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Sein und Streit | Beitrag vom 17.04.2016

PhilosophiemagazinNächstenliebe – möglichst kosteneffizient

Moderation: Simone Rosa Miller

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Ein Graffiti mit der Aufschrift "liebe deinen nächsten" (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)
"Effektiver Altruismus" nennt sich die Gruppe junger Philosophen, die sich zutraut, die Welt zu verbessern. (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

Die Welt verbessern? Viele glauben nicht mehr daran. Eine Gruppe junger Philosophen aber sagt: Na klar, man muss es einfach machen! Thomas Metzinger erklärt, wie das gelingen kann - und das so wirtschaftlich effizient wie möglich. Außerdem geht es um Philosophinnen der Neuzeit.

Man schaltet das Radio an und hört jeden Tag von Desastern – Migrationskrise, Terrorismus, Krieg, Armut, Klimawandel.

Viele verlieren da den Mut, packen ihre Yogamatte aus, entdecken Malbücher für sich oder halten sich am Strohhalm ihres Brokkoli-Smoothies fest.

Anders ausgerechnet eine Gruppe von Philosophen. Die sagen: Die Welt verbessern? Na klar, man muss es einfach machen, und zwar nicht irgendwie: sondern so wirtschaftlich effizient wie möglich.

Diese junge philosophische Bewegung firmiert unter den Namen "Effektiver Altruismus". In dieser Ausgabe von "Sein und Streit" sprechen wir mit Thomas Metzinger, Professor für theoretische Philosophie an der Uni Mainz und Mitbegründer der Stiftung Effektiver Altruismus.

Kleine Leute, große Fragen:

Unsere kleinen Philosophen fragen sich diese Woche: Was unterscheidet Tiere von Menschen?

Und diese Frage vertiefen wir auch in unserem philosophischen Wochenkommentar. Denn die Kuh ist vom Eis, bleibt aber im beengten Stall – es wird nämlich keinen Volksentscheid gegen Massentierhaltung in Brandenburg geben. Der Landtag hat sich mit den Initiatoren des Volksbegehrens auf einen Kompromiss geeinigt.

Die zentrale Forderung des Volksbegehrens allerdings bleibt erfolglos: Das Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände wird nicht eingeführt, damit bleibt das Tierschutzgesetz vor Gericht also nur schwer durchsetzbar.

Ein Kompromiss, der die entscheidende Frage, unbeantwortet lässt, kommentiert Friederike Schmitz.

Und wir beschäftigen uns mit den Philosophinnen der Neuzeit. Das 17. und 18. Jahrhundert hat zentrale Ideen für die moderne Philosophie hervorgebracht.

Man denke nur an Descartes, Spinoza, Hobbes, Hume, Rousseau und Kant.

Genau da aber beginnt auch ein Problem: Die genannten Denker sind so kanonisch geworden, dass wir die Philosophie der Neuzeit mit ihnen und nur ihnen identifizieren.

Catherine Newmark stellt uns das "Project Vox" vor – ein Webprojekt der amerikanischen Duke University, das weibliche Stimmen der neuzeitlichen Philosophie lesbar macht.

Schließlich gehen unsere Drei Fragen an den Moderator Jürgen Domian.

Religionen

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