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Tonart | Beitrag vom 15.03.2017

Missverstandene Pop-SongsLiebe? Es geht um Stalking!

Michael Behrendt im Gespräch mit Mathias Mauersberger

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Die Band "The Police" mit Sänger Sting (l.) bei einem Auftritt Anfang der 80er-Jahre. (imago/United Archives)
Die Band "The Police" mit Sänger Sting (l.) bei einem Auftritt Anfang der 80er-Jahre. (imago/United Archives)

Die meisten Menschen kennen Police' "Every Breath You Take" als Schmusehit. Doch eigentlich geht es in dem Song um Stalking. Eines von 66 missverstandenen Liedern, die Michael Behrendt in seinem neuen Buch "I don't like Mondays" vorstellt.

Immer wieder werden Pop-Songs missverstanden: Da verwendete zum Beispiel Ronald Reagan in seinem Wahlkampf Bruce Springsteens "Born in the USA" als patriotische Hymne, obwohl es eigentlich ein sehr amerikakritisches Lied ist. 

"Es geht um Kriegsheimkehrer, die eben noch nicht mal Sozialhilfe kriegen und im Stich gelassen werden vom Staat. Aber das hat Herrn Reagan offenbar nicht interessiert", sagt Michael Behrendt. In seinem Buch "I don't like Mondays" hat Behrendt 66 Fälle von Popsongs zusammengetragen, die vom Publikum gründlich missverstanden wurden.

Auch Adeles "Someone Like You" handelt von Stalking

Zum Beispiel auch "Every Breath You Take" von Police, das gemeinhin als Schmusehit gilt. Aber: "Die Liebe in diesem Song ist lange vorbei. Und dieser Mensch steigt aber der ehemaligen Geliebten immer noch hinterher. Und zwar nicht nur durch ein paar Anrufe, sondern er beobachtet sie auf Schritt und Tritt, nachts sogar, wenn sie schläft. Er guckt, wo sie hingeht. Und das ist eigentlich klassisches Stalking. Das hat mit romantischer Liebe nichts mehr zu tun." In diese Kategorie der Stalking-Songs falle im Übrigen auch Adeles "Someone Like You".

Michael Behrendt: "I don't like Mondays. Die 66 größten Songmissverständnisse"
Theiss-Verlag, Darmstadt 2017
224 Seiten, 19,95 Euro. Erscheint am 16. März

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