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Donnerstag, 14.12.2017

Kulturnachrichten

Dienstag, 5. Dezember 2017

Lit.Cologne: Bestseller und Pulitzer-Preisträger lesen

Festivalleitung stellt Programm für März vor

Zum internationalen Literaturfestival Lit.Cologne 2018 werden Bestellerautoren wie Hakan Nesser, Ian McGuire, Val McDermid, Minette Walters oder Pulitzer-Preisträger Michael Chabon erwartet. Die Festivalleitung freut sich auf deutschsprachige Schriftstellern wie Robert Menasse, Ferdinand von Schirach und Bernhard Schlink. Frank Schätzing präsentiert - als Weltpremiere - seinen aktuell noch nicht ganz fertigen Roman, als einziger erst etwas verspätet im April.
Einer der Höhepunkte des Literaturfestivals ist am 7. März geplant: Klaus Maria Brandauer liest aus dem kirchenkritischen Text "Großinquisitor" von Fjodor Dostojewski - und dafür öffnet sogar der Kölner Dom seine Tore.

Turner-Preis geht an Lubaina Himid

Himid ist mit 63 Jahren älteste Turner-Preisträgerin

Die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst geht in diesem Jahr an Lubaina Himid. Die aus Sansibar stammende Künstlerin widmet sich in Gemälden, Grafiken und Installationen dem Einfluss schwarzer Einwanderer auf die westliche Kultur. Himid ist mit 63 Jahren die älteste Künstlerin, die bislang die hohe Auszeichnung bekommen hat. Die Jury ehrte sie in der englischen Stadt Hull. Für den Preis werden nur Künstler nominiert, die aus Großbritannien stammen oder dort leben und arbeiten. Die Auszeichnung ist nach dem englischen Maler William Turner (1775-1851) benannt und wird seit 1984 vergeben. Das Preisgeld für den Gewinner beträgt 25 000 Pfund (etwa 28 000 Euro).

"art-magazin.de" ab 2018 ohne Betreuung

Die Seite sei nur noch Aushängeschild des Printformates, so der Verlag

Der Verlag Gruner + Jahr stellt die redaktionelle Betreuung der Website "Art-magazin.de" zum Anfang des kommenden Jahres ein. Damit werden auf der Seite des renommierten Kunstmagazins "art" keine aktuellen Neuigkeiten mehr erscheinen. Die Webseite sei "keine im Markt relevante Größe", begründete der Verlag das Aus. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte gegenüber Deutschlandfunkkultur, die Internetseite werde in Zukunft nur noch als Aushängeschild des Printformates genutzt.

Findungskommission für Berlinale-Zukunft beschlossen

Dieter Kosslick will keinen Berlinale-Posten nach 2019

Die Findungskommission zur Zukunft der Berlinale ab dem Jahr 2019 ist beschlossene Sache. Einer Pressemitteilung der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, zufolge, sollen der Kommission neben Grütters selbst Björn Böhning und Mariette Rissenbeek angehören. Böhning ist Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin, Rissenbeek im Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH zuständig für den Filmbereich. Zur fachlichen Beratung werde die Kommission Sachverständige aus der Film- und Kulturbranche beratend hinzuziehen. Der bisherige Leiter Dieter Kosslick stehe nach dem Ende seines Vertrages im Mai 2019 nicht mehr für eine Leitungsfunktion bei der Berlinale zur Verfügung. Zuletzt war spekuliert worden, ob der in die Kritik geratene Kosslick in einem neu aufgestellten Berlinale-Führungsgremium künftig wieder eine Position beziehen könnte.

Wunsch: Bundestag mit Sondersitzung in Weimar

Idee des Deutschen Nationaltheaters zum 100.Jubiläum der Weimarer Verfassung

Das Deutsche Nationaltheater möchte zum 100. Jubiläum der Weimarer Verfassung, den Deutschen Bundestag in die Klassiker-Stadt holen. Theater, die Stadt Weimar und die thüringischen Landesregierung arbeiteten an diesen Plänen, teilte dasTheater mit. Die Idee sei, eine Sondersitzung des Parlaments am 6. Februar 2019 im Großen Haus des Theaters, eingebettet in eine "Woche der Demokratie". An diesem Tag trat vor 100 Jahren die Nationalversammlung das erste Mal im Deutschen Nationaltheater in Weimar zusammen.

Kammersänger Werner Stückmann ist tot

34 Jahre Solist am Staatstheater am Gärtnerplatz

Der bayerische Kammersänger Werner Stückmann ist tot. Der Bassist sei bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte das Staatstheater am Gärtnerplatz in München mit. Stückmann war 1975 an das Haus gekommen und dort 34 Jahre lang als Solist engagiert. Wichtige Rollen in dieser Zeit waren unter anderem der Figaro in der Oper "Figaros Hochzeit" von Wolfgang Amadeus Mozart oder der Mesetto im "Don Giovanni".

Unbekanntes Material von Brecht entdeckt

Filmerbe von Bertolt Brecht gesichert

Nach fast zweijähriger Arbeit ist die Sicherung und Digitalisierung des Filmerbes von Bertolt Brecht weitgehend abgeschlossen. Die Berliner Akademie der Künste teilte mit, vom kommenden Jahr an könnten rund 50 Filmtitel aus dem Archiv des berühmten Dramatikers in einer Datenbank recherchiert und im Lesesaal gesichtet werden. Bei der Aufarbeitung sei auch bisher unbekanntes Material entdeckt worden, hieß es. Brecht (1898-1956) gilt als einer der wichtigsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Für die Digitalisierung seines Filmerbes hat die Akademie mit der Stiftung Deutsche Kinemathek zusammengearbeitet.

Theater mit Bonusmaterial

BE zeigt "Les Misérables" in zwei Aufführungsversionen

Wie das Berliner Ensemble mitteilte, soll zukünftig Frank Castorfs Inszenierung von "Les Misérables" in unterschiedlichen Fassungen aufgeführt werden. Die Castorf Premiere von Victor Hugos monumentalem Roman hatte eine Spiellänge von knapp 7 Stunden gehabt. Die regulären Vorstellungen im Spielplan sollen ab jetzt maximal 6 Stunden inklusive Pause dauern. Zusätzlich wird an ausgewählten Wochenenden eine extralange Version von „Les Misérables“ angereichert um Zusatzmaterial und bislang nicht gezeigte Szenen, mit zwei Pausen gezeigt.

Europäische Fernsehsender zeigen vor allem US-Filme

Nur 28 Prozent in Europa produziert

28 Prozent aller Kinofilme, die im europäischen Fernsehen gezeigt werden, wurden auch in Europa produziert. Eine Studie der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle zeigt, dass dagegen US-Filme 68 Prozent ausmachen. Filme aus anderen Weltregionen kommen demnach auf lediglich vier Prozent Marktanteil. Öffentlich-rechtliche Sender strahlen der Studie zufolge tendenziell mehr europäische Filme aus als private Kanäle. Eine starke Exportquote haben der Studie zufolge Deutschland, Dänemark, Belgien, Irland, Frankreich und Großbritannien. Filme aus diesen Ländern wurden demnach häufiger außerhalb als innerhalb des Produktionslands gezeigt. Für die Studie hat die Audiovisuelle Informationsstelle das Filmprogramm von 131 Fernsehsendern in 18 verschiedenen EU-Ländern untersucht, darunter Das Erste und ZDF sowie ProSieben, Kabel Eins, RTL II, Sat.1 und Vox. Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle ist Teil des Europarates in Straßburg.

Leseleistung der Viertklässler nicht verbessert

Laut IGLU-Studie wächst Anteil der im Lesen leistungsstarken aber auch der leistungsschwachen Grundschüler

Die Leseleistungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland sind seit 2001 stabil - trotz einer zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft. Dies zeigen die Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2016. Allerdings gelingt es anderen Staaten besser, die Leseleistungen zu verbessern. Während 2001 nur vier Staaten signifikant höhere Leistungsmittelwerte als Deutschland erzielten, waren es 2016 zwanzig. In Deutschland ist der Anteil der im Lesen leistungsstarken Schülerinnen und Schüler von 8,6% (2001) deutlich auf 11,1% im Jahr 2016 gestiegen. Ebenfalls gestiegen ist allerdings auch der Anteil der im Lesen leistungsschwachen Viertklässlerinnen und Viertklässler (2001: 16,9%; 2016: 18,9%).

