor gab es eine so große Zahl möglicher Regierungs-Koalitionen: Schwarz-Rot, Jamaika, Schwarz-Grün, Rot-Rot-Grün … alles scheint möglich. Viele Wählerinnen und Wähler fragen sich daher: Was passiert mit meiner Stimme?

Erleben wir gerade das Ende des politischen Lagerdenkens? Wie verändert sich die politische Kultur? Wählen wir künftig nach Themen und nicht mehr nach Milieus?

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel:

Die Politikwissenschaftlerin und Parteienforscherin Christine Landfried, aufgenommen am 24.03.2002 in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" (picture-alliance / ZB / Klaus Franke)Die Politikwissenschaftlerin und Parteienforscherin Christine Landfried (picture-alliance / ZB / Klaus Franke)
Prof. Dr. Christine Landfried, Politikwissenschaftlerin:

"Das Problem ist: Zum einen haben wir Themen, die den Bürgern unter den Nägeln brennen, die von den politischen Parteien nicht aufgegriffen werden. Zum anderen gibt es Probleme, die so schwierig sind, dass es objektiv nicht einfach ist, das in der Öffentlichkeit zu diskutieren."

Der Politikwissenschaftler Gero Neugebauer (Privat)Der Politikwissenschaftler Gero Neugebauer (Privat)

Dr. Gero Neugebauer, Parteienforscher:

"Es gibt mittlerweile, da Politik schon seit längerer Zeit ein Beruf ist, so etwas wie eine Abgehobenheit der Politiker. Bürger sagen: Die hören mir gar nicht zu. Die wissen nicht, was ich will. Und die Politiker antworten: Ihr habt mich nicht verstanden. Die wollen mich nicht verstehen!"

Der Reporter Tilo Jung posiert am 18.09.2014 in Berlin bei der Vorstellung der Nominierten für den Deutschen Fernsehpreis 2014. Jung wurde in der Kategorie "Beste Information" für "Jung & Naiv - Politik für Desinteressierte" nominiert. Der Deutsche Fernsehpreis wurde am 03.10.2014 zum 16. Mal verliehen. (dpa / Jörg Carstensen)Reporter Tilo Jung (dpa / Jörg Carstensen)

Tilo Jung, Politik-Video-Blogger und Podcaster:

"Frau Merkel zeigt sich nicht mit ihren politischen Gegnern. Das so genannte Duell mit Herrn Schulz war ein Duell mit dem Koalitionspartner. Das kennen wir eigentlich nur aus totalitären Staaten, aus Russland, aus China, dass die Spitze des Staates sich nicht mit der Opposition abgibt. Und ich finde das ist eine Schande."

Wortwechsel

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