Seit 01:05 Uhr Tonart
 

Sonntag, 21.01.2018

Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.02.2016

Museum der Moderne für BerlinEin Wettbewerb, der vor allem Probleme aufzeigt

Nikolaus Bernau im Gespräch mit Andrea Gerk

Podcast abonnieren
Eine Frau bei der Vorstellung der Ergebnisse des Ideenwettbewerbes für das Museum des 20. Jahrhunderts am Berliner Kulturforum (picture alliance / dpa / Paul Zinken)
(picture alliance / dpa / Paul Zinken)

Lediglich zehn der 463 eingereichten Entwürfe für den Museumsneubau im Berliner Kulturforum haben es in die Vorstellungsphase geschafft. Für den Architekturkritiker Nikolaus Bernau lässt das nur einen Schluss zu: "Der Wettbewerb hat gezeigt, wie viele große Probleme wir noch haben."

Der geplante 200 Millionen Euro teure Berliner Museumsneubau "M20" zur Kunst des 20. Jahrhunderts nimmt weiter Konturen an: Am Freitag präsentierten Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, zehn ausgewählte Entwürfe aus einem internationalen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Areals am Berliner Kulturforum.

"Wir haben versucht, hier eine städtebauliche Kulturförderung für das gesamte Gelände, für das ganze Kulturforum mitzudenken", sagte der Präsident die Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz,Hermann Parzinger, im Deutschlandradio Kultur. Parzinger kündigte an, dass mit der Bebauung der letzten großen freien Fläche des Geländes der gesamte Platz zusammengebracht werden kann. Und er spricht davon, "diesen Ort also wirklich zu vollenden". 

Der Architekturkritiker Nikolaus Bernau allerdings widerspricht Parzinger hier vehement. Mit den Entwürfen aus dem nun beendeten Wettbewerb könne dieser Ort nicht beendet werden: "Es scheint ein Wettbewerb gewesen zu sehen, der auf sehr niedrigem Niveau abgelaufen ist." Beleg dafür sei die Auswahl der nun vorgestellten Entwürfe: Lediglich zehn waren das nun, statt der angekündigten zwanzig.

"Der Wettbewerb hat insgesamt vor allem gezeigt, wie viele große Probleme wir da noch haben", sagte Bernau.

 

Mehr zum Thema

Berliner Kulturforum - Erste Entwürfe für Museum der Moderne ausgewählt
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 12.02.2016)

Berliner "Museum der Moderne" - Auf der Suche nach einem Geniestreich
(Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 03.12.2015)

Flüchtlinge in Bulgarien - Adaption statt Integration?
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 04.11.2015)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsWie man einen "Murakami" schreibt
Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami bei einer Lesung in Odense, Dänemark, wo er mit dem Hans-Christian-Anderesen-Literatur-Award 2016 ausgezeichnet wurde. (picture alliance / dpa / Henning Bagger)

Haruki Murakamis neues Buch beschäftigt sowohl die "Süddeutsche Zeitung" als auch die "Welt". Letztere geht sogar soweit, eine Art Rezept mit allen nötigen Ingredienzien für die Verfassung eines Murakami-Romans zu veröffentlichen.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Georg Baselitz in der SchweizEine Doppelschau zum 80. Geburtstag
Maler Georg Baselitz 

Georg Baselitz gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Künstler der Gegenwart. Die Kunstkritik tut sich aber schwer mit ihm. Er habe so lange auf Unangepasstheit gesetzt, bis er im Establishment ankam, so der Vorwurf. Das Kunstmuseum Basel ehrt ihn jetzt mit einer Doppelschau. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur