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Kulturnachrichten

Dienstag, 26. November 2013

Autor Peter Kurzeck gestorben

Der Schriftsteller Peter Kurzeck ist tot.

Wie sein Verleger Karl Dietrich Wolff in Frankfurt am Main mitteilte, starb der Autor im Alter von 70 Jahren. Bekannt wurde Kurzeck durch Werke wie "Oktober und wer wir selbst sind" oder "Mein Bahnhofsviertel". Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Alfred-Döblin-Preis. Zuletzt arbeitete der Schriftsteller an dem Projekt "Das alte Jahrhundert", das auf zwölf Bände angelegt war. Der fünfte Band, "Vorabend", erschien 2011.

Pressefreiheit in der Ukraine gefährdet

Die Europäische Union muss sich eben so stark für kritische Journalisten in der Ukraine einsetzen wie für bessere Handelsbeziehungen und Justizreformen.

Das fordert die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen. Sie sagte, die Arbeit von Journalisten werde in der Ukraine zunehmend behindert: Seit dem Amtsantritt von Präsident Wiktor Janukowitsch im Jahr 2010 hätten gewaltsam Angriffe auf sie zugenommen. Die Zahl der Fälle habe sich inzwischen fast verdreifacht. Auch würden kritische Kollegen ihre Akkreditierungen verlieren. Reporter ohne Grenzen betonte, dass die einflussreichsten Medien in der Ukraine Politikern oder Geschäftsleuten gehörten und kaum ausgewogen berichteten. Die Organisation will, dass die EU die Probleme Ende der Woche auf dem Gipfel der östlichen Partnerschaft anspricht.

- Auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit rutschte die Ukraine von Platz 89 im Jahr 2009 inzwischen auf Platz 126 ab.

Neue Hinweise auf Ursprünge des Buddhismus

Buddha wurde gut 600 Jahre vor Christus geboren.

Das glauben Forscher nun belegen zu können - und zwar anhand von Funden in Nepal. Dort stießen sie bei Grabungen in der Pilger-Stadt Lumbini am Fuße des Himalaya auf ungefähr 2.600 Jahre alte Holzüberreste. Die stellen nach Überzeugung der britischen Archäologen das erste Heiligtum für Siddhartha Gautama dar, den ersten Buddha und Gründer der gleichnamigen Weltreligion. Bisher gingen weite Teile der Wissenschaft davon aus, dass die Ursprünge des Buddhismus jünger sind und auf das dritte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurückgehen.

Rotterdamer Kunstraub-Prozess: erstes Urteil

Sechs Jahre und acht Monate Gefängnis.

So lautet das erste Urteil gegen einen der Kunstdiebe von Rotterdam. Angeklagt sind zwei Rumänen, die im vergangenen Oktober zusammen mit weiteren Komplizen sieben Meisterwerke aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen haben sollen. Beide Rumänen hatten ein Geständnis abgelegt. Wo die Werke im Taschenformat sind, darunter Gemälde von Picasso und Matisse, ist unklar. Die Mutter eines der Räuber hatte erst behauptet, alle sieben Werke verbrannt zu haben, dann hieß es, sie habe einige einem ukrainischen Boxer übergeben.

Internationaler Emmy für ZDF-Film

Eine deutschsprachige Fernsehproduktion gewinnt nur selten einen Emmy - besonders, wenn auch die Briten nominiert sind.

Aber in diesem Jahr hat es das ZDF-Drama "Das Wunder von Kärnten" geschafft: Er wurde mit einem Internationalen Emmy ausgezeichnet. Dabei setzte sich die Fernsehproduktion in New York gegen drei Werke aus Großbritannien, Japan und Uruguay durch. "Das Wunder von Kärnten" ist in Österreich entstanden, als Koproduktion von ORF und ZDF. In dem Drama geht es um einen jungen Arzt, der allein ein dreijähriges Mädchen notoperieren muss, um das Kind zu retten.

