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Dienstag, 20.02.2018
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 30. Januar 2018

Marie Sophie Hingst ist Bloggerin des Jahres

"Goldene Blogger" werden in 18 Kategorien verliehen

Marie Sophie Hingst wurde für ihren Blog „Read on my Dear, read on" zur Bloggerin des Jahres gekürt. Über den Preis wurde in Berlin per Saal-, Online-, und Juryvoting abgestimmt. Die "Goldenen Blogger" werden in 17 weiteren Kategorien verliehen, unter anderem für Twitter- oder Instagram-Accounts. Ein Jury-Sonderpreis ging an den Journalisten Richard Gutjahr für seinen Kampf gegen Hass im Netz. Verschwörungstheoretiker hetzen gegen ihn, seitdem er nicht nur Zeuge des Terrorattentats in Nizza, sondern auch des Amoklaufs am Olympia-Einkaufszentrum München geworden war. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Deutschlandfunkkultur-Mitarbeiter Philipp Banse für seinen Podcast "Lage der Nation".

Lastwagen beschädigt Nazca-Linien in Peru

Tier- und Pflanzendarstellungen sind über 2000 Jahre alt

Ein Lastwagen sei trotz Verbotsschildern auf die Weltkulturerbestätte gefahren und habe Teile von drei Erdzeichnungen beschädigt, teilte das Peruanische Kulturministerium mit. "Der Lastwagen hat auf einer Länge von rund 100 Metern tiefe Spuren hinterlassen." Wächter stoppten den Fahrer und alarmierten die Polizei. Bei den Nazca-Linien handelt es sich um sogenannte Scharrbilder von gewaltigem Ausmaß, die in den sandigen Boden gekratzt wurden. Die 70 Bilder - darunter ein 135 Meter großer Affe und ein Kolibri mit 66 Metern Flügelspannweite - sind nur von der Luft aus zu sehen. Angefertigt wurden die 1994 zum Weltkulturerbe erklärten Bilder von der Nazca-Kultur im Süden Perus. Warum, ist bis heute ein großes Rätsel. Womöglich dienten die Bilder zeremoniellen Zwecken.

"Glee"-Star Mark Salling mit 35 Jahren gestorben

Schauspieler drohte Haftstrafe wegen Besitz von Kinderpornografie

In der Fernsehserie "Glee" war er der wortkarge Footballspieler "Puck". Der US-Schauspieler Mark Salling, der zuletzt wegen des Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht stand, ist überraschend gestorben. Salling hatte sich im Dezember wegen Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht schuldig bekannt. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft drohten ihm vier bis sieben Jahre Haft. Der Schauspieler war im Dezember 2015 festgenommen worden. Laut Staatsanwaltschaft hatten die Ermittler Tausende pornografische Fotos und Videos von Minderjährigen in seiner Wohnung gefunden. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus.

D-Day-Landungsstrände als Weltkulturerbe

Frankreich reicht Antrag beim Weltkulturerbe-Komitee ein

Frankreich will die Landungsstrände der Alliierten im Zweiten Weltkrieg zum Unesco-Weltkulturerbe erklären lassen. Die Landungsstrände des D-Day in der nordfranzösischen Normandie würden "die Spuren und die Erinnerung eines Kampfes für die Freiheit und den Frieden" tragen, erklärte das französische Kulturministerium. Das Weltkulturerbe-Komitee werde die Kandidatur im Juli 2019 prüfen. Zum Weltkulturerbe soll laut der französischen Bewerbung ein 80 Kilometer langer Küstenstreifen zwischen den Gemeinden Ravenoville und Ouistreham erklärt werden. Dort waren am 6. Juni 1944 - dem D-Day - mehr als 150.000 Soldaten der Alliierten im Kampf gegen Nazi-Deutschland gelandet. Die Landungsstrände Utah, Omaha, Gold, Sword und Juno ziehen nach Angaben der Region Normandie jedes Jahr knapp zwei Millionen Touristen an.

Geldsegen für Bauhaus-Erbe

Millionen aus SED-Vermögen fleißen in die Denkmalpflege

Sachsen-Anhalt will mit seinem Anteil an früherem SED-Vermögen unter anderem zwei Ensembles für das anstehende Bauhaus-Jubiläum aufhübschen. Ein Teil der Summe solle in die Laubenganghäuser in Dessau-Törten fließen, sagte Regierungssprecher Matthias Schuppe. Das Ensemble war voriges Jahr in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen worden. Auch die Gartenstadt-Kolonie in Magdeburg-Reform, eine Mustersiedlung aus den 1920er Jahren, solle erneuert werden. Sachsen-Anhalt feiert nächstes Jahr das 100. Bauhaus-Jubiläum. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten fließen Deutschland 185 Millionen Euro früheren SED-Vermögens aus DDR-Zeiten zu. Das Geld war auf einer Schweizer Bank deponiert worden. Sachsen-Anhalts Anteil belaufe sich auf 35 Millionen Euro, wie Finanzminister André Schröder sagte.

Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für Énard

Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert

Der französische Schriftsteller und Übersetzer Mathias Énard erhält den diesjährigen Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er werde die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung am 6. Mai in Weimar in Empfang nehmen, teilte die Stiftung mit. Der in Barcelona lebende Autor sei "ein virtuoser und vielsprachiger Vordenker der orientalischen Renaissance", begründete die Jury ihre Entscheidung. Stiftungsvorsitzender Norbert Lammert nannte seine Romane ein kosmopolitisches Werk des Friedens und der Freiheit. Zu Énards Büchern zählen "Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten", "Straße der Diebe" und "Kompass". Im vergangenen Jahr hatte Énard für "Kompass" den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung bekommen.

Sejima Kazuyo wird Pritzker-Preis-Jurorin

Ehemalige Preisträgerin vergibt künftig internationale Architektur-Auszeichnung

Die japanische Architektin Sejima Kazuyo wurde in die Jury des internationalen Pritzker Architecture Prize berufen. Kazuyo ist Mitbegründerin des Tokioer Architekturbüros Sanaa und lehrt unter anderem an der polytechnischen Hochschule in Mailand. 2010 war sie selbst Preisträgerin. Ausschlaggebend für ihre Berufung sei ihre ermutigende Einstellung zu neuen architektonischen Kreationen und ihr internationaler Hintergrund, so Glenn Murcutt, Vorsitzender der Jury. Der Pritzker-Preis zählt zu den wichtigsten internationalen Architekturpreisen und wird dieses Jahr zum 40. Mal vergeben.

Förderprogramm für leistungsstarke Schüler

Bund und Länder stellen 125 Millonen Euro bereit

Bund und Länder wollen leistungsstarke Schüler besser unterstützen. 125 Millionen Euro wollen sie für die Initiative bereitstellen. Hochbegabte Schüler sollen so in Zukunft früher entdeckt und gefördert werden. Eine "chancengerechte Bildungspolitik" bedeutet für Bildungsministerin Johanna Wanka auch, "den leistungsstarken und talentierten jungen Menschen die bestmöglichen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können". An dem Programm sollen erstmal 300 Schulen im Zeitraum von 2018 bis 2022 teilnehmen. Diese werden von den Ländern ausgewählt. Im Anschluss sollen die entwickelten Konzepte in einer zweiten Phase auf ihre Wirksamkeit überprüft und weiteren Schulen zur Verfügung gestellt werden.

Auswahl für das Theatertreffen steht

Münchner Kammerspiele sind doppelt vertreten

Die Münchner Kammerspiele sind beim diesjährigen Theatertreffen in Berlin gleich zwei Mal vertreten. Die Jury lud Anna-Sophie Mahlers Inszenierung des Romans "Mittelreich" und das von Christopher Rüping eingerichtete Brecht-Stück "Trommeln in der Nacht" zu dem renommierten Festival ein, wie die Veranstalter mitteilten. Insgesamt werden vom 4. bis 21. Mai zehn bundesweit herausragende Inszenierungen gezeigt. Aus Berlin geladen sind der einstige Volksbühnen-Chef Frank Castorf mit seinem "Faust", die Berliner Schaubühne und die Produktion "Nationaltheater Reinickendorf". Aus Hamburg kommen das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater. Österreich und die Schweiz sind mit dem Burgtheater Wien, dem Schauspielhaus Zürich und dem Theater Basel vertreten.

"Pro Quote" - Filmfrauen schließen sich zusammen

Frauen fordern 50 Prozent der Aufträge

Die Filmfrauen in Deutschland schließen sich zusammen, um mehr Gleichberechtigung in der Branche durchzusetzen. Aus "Pro Quote Regie" werde "Pro Quote Film", teilten die Organisatorinnen mit. Die filmschaffenden Frauen fordern demnach eine 50-Prozent-Quote für die Vergabe von Aufträgen, Fördergeldern und Rollen. Bereits 1200 Unterstützerinnen und Unterstützer hätten die Forderungen unterzeichnet. "Die #metoo-Debatte zeigt: Unausgewogene Geschlechterverhältnisse vor und hinter der Kamera vergiften die Branche und befördern den Machtmissbrauch", heißt es weiter. Das neue Bündnis wird am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Dazu werden unter anderem die Drehbuchautorin Dorothee Schön, Schauspielerin Jasmin Tabatabai und Regisseurin Connie Walther erwartet.

