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Interview / Archiv | Beitrag vom 06.01.2016

NordkoreaEine neue Qualität der Provokation

Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

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Das Foto zeigt angeblich, wie Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un den Befehl für den Test einer Wasserstoffbombe unterzeichnet. (picture-alliance / dpa / KCNA)
Das Foto zeigt angeblich, wie Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un den Befehl für den Test einer Wasserstoffbombe unterzeichnet. (picture-alliance / dpa / KCNA)

Nach eigenen Angaben hat Nordkorea eine Wasserstoffbombe getestet - Politiker weltweit haben sich empört geäußert. Wie kann der Westen auf die Provokation reagieren? Der Sicherheitsexperte Oliver Meier setzt auf die Kraft der Vereinten Nationen.

Nachdem die Regierung Nordkoreas den Test einer Wasserstoffbombe verkündet hat, planen die Vereinten Nationen nach Angaben Großbritanniens eine Verschärfung der Sanktionen gegen Pjöngjang. Der UN-Sicherheitsrat kam zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Viel Aufregung um eine fast schon gewöhnliche Provokation des kommunistischen Landes? Der Sicherheitsexperte Oliver Meier von der Stiftung Wissenschaft und Politik ist anderer Ansicht.

Der Waffentest "ragt schon heraus aus der Reihe anderer nordkoreanischer Provokationen", sagte Meier im Deutschlandradio Kultur.

"Ein Atomtest ist natürlich immer etwas besonders Bedrohliches, weil Atomwaffen nach wie vor die mächtigsten und gefährlichsten Waffen sind."

Möglichkeiten sind begrenzt

Allerdings seien "die Möglichkeiten, auf Nordkorea einzuwirken, begrenzt", so Meier weiter. Mit der Einberufung einer Dringlichkeitssitzung vergewisserten sich die Vereinten Nationen allerdings, "dass Nordkorea sich mit diesem Verhalten außerhalb der internationalen Normen stellt". Dies sei zu begrüßen.

"Und dadurch, dass man Sanktionen fortschreibt, möglicherweise sogar noch einmal verschärft, erhöht man natürlich die Kosten für Nordkorea, weiter nuklear aufzurüsten."

Die UN könnten außerdem bewirken, "dass Nordkorea selbst Raketentechnologie oder möglicherweise auch Nukleartechnologie an andere Staaten weitergibt, dafür braucht man einen internationalen Zusammenhalt". Man müsse weiterhin "andere Staaten nachdrücklich davor warnen, Technologie an Nordkorea weiterzugeben".

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