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Freitag, 24.11.2017

Tonart | Beitrag vom 30.03.2017

Neues Album des Orchestra BaobabAfrokubanischer Sound

Carsten Beyer im Gespräch mit Vincent Neumann

Das Orchestra Baobab wurde 1970 von dem Saxofonisten Baro N'Diaye in Dakar gegründet. Es ist noch immer aktiv - und stilprägend. (© Youri Lenquette)
Das Orchestra Baobab wurde 1970 von dem Saxofonisten Baro N'Diaye in Dakar gegründet. Es ist noch immer aktiv - und stilprägend. (© Youri Lenquette)

Sie sind so etwas wie der Buena Vista Social Club Westafrikas: Seit fast 50 Jahren ist das Orchestra Baobab eine echte Institution - auch über Afrika hinaus. Unser Kritiker Carsten Beyer hat viel Lob für ihr neues Album "Tribute to Ndiouga Dieng".

Trotz Pausen, Umbesetzungen und Verjüngung: Der Klang des Orchestra Baobab habe sich überraschenderweise nicht verändert, sagt Beyer. Sie seien ihrem afrokubanischen Sound treu geblieben. Dabei gebe es auch in der Weltmusik durchaus Bands, die "quasi nur noch als Schatten ihrer selbst durch die Gegend" tourten. Das sei hier definitiv anders:

"'Tribute to Ndiouga Dieng' ist wirklich ein tolles Album geworden, das dem großen Namen der Band keine Schande bereitet, mit ganz unterschiedlichen Einflüssen, aus dem Senegal, aus Guinea, aus Mali, aus Benin - und natürlich wieder aus der afrokubanischen Musik."

Das Album ehre zum einen Ndiouga Dieng, Gründungsmitglied des Baobab Orchstra, der während der CD-Aufnahmen im vergangenen November gestorben sei. Zugleich sei dies ein Neubeginn - mit einer jüngeren, stärker international ausgerichteten Besetzung. Dennoch klinge die Musik so, "als wären die alten Herren des Buena Vista Social Club wieder auferstanden - nur eben nicht in Havannna, sondern ein paar tausend Kilometer weiter südöstlich", sagt Beyer. "Wenn es immer noch Leute gibt, die bezweifeln, dass es ganz enge musikalische Bande gibt zwischen Westafrika und der Neuen Welt - denen kann ich dieses Album nur empfehlen."

Orchestra Baobab: "Tribute to Ndiouga Dieng", World Circuit, erscheint am 31. März 2017    

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