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Konzert / Archiv | Beitrag vom 20.05.2017

OperViolinkonzert als Bonustrack

Aufzeichnung vom 12.2.17 aus der Staatsoper Hamburg

(Monika Rittershaus)
Schlussbild der Hamburger Aufführung mit Barbara Hannigan und Veronika Eberle (Monika Rittershaus)

Alban Berg hat seine „Lulu“-Oper nach dem Stück von Frank Wedekind als Fragment hinterlassen. Die Hamburger Aufführung bringt als Kompensation dafür Bergs komplettes Violinkonzert als Epilog – viel Musik fürs Geld.

Doch nicht nur wegen dieser großzügigen Finallösung – optisch gibt es dazu eine stumme Pantomime der "Lulu"-Darstellerin Barbara Hannigan mit der Geigensolistin Veronika Eberle nebst vier stummen Doubles – war die Kritik nach der Uraufführung nahezu einhellig begeistert, denn Regisseur Christoph Marthaler bringt uns die sonst oft als männerverschlingende Femme fatale präsentierte Titelfigur als einsam-eigenwillige, unverstandene und schutzbedürftige Frau menschlich ungewöhnlich nahe und gruppiert um sie herum ein homogenes, nie von billiger Karikaturistik angenagtes Ensemble.

Weil aber das Radio naturgemäß auf die optische Ebene verzichten muss, kann man bei dieser Aufzeichnung umso konzentrierter die Klangqualitäten der Aufführung genießen. Werner Theurich attestierte dem Dirigenten Kent Nagano per "Spiegel online" eine "gnadenlose Perfektion… alle Zerklüftungen der Partitur stehen wie gemeißelt neben den lyrischen Passagen: unwiderstehlich…" und erwärmt sich auch für die Schlusslösung mit dem von Veronika Eberle gespielten Violinkonzert, das ja biographisch tatsächlich in engster Nachbarschaft zur "Lulu"-Oper steht. Sein Fazit vor drei Monaten: "So müssen Premieren sein."

Alban Berg
"Lulu"
Oper in drei Akten
Libretto: Alban Berg nach Frank Wedekind

Epilog:
Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels"
Veronika Eberle, Violine

Barbara Hannigan, Sopran - Lulu
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran - Gräfin Geschwitz
Martin Pawlowsky, Sprecher - Der Medizinalrat
Peter Lodahl, Tenor - Der Maler / Der Neger
Jochen Schmeckenbecher, Bariton - Dr. Schön
Matthias Klink Tenor - Alwa
Sergei Leiferkus, Bass - Schigolch

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Leitung: Kent Nagano

Konzert

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