Seit 17:30 Uhr Tacheles
 

Samstag, 20.01.2018

Fazit / Archiv | Beitrag vom 13.11.2016

Nachwuchs-Lesemarathon Open Mike "Ich habe lange auf Geschichten gewartet"

Jörg Magenau im Gespräch mit Marietta Schwarz

Podcast abonnieren
Die Gewinner des Open Mike 2016:  Thilo Dierkes, Sandra Burkhardt, Benjamin Quaderer und Rudi Nuss (Preis der "taz"-Publikumsjury) (v.l.) (Juliane Henrich)
Die Gewinner des Open Mike 2016: Thilo Dierkes, Sandra Burkhardt, Benjamin Quaderer und Rudi Nuss. (Juliane Henrich)

Verleger und Literaturagenten sitzen im Publikum: Wer beim Nachwuchs-Lesewettbewerb "Open Mike" in Berlin auffällt, bekommt einen Vertrag. Für unseren Kritiker Jörg Magenau war das Zuhören aber auch eine Geduldsprobe.

Der "Open Mike" wird von manchen auch Klein Klagenfurt genannt: ein Literaturpreis für Nachwuchsautoren, die nicht älter als 35 sind und noch kein eigenes Buch veröffentlicht haben.

Der gravierende Unterschied zum Klagenfurter Literaturwettbewerb besteht allerdings darin, dass die Nominierten nicht öffentlich und möglichst publikumswirksam von der Jury zerpflückt werden.

Hauptpreis für Geschichte aus der Kleinstadt 

Rund 550 Autorinnen und Autoren hatten sich in diesem Jahr beworben, 22 davon traten an. Jeder durfte bei der Veranstaltung im Heimathafen in Berlin-Neukölln 15 Minuten lang lesen.

Nun stehen die Gewinner fest: für die Lyrik Sandra Burkhardt aus Leipzig, in der Gattung Prosa Benjamin Quaderer aus Berlin und auf Platz eins Thilo Dierkes aus Freiburg.

"Das war ein Text, der die Zuschauer auch mitgenommen hat", berichtet Jörg Magenau, "da geht es um eine Kleinstadt - um eine Provinzstadt, die sehr langweilig ist und in der eigentlich das Glück ausgetrieben werden muss, wo es zum Beispiel ratsam ist neben Kinderwagen zu rauchen, damit die Kinder nicht allzu behütet aufwachsen."

Mehr zum Thema

Literaturdebüt - Die Open-Mike-Gewinner 2016
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 14.11.2016)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsWie man einen "Murakami" schreibt
Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami bei einer Lesung in Odense, Dänemark, wo er mit dem Hans-Christian-Anderesen-Literatur-Award 2016 ausgezeichnet wurde. (picture alliance / dpa / Henning Bagger)

Haruki Murakamis neues Buch beschäftigt sowohl die "Süddeutsche Zeitung" als auch die "Welt". Letztere geht sogar soweit, eine Art Rezept mit allen nötigen Ingredienzien für die Verfassung eines Murakami-Romans zu veröffentlichen.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Georg Baselitz in der SchweizEine Doppelschau zum 80. Geburtstag
Maler Georg Baselitz 

Georg Baselitz gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Künstler der Gegenwart. Die Kunstkritik tut sich aber schwer mit ihm. Er habe so lange auf Unangepasstheit gesetzt, bis er im Establishment ankam, so der Vorwurf. Das Kunstmuseum Basel ehrt ihn jetzt mit einer Doppelschau. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur