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Tonart | Beitrag vom 21.07.2017

Neues Album: "Lust for Life"Lana Del Reys schläfrige Lebenslust

Jenni Zylka im Gespräch mit Carsten Rochow

Die US-amerikanische Singer-Songwriterin Lana Del Rey steht bei einem Konzert am Montag (14.11.2011) im Roten Salon der Volksbühne in Berlin auf der Bühne. Lana Del Rey ist für insgesamt zwei Konzerte in Deutschland unterwegs. Ihr erstes Konzert gab sie in Köln. (picture-alliance / dpa / Jörg Carstensen)
Gute Laune statt Melancholie? Das verspricht zumindest der Titel von Lana Del Reys neuem Album "Lust for Life". (picture-alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Mit ihrer rauchigen Stimme und ihrem verträumten Schlafzimmerblick inszenierte sich Lana Del Rey bisher als Meisterin der Melancholie. Auf ihrem neuen Album "Lust for Life" soll es damit vorbei sein. Doch hat die Sängerin wirklich einen Imagewandel vollzogen?

Lana Del Rey heißt eigentlich Elizabeth Grant, ist 32 Jahre alt, inszeniert sich mit viel Eyeliner und Blumen im Haar gern als Retro-Girl. Ihre melancholischen Trailer Park-Hymnen "Video Games" und "Summertime Sadness" von der ersten Platte "Born to die" machten den traurig-sehnsüchtigen Sound der Sängerin 2011 weltbekannt.

Auf ihrer neuen vierten Platte, die ab sofort zu kaufen ist, scheint es aber vorbei zu sein mit der Wehmut – zumindest was den Titel betrifft. Das Album heißt nämlich "Lust for Life". Doch hat sich Lana Del Reys Musikstil wirklich geändert? Diese Frage diskutiert Carsten Rochow mit der Berliner Musikjournalistin Jenni Zylka.

Zylka unterstreicht im Gespräch, dass Del Rey in Ansätzen politischer geworden ist. Angesprochen auf das problematische Frauenbild, das Lana Del Rey in ihren früheren Songs oft vermittelte - im Song "Ultraviolence" sang sie davon, die Schläge ihres Freundes als Küsse zu empfinden -, betonte Zylka den spielerisch-künstlerischen Aspekt der Del-Rey-Inszenierung. Del Rey vermarkte sich und das erfolgreich. Zudem leben wir in Zeiten, in denen es, so Zylka, egal sein sollte, ...

"... wie lasziv oder kätzchenhaft eine Frau sich gibt. Weil, das hat etwas mit ihrem Geschmack zu tun. Und nicht mit dem Geschmack von irgendwelchen Männern. Von daher kann sie schon machen, was sie will."

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(Deutschlandfunk, Corso, 31.12.2011)

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