Volkshochschulen geben sechs Millionen Deutschstunden

Jede dritte Unterrichtsstunde in VHS im Bereich Deutsch als Fremdsprache

Im vergangenen Jahr wurden mit sechs Millionen Unterrichtsstunden im Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) rund 1,5 Millionen mehr Stunden als im Vorjahr erteilt. Das teilte der Volkshochschulverband mit. Damit sei mittlerweile jede dritte Unterrichtsstunde aller insgesamt erteilten 18 Millionen VHS-Unterrichtsstunden eine DaF-Stunde. Die Volkshochschulen reagierten damit auf die gestiegene Nachfrage durch Zuwanderer und Flüchtlinge. Der Vorsitzende des Volkshochschulverbandes, Ernst Dieter Rossmann, nannte die Volkshochschulen wichtige Türöffner für Geflüchtete und Zuwanderer in die deutsche Gesellschaft: "Denn die Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe - in der Nachbarschaft, im Verein, im Umgang mit Behörden und im Beruf."

Französischer Schriftsteller Jean d'Ormesson tot

Autor wurde 92 Jahre alt

Der französische Schriftsteller und Journalist Jean d'Ormesson starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 92 Jahren. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seine Familie. Den Durchbruch seiner literarischen Karriere feierte D'Ormesson 1971 mit seinem Werk "La Gloire de l'Empire" ("Der Glanz des Reiches"). Der aus einer traditionsreichen Familie stammende D'Ormesson veröffentliche rund 40 Werke. Er war Mitglied der Académie française sowie Autor und Chef der Zeitung "Figaro".

Deutsche Oscar-Hoffnung für animierten Kurzfilm

"Revolting Rhymes" in Vorauswahl von zehn Oscar-Kandidaten

Zwei deutsche Filmemacher können sich Hoffnungen auf einen Oscar in der Sparte "Animierter Kurzfilm" machen. Die Regisseure Jakob Schuh und Jan Lachauer haben es mit dem Zeichentrickfilm "Revolting Rhymes" ("Es war einmal...nach Roald Dahl") in die Vorauswahl von zehn Oscar-Kandidaten geschafft. Laut Mitteilung der Oscar-Akademie wurden die Anwärter aus einem Pool von 63 Kurzfilmen ausgewählt. Nun wird ein Komitee fünf Kandidaten für die Endrunde ernennen. Die Oscar-Nominierungen werden am 23. Januar bekanntgegeben. In dem von der britischen Firma Magic Light Pictures produzierten Animationsfilm "Revolting Rhymes" treffen bekannte Märchenfiguren wie Schneewittchen, Rotkäppchen und der böse Wolf aufeinander.

"House of Cards" bekommt 6. Staffel - ohne Spacey

Letzte Staffel der Serie soll 2018 produziert werden

Die Produktion von acht neuen Folgen der Serie "House of Cards" werde Anfang 2018 beginnen, sagte Ted Sarandos vom Streamingdienst Netflix, wie US-Medien berichteten. Der umstrittene Schauspieler Kevin Spacey wird nicht dabeisein. Die Produktion der Serie "House of Cards" war auf Eis gelegt worden, nachdem Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen den Hauptdarsteller Kevin Spacey ans Licht kamen. Der 58-Jährige spielte in der Netflix-Serie den rücksichtslosen US-Präsidenten Frank Underwood.

Regisseur und Schauspieler Ulli Lommel tot

Filmschaffender starb im Alter von 72 Jahren

Der deutsche Regisseur, Autor und Schauspieler Ulli Lommel starb im Alter von 72 Jahren. In den 1960er Jahren begann Ulli Lommel seine Karriere als Schauspieler und hatte Rollen in Deutschland und Hollywood inne. 1964 war er in Russ Meyers „Fanny Hill" zu sehen, 1969 verkörperte er die Hauptrolle in Rudolf Thomes Klassiker „Detektive". Im selben Jahr spielte er in Rainer Maria Fassbinders Film „Liebe ist kälter als der Tod die Hauptrolle". In fast zwei Duzent Produktionen arbeiteten Fassbinder und Lommel zusammen und prägten dadurch den deutschen Film.

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Fazit

Filmfestival HavannaKubaner lassen sich den Spiegel vorhalten
Vor einem Kino in der kubanischen Hauptstadt Havanna fährt ein alter grüner Straßenkreuzer. (Deutschlandradio / Burkhard Birke)

Beim Internationalen Festival des neuen lateinamerikanischen Kinos in Havanna herrscht großer Andrang. Die Filme sind ein Fenster zur Welt und gleichzeitig ein Spiegel der kubanischen Gesellschaft. Deutschland ist bei der 39. Ausgabe mit besonderen Filmen vertreten.Mehr

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