Seit 05:05 Uhr Studio 9
 

Donnerstag, 23.11.2017

Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 30.12.2013

NetzempfehlungenHightech-Jagd, Game-Klassiker, verlassene Orte

Surftipps im Dezember

Von Jörg Schieb

Podcast abonnieren
Navigation per GPS und Landkarte (Stock.XCHNG)
Freiluft-Muffel können Geocaching auch online spielen. (Stock.XCHNG)

Ein Mapcaching-Spiel für Outdoor-Muffel, eine Sammlung alter Computer- und Videospiele der 80er- und 90er-Jahre und eine fesselnde Galerie mit Bildern von Orten, die verfallen. Das sind die Surftipps im Dezember.

Virtuelle Schnitzeljagd im Wohnzimmer

Geocaching ist eine Art Schnitzeljagd mit Hightech-Unterstützung. Der Spieler sucht mit einem GPS-Gerät bewaffnet in der Landschaft versteckte Schätze, die in einer Karte eingetragen sind. Mit Mapcaching gibt es jetzt eine Alternative für Outdoor-Muffel. Der Spieler schaut sich per Google Streetview in der Welt um und muss Aufgaben lösen, in der Regel Fragen beantworten.

Unter www.mapcaching.de kann sich jeder kostenlos auf Schnitzeljagd begeben. Es gibt bereits Dutzende von Rätseln, die man lösen kann.

Ein Beispiel: Man landet in Googlehausen, dem Campus der Googlezentrale, und soll hier eine bestimmte Person finden. Dazu muss man sich virtuell, per Streetview, durch das Gelände bewegen und sich jede Person genau anschauen. Es geht darum, den Spruch auf einem T-Shirt zu entdecken. Klingt einfacher, als es ist: Die Aufgabe ist nicht mit wenigen Klicks erledigt, sondern erfordert Geduld und ein gutes Auge. Man muss sich schon gut umschauen, in der virtuellen Streetview-Welt.

Andere Aufgabe: der Schatz von Versailles. Der Spieler muss sich auf dem Gelände von Versailles bei Paris bewegen. Er soll Kübel, Säulen oder Stufen zählen. Nur wer alles richtig macht, kommt ans Ziel.

Jeder kann auch eigene Rätsel einstellen, mit Wegbeschreibungen, Aufgaben und Lösungen. Wer ein Rätsel löst, bekommt einen "Badge", eine Art Auszeichnung für ein gelöstes Rätsel. Wer sich bei Mapcaching registriert, kann auch alles speichern. Muss man aber nicht. Mapcaching: ein schöner Zeitvertreib für kalte Winterabende.

MyAbandonware: Klassiker der Computerspiele

SimCity 2000: Der Spieler kontrolliert eine Stadt, baut Straßen und Häuser und muss dafür sorgen, dass die Bürger der Stadt zufrieden sind. Ein Klassiker – nicht einfach zu spielen, aber unterhaltsam. SimCity 2000 wurde 1993 vorgestellt – und kann jetzt kostenlos im Internet geladen werden. So wie auch viele andere Klassiker aus der Welt der Computer- und Videospiele. Unter www.myabandonware.com gibt es eine Übersicht.

Auch Doom, Donkey, Battle Chess, King's Quest oder Warcraft II, insgesamt mehr als ein Dutzend solcher Spiele können geladen und gespielt werden.Die ältesten haben bereits über 30 Jahre auf dem Buckel, viele von ihnen haben aber kaum etwas von ihrem Charme eingebüßt.

Die Games wurden in der Regel für DOS-Computer entwickelt. Deshalb braucht es eine sogenannte DOS-Box, eine spezielle Software, die auf modernen Rechnern einen alten DOS-Rechner simuliert – gibt es ebenfalls kostenlos. Einmal installiert, kann man sich mit den Klassikern von einst vergnügen.

Für alle, die mit Computer und Videospielen aus den 80er- und 90er-Jahren groß geworden sind, ist abandonware.com eine Art Eldorado. Eine Fundgrube. Es setzt allerdings schon etwas Geduld und Geschick voraus, die Spiele zu laden und unter der DOS-Box zum Laufen zu bringen. Das ist nicht für jeden etwas. Aber wer Spaß an den Klassikern hat, wird die Mühe gerne auf sich nehmen.

