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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.05.2015

Neu im Kino: "Der Wald ist wie die Berge"Überleben in einem Roma-Dorf

Von Anke Leweke

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Ein typisches Dorf in Siebenbürgen, Rumänien, mit Dorfstraße und Steinhäusern. (imago / chromorange)
Ein typisches Dorf in Siebenbürgen, Rumänien (imago / chromorange)

Die Regisseure Christiane Schmidt und Didier Guillain haben ein Jahr lang die Bewohner eines rumänischen Roma-Dorfs begleitet. Ihr Film "Der Wald ist wie die Berge" zeigt, mit welcher Würde Menschen am Rande Europas ihr Schicksal meistern.

Irgendwo mitten in der rumänischen Einsamkeit liegt ein Roma-Dorf. Es gibt keine bepflasterte Straße zur nächst größeren Stadt. Und es gibt keine Arbeit. Man lebt von der Hand in den Mund, erntet, was der Boden hergibt, sammelt Holz zum Heizen. Mehr als ein Jahr lang hat das Regie-Duo Schmidt/Guillain die Dorfbewohner und deren Alltag beobachtet, ihre Kamera scheint fast unsichtbar, ordnet sich dem Takt des dortigen Lebens unter. Oberflächlich betrachtet könnte man sagen, dass die Männer, Frauen und Kinder mehr mit dem Überleben als mit dem Leben beschäftigt sind.

Einmal schaut ein kleines Mädchen seine Eltern weinend an: "Nie haben Roma Geld." Und dennoch dominiert keine Bitterkeit, vielmehr begegnet man einander mit Respekt und bildet eine Solidargemeinschaft. "Der Wald ist wie die Berge" zeigt, mit welcher Würde Menschen am Rande Europas ihr Schicksal meistern.

Der Wald ist wie die Berge
Dokumentarfilm Rumänien/Deutschland 2014; Regie: Christiane Schmidt, Didier Guillain; 101 Minuten

Mehr zum Thema:

Abwanderung aus dem Elend
(Deutschlandradio Kultur, Reportage, 23.10.2013)

Wie der Staat sich Probleme schafft
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 01.07.2013)

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(Deutschlandradio Kultur, Feature, 15.10.2011)

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