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Fazit / Archiv | Beitrag vom 13.11.2016

Nachwuchs-Lesemarathon Open Mike "Ich habe lange auf Geschichten gewartet"

Jörg Magenau im Gespräch mit Marietta Schwarz

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Die Gewinner des Open Mike 2016:  Thilo Dierkes, Sandra Burkhardt, Benjamin Quaderer und Rudi Nuss (Preis der "taz"-Publikumsjury) (v.l.) (Juliane Henrich)
Die Gewinner des Open Mike 2016: Thilo Dierkes, Sandra Burkhardt, Benjamin Quaderer und Rudi Nuss. (Juliane Henrich)

Verleger und Literaturagenten sitzen im Publikum: Wer beim Nachwuchs-Lesewettbewerb "Open Mike" in Berlin auffällt, bekommt einen Vertrag. Für unseren Kritiker Jörg Magenau war das Zuhören aber auch eine Geduldsprobe.

Der "Open Mike" wird von manchen auch Klein Klagenfurt genannt: ein Literaturpreis für Nachwuchsautoren, die nicht älter als 35 sind und noch kein eigenes Buch veröffentlicht haben.

Der gravierende Unterschied zum Klagenfurter Literaturwettbewerb besteht allerdings darin, dass die Nominierten nicht öffentlich und möglichst publikumswirksam von der Jury zerpflückt werden.

Hauptpreis für Geschichte aus der Kleinstadt 

Rund 550 Autorinnen und Autoren hatten sich in diesem Jahr beworben, 22 davon traten an. Jeder durfte bei der Veranstaltung im Heimathafen in Berlin-Neukölln 15 Minuten lang lesen.

Nun stehen die Gewinner fest: für die Lyrik Sandra Burkhardt aus Leipzig, in der Gattung Prosa Benjamin Quaderer aus Berlin und auf Platz eins Thilo Dierkes aus Freiburg.

"Das war ein Text, der die Zuschauer auch mitgenommen hat", berichtet Jörg Magenau, "da geht es um eine Kleinstadt - um eine Provinzstadt, die sehr langweilig ist und in der eigentlich das Glück ausgetrieben werden muss, wo es zum Beispiel ratsam ist neben Kinderwagen zu rauchen, damit die Kinder nicht allzu behütet aufwachsen."

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