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Fazit | Beitrag vom 13.04.2018

Kunsthalle MainzDer Künstler Julian Charrière definiert "Natur" neu

Julian Charrière im Gespräch mit Eckhard Roelcke

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Werk des Künstlers Julian Charrière (© Julian Charrière; VG Bild-Kunst, Bonn, Germany)
Werk des Künstlers Julian Charrière (© Julian Charrière; VG Bild-Kunst, Bonn, Germany)

Die Ambivalenz der Natur - zwischen wild und eingehegt - beschäftigt den Künstler Julian Charrière. Die Schau "An Invitation to Disappear" in der Kunsthalle Mainz stellt die Frage: Gehört nicht der Mensch auch zur Natur?

Inspiriert zu der Ausstellung "An Invitation to Disappear" in der Kunsthalle Mainz wurde der Künstler Julian Charrière durch eine Expedition zum Vulkan Tambora in Indonesien. Dieser war im Jahr 1815 ausgebrochen und hatte so viel Asche ausgestoßen, dass die Temperatur rund um den Globus absank.

Das folgende Jahr ging als "Jahr ohne Sommer" in die Geschichte ein. Und auch auf die Kunstgeschichte hatte der Ausbruch Auswirkungen: Durch die Asche gab es besonders viele spektakuläre Sonnenuntergänge, die die Maler der Spätromantik gerne abbildeten.

Auf dem Weg zum Tambora war Julian Charrière fasziniert von den riesigen Palmöl-Plantagen, "die einerseits die Idee eines Urwalds darstellen, aber einen sehr ordentlichen Paradiesgarten, aber gleichzeitig eine schreckliche Monokultur, die das ganze Land in Anspruch nimmt", so der Künstler im Deutschlandfunk Kultur.

Palmfettblöcke und Riesen-Lavalampen

In der Ausstellung in Mainz hat jeder Raum einen eigenen Charakter – ob Industriewelt mit Schwerlastregalen voller Palmfettblöcke oder Lichtinstallation mit Riesen-Lavalampe. Bis zum letzten Raum, in dem der Besucher mittels Film-Loop durch eine Palmölplantage fliegt und zum Schluss auf einer menschenleeren Rave-Party landet.  

Julian Charrière "An Invitation to Disappear"
Kunsthalle Mainz
14.04. - 08.07. 2018

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