Seit 05:05 Uhr Studio 9

Dienstag, 24.04.2018
 
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Hörspiel | Sendung am 20.05.2018 um 18:30 Uhr

Mit dem Prix Italia 1978 ausgezeichnetes Hörspiel von George TaboriWeissmann und Rotgesicht

Von George Tabori

24. Mai 2004: George Tabori während einer Gala anlässlich seines 90. Geburtstags. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
24. Mai 2004: George Tabori während einer Gala anlässlich seines 90. Geburtstags. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Der Jude Arnold Weissmann ist auf dem Weg nach New York, um in dem Park Ecke Riverside/99. Straße die Asche seiner an einem verspäteten Weisheitszahn gestorbenen Frau Bella auszustreuen; nachdem er sich im Gebirge verirrt, und ein weißer Jäger ihm sein Auto abgenommen hat, trifft er auf einen jungen 'Einheimischen', einen Indianer, also ebenfalls einen Außenseiter. Zwischen beiden entwickelt sich ein ritualhafter Kampf.

Von George Tabori
Übersetzung: Ursula Grützmacher-Tabori
Regie: Jörg Jannnings
Komposition: Birger Heymann
Mit: George Tabori, Leopold Hainisch, Heinz Hoenig, Michael Achilles (Flöte)
Ton: Wolfgang Henrich
Produktion: NDR 1978

Länge: 61'15

George Tabori (1914–2007), in Ungarn geborener Jude, vielfach ausgezeichneter Dramatiker, Übersetzer, Journalist, Drehbuchautor, Theaterintendant, Schauspieler und Spielmacher – die Bezeichnung Regisseur lehnte er als zu autoritär ab. Seine engste Familie wurde von den Nazis ermordet. Tabori emigrierte 1935 nach England und ging 1947 in die USA. Ende der 1960iger-Jahre kehrte er nach Europa zurück, gründete das Bremer Theaterlabor und hatte mit "Die Kannibalen" 1969 die erste Uraufführung in Berlin. Die meisten seiner Prosatexte wurden als Hörspiele adaptiert und von Jörg Jannings inszeniert. Tabori erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis 1992, den Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk 2001 und den FAUST-Theaterpreis 2006. Das Stück "Weissmann und Rotgesicht" wurde mit dem internationalen PRIX ITALIA ausgezeichent.

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