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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.02.2016

Museum der Moderne für BerlinEin Wettbewerb, der vor allem Probleme aufzeigt

Nikolaus Bernau im Gespräch mit Andrea Gerk

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Eine Frau bei der Vorstellung der Ergebnisse des Ideenwettbewerbes für das Museum des 20. Jahrhunderts am Berliner Kulturforum (picture alliance / dpa / Paul Zinken)
(picture alliance / dpa / Paul Zinken)

Lediglich zehn der 463 eingereichten Entwürfe für den Museumsneubau im Berliner Kulturforum haben es in die Vorstellungsphase geschafft. Für den Architekturkritiker Nikolaus Bernau lässt das nur einen Schluss zu: "Der Wettbewerb hat gezeigt, wie viele große Probleme wir noch haben."

Der geplante 200 Millionen Euro teure Berliner Museumsneubau "M20" zur Kunst des 20. Jahrhunderts nimmt weiter Konturen an: Am Freitag präsentierten Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, zehn ausgewählte Entwürfe aus einem internationalen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Areals am Berliner Kulturforum.

"Wir haben versucht, hier eine städtebauliche Kulturförderung für das gesamte Gelände, für das ganze Kulturforum mitzudenken", sagte der Präsident die Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz,Hermann Parzinger, im Deutschlandradio Kultur. Parzinger kündigte an, dass mit der Bebauung der letzten großen freien Fläche des Geländes der gesamte Platz zusammengebracht werden kann. Und er spricht davon, "diesen Ort also wirklich zu vollenden". 

Der Architekturkritiker Nikolaus Bernau allerdings widerspricht Parzinger hier vehement. Mit den Entwürfen aus dem nun beendeten Wettbewerb könne dieser Ort nicht beendet werden: "Es scheint ein Wettbewerb gewesen zu sehen, der auf sehr niedrigem Niveau abgelaufen ist." Beleg dafür sei die Auswahl der nun vorgestellten Entwürfe: Lediglich zehn waren das nun, statt der angekündigten zwanzig.

"Der Wettbewerb hat insgesamt vor allem gezeigt, wie viele große Probleme wir da noch haben", sagte Bernau.

 

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