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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 23.01.2017

#PiU06CSU und AfD - Provokation als Mittel der Wahl?

Von M. Watzke, W.-S. Treusch, C. Lehmann, A. Zantow

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Eine Bildcombo zeigt die Parteilogos von CSU und AfD. (picture alliance / dpa )
CSU und AfD: Grenzüberschreitung als Politikstil? (picture alliance / dpa )

CSU und AfD – zwei Parteien, deren Führung regelmäßig behauptet "das Volk" zu vertreten. Angriffslustig schießen beide verbal gegen Angela Merkel. Zumindest an der Basis der bayerischen Christsozialen ist das Bild differenzierter.

Hier können Sie den Podcast abonnieren und unten diskutieren wir über die angesprochenen Themen.

CSU - Wie tickt die Basis?

"Das sind teilweise Parolen, die zu Pegida und AfD passen", so ein CSU-Bürgermeister in Bayern über die eigene Parteispitze. Soviel Anarchie muss sein, auch in Bayern stehen CSU-Mitglieder an der Seite von Angela Merkel. Aber wählen können sie die Partei der Kanzlerin im September nicht. Also machen sie ihrem Unmut über die verbalen Angriffe aus der Münchner Staatskanzlei Luft. Noch kann Horst Seehofer allerdings die Mehrheit der CSU-Familie hinter sich wissen. Er wird weiter über die Zahl von 200.000 Menschen sprechen, die Deutschland maximal aufnehmen sollte pro Jahr. "Der Seehofer ist der Einzige, der sagt, wo es langgeht. Wir brauchen doch eine Begrenzung und das finde ich schon gut, wie er das macht", meint ein CSU-Mitglied gegenüber unserem Bayern-Korrespondenten Michael Watzke.

AfD  - Provokation als Mittel der Wahl

Die AfD steht weiterhin zu ihrem Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke. Für einen Parteiausschluss gab es heute keine Mehrheit im Bundesvorstand. "Die Entscheidung, einen Mann in den eigenen Reihen zu lassen, der die Ideologie von Rechtsextremisten vertritt und verbreitet, spricht für sich", sagte danach der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Für die AfD gehört die Grenzüberschreitung zum Politikstil: Austeilen gegen Menschen, die vor Krieg flüchten, gegen Sportler wie Jérôme Boateng, gegen das Gedenken an den Völkermord und natürlich gegen Angela Merkel. Das bringt Medienpräsenz und lenkt ab von Sachfragen. Wie ist die Position zur Sozial-, Arbeits- und Klimapolitik? Diese Medien-Strategie ist verinnerlicht. Auch vom Berliner AfD-Partei- und Fraktionschef Georg Pazderski, den Wolf-Sören Treusch getroffen hat.

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