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Fazit / Archiv | Beitrag vom 07.04.2010

"Nothing Personal"

Jörg Taszman über einen in ruhigen Bildern erzählten Film

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Zwischen der Niederländerin Anne und dem Iren Martin gibt es eine Abmachung: Sie erzählen sich nie etwas Persönliches. Dafür darf die Tramperin bei dem eigenbrötlerischen Martin arbeiten. Auch wenn sie kaum etwas übereinander wissen, nähern sie sich einander an.

Irland / Niederlande 2009, Regie: Urszula Antoniak, Hauptdarsteller: Stephen Rea, Lotte Verbeek, 85 Minuten, ab 6 Jahren

Die junge Niederländerin Anne verlässt eines Tages ihr sicheres Amsterdamer Zuhause und trampt ziellos durch Irland. Dabei trifft sie auf den eigenbrötlerischen Martin, der ihr einen Deal anbietet. Essen gegen Arbeit. Anne besteht jedoch darauf, dass zwischen Beiden nie Persönliches zur Sprache kommen darf. Keine Namen, keine Fragen über Herkunft, Familie und so weiter.

Gerade deshalb nähern sich die beiden aber langsam aneinander an, ohne dass diese einfache Geschichte einer Zuneigung in ein Happy End mündet. Die aus Polen stammenden Regisseuren Urszula Antoniak, die in den Niederlanden ihre Filmausbildung erhielt, hat einen sehr persönlichen Film gedreht, der thematisch hier und da an eine weibliche Version "Into the Wild" oder eine entsexualisierte Fassung von "Der letzte Tango von Paris" erinnert, formal von den Filmen von Krzysztof Kieslowski beeinflusst.

Der in ruhigen Bildern erzählte Film lebt von den starken Darstellern, dem bekannten Stephen Rea und der Niederländerin Lotte Verbeek. Ein kleiner, sehr schöner, stimmiger Film.

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