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Donnerstag, 14.12.2017

Kompressor | Beitrag vom 21.11.2017

Podcast-Reihe "Mic Drop"Temye Tesfu: Ich versuche mich von Klischees fernzuhalten

Von Azadê Peşmen

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Temye Tesfu beim Poesiefestival in Berlin (imago/gezett)
Temye Tesfu auf der Slam-Poetry-Gala beim Poesiefestival in Berlin (imago/gezett)

Spoken-Word–Künstler, Dichter, Slam-Poet, Autor: Temye Tesfu ist seit vielen Jahren auf kleinen und großen Bühnen in ganz Deutschland unterwegs. In der zweiten Folge von "Mic Drop" erklärt er, warum man mit Humor auch ernste Themen künstlerisch aufbereiten kann, ohne sie zu verharmlosen.

Bei den traditionellen Poetry-Slams sind die Themen meist recht einheitlich, viele Texte drehen sich um WGs, das studentische Leben im Allgemeinen. Temye Tesfu bricht mit dieser Erwartung, wenn er auf Slambühnen ernsthafte Themen wie Rassismus anspricht. Bei aller Ernsthaftigkeit findet er aber Ironie sehr wichtig - auch wenn das oftmals als "hipsterig" verschrien sei, meint Tesfu. Er versuche, mit Klischees zu brechen.

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Eine starke Abgrenzung zwischen Poetry-Slam und Spoken Word zieht er nicht - auch wenn er Unterschiede sieht. Poetry-Slam sei eher ein Veranstaltungsformat, bei dem theoretisch alles stattfinden könne, so Tesfu. Praktisch forderten die Texte aber das Publikum nicht heraus, sie seien eher affirmativ. Außerdem sei bei Poetry-Slams das Publikum eher weiß, studentisch und bürgerlich - anders als bei Spoken-Word-Veranstaltungen.

Trotz der Unterschiede gebe es aber auch eine Gemeinsamkeit: Das Publikum möchte unterhalten werden. Temye Tesfu macht das in beiden Bereichen, auf Poetry-Slam-Bühnen und Spoken-Word-Events gleichermaßen.   

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