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Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 09.12.2016

Meditation trifft ImprovisationZen ist die größte Lüge aller Zeiten. Film für ein Hörstück

Von Werner Penzel

Produktionsfoto zu "Zen ist die größte Lüge aller Zeiten". (Takashi Ichigawa)
Produktionsfoto zu "Zen ist die größte Lüge aller Zeiten". (Takashi Ichigawa)

Zen ist reiner Selbstzweck. Es "bringt uns überhaupt nichts", so der Meister Kōdō Sawaki (1880-1965), "was auch immer du gerade denkst, schon istʼs wieder vorbei."

In dieser Hinsicht ähnelt Zen der freien Improvisation, die nur gelingt, wenn man beim Spielen stets aufmerksam bleibt und sich dem Risiko des Moments überlässt. Werner Penzel verwendet Sawakis Texte neben Tonaufnahmen aus dem Kloster Antai-ji, um ein feines Wechselspiel der beiden Impromusiker Fred Frith und Ikue Mori in Gang zu setzen.

Zum Nachhören

Zitate von Kōdō Sawaki
Übersetzung aus dem Japanischen: Muho Nölke
Realisation: Werner Penzel
Mit: Andrea Hörnke-Trieß
Violine: Ada Gosling
Perkussion: Bernd Settelmayer
Komposition: Ikue Mori und Fred Frith
Originaltonaufnahmen: Ayako Mogi
Tontechnik: Peter Hardt
Produktion: BR 2015

Länge: 51'25

Werner Penzel, geboren 1950 in Süddeutschland, lebt in Awaji-shima, Japan. Er ist Filmemacher und Regisseur.

Ikue Mori, geboren 1958 in der Präfektur Tokio, lebt als Performerin, Improvisatorin, Schlagzeugerin und Live-Elektronikerin in New York. Künstlerische Zusammenarbeit u.a. mit John Zorn, Elliott Sharp, Tom Cora, Zeena Parkins und Jim Staley.

Fred Frith, geboren 1949 in Heathfield, East Sussex, lebt in Oakland, Kalifornien. Er ist Musiker und Multi-Instrumentalist. Zusammenarbeit u.a. mit John Zorn, Bill Laswell, Brian Eno, Robert Wyatt, Sally Potter, The Residents, Attwenger und Heiner Goebbels.

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