Bascha Mika im Stiftungsrat des Friedenspreises

FR-Chefredakteurin folgt auf Piper-Verlegerin Lovenberg

Bascha Mika, Chefredakteurin der "Frankfurter Rundschau", ist neues Mitglied im Stiftungsrat für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Das Gremium benennt den Träger der renommierten Auszeichnung, die seit 1950 alljährlich zum Ende der Buchmesse in Frankfurt vergeben wird. Die studierte Germanistin Mika, die langjährige "taz"-Chefredakteurin war und auch mehrere Bücher veröffentlicht hat, ersetzt nach Angaben des Börsenvereins Piper-Verlegerin Felicitas von Lovenberg. Das neunköpfige Gremium beginnt im Frühjahr mit seinen Beratungen über Kandidaten. Auch die Öffentlichkeit kann bis zum 1. März dieses Jahres Vorschläge einreichen. Die Kulturauszeichnung ging im vergangenen Jahr an die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood.

Michael Haneke dreht erste Serie

"Kelwins Buch" spielt in einer dystopischen Welt

Der zweifache Cannes-Gewinner Michael Haneke dreht seine erste Fernsehserie. Für die Produktionsfirma UFA Fiction wird der österreichische Filmemacher die zehnteilige englischsprachige Serie "Kelwins Buch" entwickeln. Die als High-Concept-Serie vorgestellte Produktion spielt in einer dystopischen Welt und erzählt die abenteuerliche Geschichte einer Gruppe junger Menschen in einer nicht allzu fernen Zukunft. Als die Gruppe während eines Fluges zu einer Notlandung außerhalb ihrer Heimat gezwungen wird, bekommt sie zum ersten Mal das wahre Gesicht ihrer Nation zu sehen."Nach zehn TV-Filmen und zwölf Kinoproduktionen hatte ich große Lust, nun eine Geschichte länger zu erzählen", wird Haneke in der Pressemitteilung der UFA-Mutterfirma Freemantle Media zitiert.

Grammy-Chef in der Kritik

Sängerin Pink kritisiert Aussage über Frauen in der Musikbranche scharf

Nach der Grammyverleihung am Sonntagabend ist die Veranstaltung in die Kritik geraten, weil fast alle wichtigen Auszeichnungen an Männer gingen. Für noch mehr Ärger sorgte der Chef der Grammyverleihung, Neil Portnow, der dem "Hollywood Reporter" sagte, Frauen müssten "sich steigern", wenn sie künftig stärker repräsentiert sein wollten. Als Kommentar postete die Sängerin Pink einen handgeschriebenen Zettel auf Twitter. "Frauen in der Musikindustrie müssen sich nicht steigern - Frauen sind seit Anbeginn der Zeit stark", war darauf zu lesen. "Das letzte Musikjahr GEHÖRTE den Frauen", fuhr sie fort. Nur wenn man das Talent und die Errungenschaften weiblicher Künstlerinnen anerkenne, zeige man kommenden Generationen, was Fairness und Gleichberechtigung seien. Grammy-Gewinnerin Sheryl Crow twitterte, bei den Grammys solle es wieder weibliche und männliche Preiskategorien geben.

Nordkorea sagt Kulturveranstaltung mit Südkorea ab

Militärparade statt Kulturveranstaltung

Nordkorea hat überraschend eine am 4. Februar geplante gemeinsame Kulturveranstaltung mit Südkorea abgesagt. Die vor-olympische Darbietung war Teil einer Vereinbarung zur Wiederannäherung der verfeindeten Nachbarländer. Als Grund für die Absage habe Nordkorea eine voreingenommene und "beleidigende" Berichterstattung südkoreanischer Medien angeführt, so das Verteidigungsministerium in Seoul. Es wurde kritisch auf eine geplante Militärparade am Vortag der Olympischen Spiele hingewiesen, mit der die kommunistische Führung den 70. Grundüngstag ihrer Streitkräfte feiern wolle.

"Influencer" ist Anglizismus des Jahres

Weitere Favoriten waren "Blogchain" und "nice"

Der Begriff «Influencer» ist zum Anglizismus des Jahres 2017 gekürt worden. Der Begriff werde immer häufiger verwendet und schließe eine Lücke im deutschen Wortschatz, begründete der Jury-Vorsitzende Anatol Stefanowitsch die Entscheidung. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Begriffe «Blockchain» und «nice». Vorgeschlagen wurden insgesamt 51 Wörter. Bei der Abstimmung zum Publikumsfavoriten setzte sichebenfalls «Influencer» vor dem Wort «Hatespeech» durch. «Influencer» sind Menschen, die wegen ihrer großen Reichweite in sozialen Medien die öffentliche Meinung stark mitgestalten. Im Englischen werde das Wort bereits seit dem 17. Jahrhundert verwendet, heißt es in der Mitteilung.

