Seit 18:30 Uhr Weltzeit
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit
 
 

Tonart | Beitrag vom 12.05.2017

Pink Floyd Ausstellung in LondonHinterlassenschaften einer Rocklegende

Robert Rotifer im Gespräch mit Andreas Müller

Beitrag hören
Pink Floyd in den 70ern (imago stock&people)
Eine Band im Wandel - Pink Floyd in den 70ern (imago stock&people)

Mit der großen Ausstellung "Pink Floyd - Their Mortal Remains" widmet sich das Victoria & Albert Museum in London nach der Aufsehen erregenden David-Bowie-Ausstellung von 2013 abermals der musealen Aufbereitung der Pop- und Rockgeschichte des späten 20. Jahrhunderts. Unser Korrespondent hat sich die Ausstellung angesehen.

"Pink Floyd - The Mortal Remains", die sterblichen Überreste also - so heißt die Karriereschau im Victoria & Albert Museum in London, mehr oder weniger aus Anlass des 50. Jubiläums der ersten Single von Pink Floyd.

Der Einfluss der Band hat sich im Laufe ihrer Geschichte stark gewandelt hat: Zuerst waren sie eine psychedelische Band, deren Sänger Syd Barrett sich im LSD-Nebel verlor. Später zählten sie zu den Gallionsspitzen des meditativen Progressive Rock und schließlich zu den prominentesten Feindbildern des Punk. Mit "The Wall" aus dem Jahr 1979 machten sie die Idee von Rockmusik als großem Bühnentheater stark.

Bombastische Bühnenbilder

Insbesondere letzteren Aspekt macht die Ausstellung stark - kein Wunder, schließlich geht sie auf die Idee des 2013 verstorbenen Bühnenarchitekten der Band, Mark Fisher, zurück. Der verlieh der selbst dezidiert unglamourös auftretenden Band die passende, bombastisch-theatrale Bühnenerscheinung.

Der gigantische Bühnenaufbau zu "The Wall" 21.7.1990 auf dem Potsdamer Platz in Berlin (picture-alliance / dpa - Peter Kneffel)Pink Floyd waren für ihre aufwändigen Bühnenshows bekannt - hier der Auftritt der Band im Juli 1990 in Berlin (picture-alliance / dpa - Peter Kneffel)

Darin liege auch der Unterschied zur David-Bowie-Ausstellung, mit der das Victoria & Albert Museum im Jahr 2013 weltweit für großes Aufsehen gesorgt hatte, sagt unser Korrespondent Robert Rotifer: Wo bei Bowie vor allem Kostüme im Vordergrund standen, gehe es hier auch stark um die technischen Aspekte. So werden etwa auch einzelne Musikinstrumente erklärt - zum Beispiel die Synthesizer.

Die Musiker treten in den Hintergrund

Die einzelnen Musiker treten in den Hintergrund, verrät Rotifer. Das mache die Ausstellung zwar etwas unemotional, aber ästhetisch reizvoll. Zumal auch die aufwändigen ästhetischen Covergestalltungen - etwa durch das bekannte Studio Hipgnosis - viel Raum erhalten. 

Auch der beträchtliche Wandel, den die Band im Laufe der Jahre durchlebt hat, werde in der Ausstellung plastisch erfahrbar, verrät unser Korrespondent. Der schummrig-bunte Ausstellungsbeginn kontrastiere mit der Nüchternheit der Verstärkertürme späterer Jahre. (thg)

"Pink Floyd - The Mortal Remains"
ab 13. Mai 2017 im Victoria & Albert Museum in London
weitere Informationen hier

Mehr zum Thema

Blick auf eine Ära - 1967 - das Schaltjahr des Pop
(Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 27.03.2017)

"The Early Years 1968-1972" - Pink Floyd feiert sich selbst mit einer Luxus-Box
(Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 15.11.2016)

Reihe "Swinging London" - Styler zwischen Clubs und Flohmärkten
(Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 20.04.2016)

Tonart

Neue Alben: Klassik Klänge aus einer höheren Sphäre
Christian Gerhaher erhält am 16.11.2013 den Deutschen Theaterpreis "Der Faust" in der Kategorie Sängerdarstellerin/ Sängerdarsteller Musiktheater im Schiller Theater in Berlin. (dpa / Ole Spata)

Zur Schau gestellte Gefühle sind ihm ein Graus. Vielleicht vermag er deshalb so anzurühren: Christian Gerhaher. Nach 14 Jahren haben er und sein Klavierpartner Gerold Huber Schuberts "Schöne Müllerin" zum zweiten Mal aufgenommen - ergreifend.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur