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Literatur / Archiv | Beitrag vom 22.07.2012

Meine Armut kotzt mich an

Literatur über das prekäre Leben

Von Elke Brüns und Ralph Gerstenberg

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Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an.  (picture alliance / dpa)
Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an. (picture alliance / dpa)

Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung - immer häufiger nehmen sich Schriftsteller sozialer Themen an, die in den 90er-Jahren im Zeichen von Pop-Literatur, Generationen- und Wenderomanen vernachlässigt wurden. Clemens Meyer, Katharina Hacker, Annett Gröschner oder Thomas Melle beteiligen sich mit ihren Schilderungen sozialer Schieflagen an aktuellen Debatten um neue Armut, Prekariat, Exklusion.

Dabei wird deutlich, dass Armut nicht nur eine soziale, sondern auch eine kulturelle Dimension besitzt. Was Armut ist und wer als arm gilt, hängt davon ab, wie die jeweilige Mangellage wahrgenommen und empfunden wird. So steht die materielle Misere von Underdogs, Losern und Kleinkriminellen neben der kalten, immateriellen, seelischen Armut Wohlsaturierter oder dem Mangel an Sinn und Individualität in der Szene sogenannter Hippster. Wer heute noch angesagt ist, kann morgen schon abgeschrieben sein. Ein Feature über eine Literatur, die sich der prekären Existenz stellt, die für viele Menschen längst Realität geworden ist.


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Literatur

Über den Schriftsteller Johannes BobrowskiDer sarmatische Traum
Blick über die Landschaft am ehemaligen Friedrichsgraben, heute Polesskij Kanal, bei Polessk, früher Labiau, am 02.09.2002. Pollesk liegt heute im zu Russland gehörenden Kaliningrader Gebiet - im früheren Ostpreußen. (picture alliance / dpa / Tom Schultze / Transit)

Anfang der 60er-Jahre pilgerten junge Wilde aus der Gruppe 47 zu Johannes Bobrowski - vor 100 Jahren geboren - in die DDR. Die Heimatregion Bobrowskis - vom früheren Ostpreußen bis zum Baltikum - war für den Schriftsteller ein Sehnsuchtsraum, für den er das alte Wort Sarmatien benutzte.Mehr

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