Istanbul: Kulturstiftung mit Millionenspende unterstützt

Die Kultur- und Kunststiftung in Istanbul stand kurz vor dem Aus.

Weil sie hohe Schulden hatte, wollte der Vorstand das Haus schon verkaufen - muss diese Pläne aber nun nicht weiter verfolgen. Wie die Stiftung mitteilte, hat sie von einem Pharmaunternehmen eine Spende in Höhe von 20 Millionen Euro erhalten. Damit könnten alle Schulden getilgt werden. Im Gegenzug musste sich die Stiftung dazu verpflichten, ihr Gebäude in den kommenden zehn Jahren nicht zu verkaufen. - Die Kultur- und Kunststiftung in Istanbul wurde 1973 als Non-Profit-Organisation gegründet. Sie organisiert jedes Jahr mehrere Musik- und Theatertreffen sowie Kunstfestivals.

Brandenburg: Ethikkomission soll Uni-Forschung überprüfen

Das Land Brandenburg will in Zukunft kontrollieren, ob seine Universitäten ethisch korrekt arbeiten.

Damit zieht es Konsequenzen aus Berichten, dass das US-Militär Forschung an deutschen Universitäten finanziert. Die "Süddeutsche Zeitung" und der "Norddeutsche Rundfunk" hatten gestern berichtet, in den vergangenen Jahren seien etwa sieben Millionen Euro aus dem Etat des US-Militärs an deutsche Forschungseinrichtungen geflossen. Ein Sprecher des brandenburgischen Wissenschaftsministeriums sagte, in dem Bundesland werde in Zukunft eine Ethikkommission die Hochschulen kontrollieren. Das solle im Landeshochschulgesetz verankert werden.

Japan geht hart gegen Geheimnisverrat vor

Die japanische Regierung will die Pressefreiheit einschränken und ihr eigenes Handeln verbergen.

Das befürchten jedenfalls Kritiker eines umstrittenen Geheimhaltungsgesetzes, das vom Unterhaus des Parlaments in Tokio gebilligt wurde. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Beamte bestraft werden, wenn sie geheime Informationen weitergeben. Außerdem können Journalisten belangt werden, die Geheimnisse aufdecken wollen. Allerdings wird nicht erklärt, was genau "geheim" in diesem Zusammenhang bedeutet. - Die Regierung hält das Gesetz für notwendig, um die USA und andere Verbündete zu ermutigen, Informationen an Japan weiterzugeben. Allerdings muss das Oberhaus des Parlaments noch zustimmen.

Schicksal von Abdel Samad weiter unklar

Wo ist der deutsch-ägyptischen Islamkritiker Hamed Abdel Samad?

Von dem 41-jährigen Publizisten fehlt nach wie vor jede Spur, nachdem er am Sonntag auf dem Weg zu einem Treffen in Kairo verschwand. Sein Bruder ist überzeugt, dass Abdel Samad in Kairo von radikalen Islamisten entführt wurde. Er rief die Bundesregierung auf, Druck auf die ägyptischen Behörden auszuüben. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte der Nachrichtenagentur epd, es würden Gespräche mit den Behörden geführt. Der Bruder des Publizisten berichtete, Abdel Samad habe ihn vor seinem Verschwinden angerufen und gesagt, er werde verfolgt. Dann sei der Kontakt abgerissen, das Telefon sei seitdem ausgeschaltet. - Hamed Abdel Samad hatte in seinen Veröffentlichungen mehrfach den Islam kritisiert und für eine moderne Interpretation der Religion geworben. Daraufhin erhielt er Morddrohungen.

Als weiterer möglicher Hintergrund seines Verschwindens gilt ein Streit mit einem ehemaligen Geschäftspartner.

Estland: satirisches Theaterstück über Ministerrücktritt

Es geschieht nicht allzu oft, dass ein Theaterstück von der Wirklichkeit eingeholt wird.