Außergewöhnliche Fotos von verlassenen Orten

Es gibt den schönen Begriff "Geisterstadt". Für Orte, die menschenleer sind. Leere Straßen. Leere Gebäude. Der Verfall setzt ein. Wo einst jede Menge Menschen gelebt oder gearbeitet haben, herrscht nur noch Stille. Die Natur erobert das Gebiet zurück. Nach und nach.

Unter www.springhin.de/verlasseneorte kann man sich Fotos von 20 solcher Orte anschauen. Beeindruckende Fotos, etwa von einem leeren Hotel in Kolumbien, an einer Hanglage gebaut. Ein einst beeindruckendes Gebäude, das aussieht, als wäre es die Vorlage für Alfred Hitchcocks Filmklassiker "Psycho" gewesen. Ein bisschen gespenstig, dunkel. Dem Verfall nahe, aber interessant.

Oder das Foto vom verlassenen Eisenbahndepot in Polen. Hier stehen ausgemusterte Züge herum, farbenfroh, mit Graffiti besprüht – aber seit Jahren nicht bewegt. Alles sieht aus, als hätten die Menschen das Depot von einem Moment auf den nächsten verlassen. Das Foto unterstreicht die besondere Ästhetik des Orts.

Die Fotogalerie fesselt einen. Man betrachtet verlassene Städte, Arbeitsplätze Freizeitparks oder auch komplette Inseln. Und obwohl nicht mehr im Einsatz, von Menschen verlassen, erzählen die Orte eine Geschichte, beeindruckend.

Mehr zum Thema:
28.11.2013 | ELEKTRONISCHE WELTEN
Hobbits besuchen und Dylan hören
Surftipps im November
29.10.2013 | ELEKTRONISCHE WELTEN
Rund ums Radio
Surftipps im Oktober
30.09.2013 | ELEKTRONISCHE WELTEN
Eis-Geräusche, ein Film über Teenager im Social Web, lebendige Fotos
Surftipps im September

Elektronische Welten

MedizinKrank gespielt
Eine Geige, eine Flöte, eine Mundharmonika und ein Banjo liegen auf einem Notenblatt.   (picture-alliance / dpa / Wolfgang Thieme)

Einige leiden unter Kreuzschmerzen, andere bekommen verkrümmte Finger: Viele Musiker leiden unter Berufskrankheiten. Wissenschaftler der ETH Zürich wollen den Ursachen häufiger Beschwerden auf den Grund gehen.Mehr

EmpfehlungenAbenteuer, Strategie, Denkspiel
Das Exemplar einer durchsichtigen Sonderedition des ersten Gameboys ist am 14.04.2014 im Computerspielmuseum in Berlin in einer Vitrine zu sehen. (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Im Sommer gibt es wenig Neues auf dem Spielemarkt, wir haben dennoch drei Spiele gefunden. Man kann sich als strategisch denkender Ermittler austoben, sich auf eine gefährliche Insel begeben oder ein Männchen durch ein Level zum Ausgang führen. Mehr

GefahrgutEin Roboter für den Treibstofftransport
Mitarbeiter in der PCK Raffinerie GmbH im brandenburgischen Schwedt  (dpa / picture alliance / Patrick Pleul)

Roboter gibt es heute in vielen Bereichen. Auch die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt will künftig eine mobile Maschine einsetzen. Dort soll sich ein Roboter sogar in komplexen Situationen von selbst zurechtfinden.Mehr

weitere Beiträge

Wissenschaft und Technik

Drogen"Kommt ein guter Rauch"
Vier E-Shishas (dpa / picture alliance / Daniel Reinhardt)

Eine E-Shisha ist wesentlich kleiner als die orientalische Wasserpfeife und ähnelt in der Funktion einer elektronischen Zigarette. Die meist sehr bunten elektronischen Shishas machen Jugendliche glücklich − Eltern und Suchtexperten sind hingegen besorgt.Mehr

weitere Beiträge

Breitband

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur