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Fazit / Archiv | Beitrag vom 28.10.2015

Michael von FaulhaberEin umstrittener Kardinal geht online

Andreas Wirsching im Gespräch mit Christine Watty

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Undatierte Aufnahme von Kardinal Michael von Faulhaber (1869-1952). Er war von 1917 an Erzbischof von München und Freising und wurde 1921 zum Kardinal ernannt. (dpa / picture alliance / UPI)
Undatierte Aufnahme von Kardinal Michael von Faulhaber (1869-1952). Er war von 1917 an Erzbischof von München und Freising und wurde 1921 zum Kardinal ernannt. (dpa / picture alliance / UPI)

Der Erzbischof von München und Freising war eine maßgebliche Persönlichkeit der Katholischen Kirche im Nationalsozialismus. Die Tagebücher des Kardinals von Faulhaber werden nun in einer Online-Edition zugänglich gemacht - wir sprechen mit Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte.

Christine Watty: Selbst wenn es um eine historisch wichtige Persönlichkeit geht, fühlt es sich ein bisschen seltsam an, in ihrem Tagebuch zu blättern – so erging es mir, als ich in den seit heute online stehenden ersten persönlichen Tagebuchaufzeichnungen von Kardinal Michael von Faulhaber stöberte.

Ehemaliger Erzbischof von München und Freising und eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Katholischen Kirche in der NS-Zeit, er lebte von 1869 bis 1952. Seine Tagebücher werden nun Stück für Stück online gestellt – und so kann man dann in Faulhabers Erinnerungen vom Kirchen-Alltag ebenso wie von Ängsten, Zahnentzündungen und politischen Umbrüchen lesen.

Dafür werden die Aufzeichnungen aus der Gabelsberger Schrift, einem Vorläufer der Stenografie, übersetzt unter der Leitung von Andreas Wirsching vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Hubert Wolf von der Universiät Münster.

Haben auch Historiker ein paar Vorbehalte, wenn sie in alten Tagebuch-Aufzeichnungen wie denen des Kardinals von Faulhaber lesen?

Das fragt Christine Watty den Historiker Andreas Wirsching in der Sendung Fazit am Mittwoch 28.10. ab 23.05 Uhr.

Kulturpresseschau

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