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Mittwoch, 13.12.2017

Kulturnachrichten

Samstag, 2. Dezember 2017

Schwarzhandel am Kolosseum soll gestoppt werden

Neue Chefin will illegale Aktivitäten Einhalt gebieten

Die neue Chefin des Kolosseums in Rom, Alfonsina Russo, will Schwarzhandel und Betrug rund um das berühmte Monument stoppen. Leider seien illegale Aktivitäten an einer der Hauptsehenswürdigkeiten Roms stark verbreitet, sagte Russo der Zeitung "Messaggero". Das Kolosseum sei das Symbol des Landes, deshalb müsse in seiner Umgebung "Legalität" herrschen, sagte sie weiter. Deshalb wolle sie schnellstmöglich einen Runden Tisch zur Lösung des Problems einberufen, um unter anderem zu besprechen, wie die Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden können. Kameras allein, würden nicht genügen. Mit 6,4 Millionen Gästen im vergangenen Jahr ist das Kolosseum die meistbesuchte eintrittspflichtige Sehenswürdigkeit Italiens. Medien berichten immer wieder über Touristen, die dort von Händlern rund übers Ohr gehauen werden.

Erwerbslage von Kulturschaffende nach wie vor prekär

Neue Zahlen der Künstlersozialkasse belegen aber Anstieg der Einkommen

Die Erwerbslage von Kulturschaffenden in Deutschland ist nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" nach wie vor prekär - auch wenn die Einkommen aus künstlerischen Tätigkeiten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent gestiegen sind. Das geht aus den Zahlen der Künstlersozialkasse hervor. Danach verdient ein Maler mit seiner Kunst im Durchschnitt weniger als 12.000 Euro im Jahr. Ein Opernsänger komme auf 11.200 Euro und ein experimenteller Künstler auf lediglich 9.100 Euro im Schnitt. Mit einem Debütroman, der sich vielleicht 3.000 Mal verkauft, bringe es ein Autor auf einen Stundenlohn von 42 Cent, sagte Schriftstellerin Nina George, Vorstandsmitglied des deutschen Schriftstellerverbands. 80 Prozent ihrer Kollegen hätten noch einen anderen Beruf und würden abends oder am Wochenende schreiben. Viele Bildende Künstler geben aufgrund der schwierigen Erwerbslage auf, so die Einschätzung von Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.

Aktskulptur von Arno Breker versteigert

Bildhauer war Hitlers favorisierter Künstler

Eine überlebensgroße Bronzeskulptur von Hitlers Lieblingsbildhauer Arno Breker ist im Kunstauktionshaus Schloss Ahlden in Niedersachsen für 168 000 Euro versteigert worden. Das Kunstwerk komme in eine norddeutsche Privatsammlung, teilte eine Sprecherin mit. Es handelt sich um eins von 6 Exemplaren. Breker modellierte die "monumentale, neoklassizistische" Skulptur mit dem Titel "Der Wager" 1939. Sie wurde 1942 in der großen Breker- Ausstellung in Paris gezeigt. Bestimmt war die Statue ursprünglich für eines der Architekturprojekte Albert Speers und Adolf Hitlers in Berlin. Breker war der favorisierte Künstler des NS-Regimes und meißelte den Traum Hitlers von der "arischen Herrenrasse" in Stein.

Deutsche Sprache auf einem guten Weg

Experte nimmt Stellung gegen Kulturpessimismus

Der Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Wolfgang Klein, wendet sich gegen kulturpessimistische Kritik an der Entwicklung der deutschen Sprache. Die deutsche Sprache sei "eine der bedeutendsten Sprachen der Welt", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Sie hätte sich durchaus positiv entwickelt, was vor allem ihren Wortreichtum betreffe. Weder der Einfluss der vielen Migranten noch der des Internets mache sich negativ bemerkbar, wie Kritiker oft bemängelten. Nur die zahlreichen Anglizismen wären oft unhöflich und ausgrenzend, so Klein weiter. Warum müsse man aus dem Ortsgespräch den 'Citycall' machen, warum aus der Auskunft das 'Servicecenter'? Da würden viele nicht verstehen, was gemeint sei.

Höcke-Überwachung war angeblich ein Fake

Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit outet sich in einem Video

Das Künstlerkollektiv Zentrum für politische Schönheit erklärte auf seiner Homepage in einem Video, die Überwachung des AfD-Politikers Björn Höcke sei nur eine Inszenierung gewesen. Die Künstler hatten zunächst verbreitet, Höcke über Monate verfolgt und ausspioniert zu haben. Der Thüringer AfD-Vorsitzende nannte die Gruppe daraufhin eine „terroristische Vereinigung", der Erfurter Landtagspräsident Christian Carius verglich die gefakte Aktion mit Stasimethoden. Auf der Website des Künstlerkollektivs heißt es nun: „Mit einer aufwändigen Filmproduktion, bei der auf die Präsentation von billigstem Überwachsungsspielzeug und lächerlichen Kostümen gesetzt wird, gelang es uns überraschenderweise, den Eindruck einer lückenlosen Überwachung zu vermitteln."

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