Barley will Debatte über Sexismus und Gewalt

Hintergrund sind Vorwürfe gegen Regisseur Dieter Wedel

Die geschäftsführende Familienministerin Katarina Barley hat nach den Vorwürfen gegen Regisseur Dieter Wedel eine Debatte über Sexismus und Gewalt gegen Frauen gefordert. Dies gelte unabhängig von dem einen prominenten Fall, sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wenn sich die Anschuldigungen bestätigen, sei das ein Skandal, von dem sehr viele Menschen gewusst haben müssen. Sie hoffe sehr, so Barley, dass jetzt viele Frauen den Mut fänden, ihr Schweigen zu brechen. Zwar gelte die Unschuldsvermutung, aber es sei eigenartig, dass so wenige von den vielen Weggefährten aus der Branche Stellung bezögen. Wedel hat alle Anschuldigungen gegen ihn zurückgewiesen.

Dramaturg Hemke leitet künftig das Kunstfest Weimar

Das erste eigene Programm präsentiert der 45-Jährige 2019

Der Kurator und Dramaturg Rolf C. Hemke wird neuer künstlerischer Leiter des Kunstfestes Weimar. Der gebürtige Kölner folgt Christian Holtzhauer nach, der ab der Spielzeit 2018/19 die Leitung der Schauspielsparte des Nationaltheaters Mannheim und der Schillertage übernimmt. Hemke ist seit 2006 Leiter des Theaters an der Ruhr in Mühlheim. Daneben arbeitet Hemke seit 2011 als freier Dramaturg unter anderem für das Schauspielhaus in Hamburg, die Ruhrfestspiele, die Theater in Oberhausen und Münster sowie in der freien Szene in Berlin und Köln. Der 45-Jährige soll das Kunstfest Weimar fünf Jahre lang leiten und 2019 das erste von ihm verantwortete Programm präsentieren.

Bislang unbekannte Dinosaurier-Art in Ägypten entdeckt

Riesiger Pflanzenfresser Mansourasaurus lebte in der heutigen Sahara

Forscher haben in Ägypten einen bislang unbekannten pflanzenfressenden Dinosaurier entdeckt, der zu der größten bekannten Art, den Sauropoden, gehört. Das Millionen Jahre alte Fossil des Mansourasaurus shahinae sei im ägyptischen Teil der Sahara entdeckt worden, berichtete das Online-Fachmagazin "Nature Ecology and Evolution". Es sei das "am vollständigsten erhaltene Fossil in Afrika aus dem Ende der Kreidezeit", hieß es in einer Erklärung der Universität von Ohio.
Aus der Kreidezeit wurden in Afrika nur sehr wenige und teilweise schlecht erhaltene Fossilien entdeckt. Der Mansourasaurus ist den Forschern zufolge am engsten mit den in Europa und Asien entdeckten Dinosaurier-Arten verwandt. Das Gewicht des riesigen Pflanzenfressers entsprach in etwa dem eines Elefanten.

Thomas Lehr mit Bremer Literaturpreis ausgezeichnet

"Erzählerische Kraft" und "sprachlicher Wagemut" überzeugten Jury

Der Berliner Schriftsteller Thomas Lehr ist dem Bremer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet worden. Der 60jährige erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen im vergangenen Jahr erschienenen Roman "Schlafende Sonne". Die Jury lobte die "erzählerische Kraft" und den "sprachlichen Wagemut" des Autors. Das Werk beschäftigt sich mit den Krisen des 20. Jahrhunderts - vom Ersten Weltkrieg über die Teilung Deutschlands bis zu den Problemen der Gegenwart. Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten seiner Art in Deutschland. Zu den Preisträgern zählen unter anderen Ingeborg Bachmann, Siegfried Lenz und Elfriede Jelinek.

Kein Welterbeantrag für Jüdischen Friedhof in Hamburg

Konsequenz aus Zwischenbericht des Denkmalpflege-Rats

Hamburg zieht seinen Welterbeantrag bei der Unesco für den Jüdischen Friedhof Altona zurück. Dazu habe ein Zwischenbericht des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos) geführt, teilte die Kulturbehörde mit. Darin wird dargelegt, dass die Nominierung nicht allein auf der Grabmalkunst des Friedhofs basieren könne. Erst die Verbindungen und die kulturellen und künstlerischen Bezüge zwischen den Stätten in Europa, Amerika und der Karibik hätten das Potenzial, eine Berücksichtigung in der Welterbeliste zu rechtfertigen, hieß es. Die Nominierung einer einzigen Stätte könne nicht die Bedeutung der Diaspora für die Entwicklung der portugiesisch-sephardischen Kultur widerspiegeln. Der Jüdische Friedhof Altona ist einer der ältesten und bedeutendsten portugiesisch- sephardischen Ruhestätten der Welt.

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