In Estland ist das nun passiert. Dort hat die satirische Schauspieltruppe "NO99" gestern Abend das Stück "Die letzten Tage des Ministers" uraufgeführt. Erst drei Tage vorher hatte Kulturminister Rein Lang seinen Stuhl geräumt. Ihm war vorgeworfen worden, er und seine Partei hätten Einfluss auf die Neubesetzung einer Wochenzeitung nehmen wollen. Ein Mitwirkender der Theatergruppe erklärte, das Stück sei schon länger geplant gewesen. Die Schauspieler hätten sich bemüht, "der Politik einen künstlerischen Spiegel vorzuhalten".

- Auch Langs Vorgängerin Laine Randjärv fungierte als eine der Hauptfiguren in dem Stück. Nach der Aufführung sagte sie, der Stoff enthalte bittere Wahrheiten.

Entwurf des Koalitionsvertrags 75.000 Mal heruntergeladen

Er wollte das Dokument für jeden zugänglich machen.

Deshalb hat der Grünen-Netzpolitiker Malte Spitz den ersten Entwurf des Koalitionsvertrags von Union und SPD online als pdf-Datei veröffentlicht. Der 27-Jährige sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe das Dokument vorher mehrfach zugespielt bekommen, weil es offenbar unter Politikern und Journalisten breit gestreut wurde. Daraufhin stellte Spitz die 177 Seiten ins Netz. Beschwert habe sich bislang niemand. Stattdessen sei das Dokument innerhalb von zwölf Stunden 75.000 Mal heruntergeladen worden. - Inzwischen existiert allerdings schon ein dritter Entwurf des Vertrags.

Hier geht es zum pdf-Dokument des ersten Entwurfs.

Neue Saurier-Art entdeckt

Vier Jahre haben die Forscher gepuzzelt und nun ist klar: Ein Saurier-Skelett, das in der Schweiz gefunden wurde, gehört zu einer bislang unbekannten Art.

Paläontologen hatten die Knochen im Tessin ausgegraben - und zwar dort, wo vor Millionen Jahren das Urmeer Tethys mit seinen Wellen an den Strand schlug. Bei dem Saurier handelt es sich um ein langbeiniges Reptil, das zur schon bekannten Gattung der Macrocnemus zählt. Allerdings unterscheidet sich das gefundene Exemplar von den bisher gefundenen. Deshalb wurde es nach seinem Entdecker, dem Schweizer Wissenschaftler Christian Obrist: Es heißt nun Macrocnemus obristi.

Byzantinisches Kloster in Istanbul wird wieder Moschee

Das bedeutendste byzantinische Kloster des alten Konstantinopel wird wieder zur Moschee.

Wie die Zeitung "Hürriyet Daily News" berichtet, lassen die türkischen Behörden das Studionkloster in der Altstadt von Istanbul gerade restaurieren. 2014 soll es dann als Moschee eröffnet werden. Damit gehört es zu einer Reihe byzantinischer Kirchen, die im Osmanischen Reich als Moscheen dienten, seit Gründung der Türkischen Republik nicht mehr für Gottesdienste genutzt wurden und nun wieder als Moscheen dienen sollen. Erst vor zehn Tagen hatte der türkische Vizeministerpräsident Bülent Arinc angedeutet, mit der Hagia Sophia in Istanbul werde ähnlich verfahren.

- Das Studionkloster wurde im fünften Jahrhundert vom römischen Konsul Studios gegründet. Es war jahrhundertelang im Byzantinischen Reich und darüber hinaus theologisch einflussreich. Die Osmanen wandelten das Kloster nach der Eroberung Konstantinopels 1453 in eine Moschee um.

Madrid: Veranstalter von Gay-Pride-Parade sollen 160.000 Euro Strafe zahlen

Das könnte das Ende der Schwulen- und Lesbenwoche in Madrid sein.

Das befürchten zumindest die Organisatoren der Veranstaltung. Wie der britische "Guardian" berichtet, werfen sie der Bürgermeisterin der spanischen Hauptstadt, Ana Botella, vor, sie wolle das Festival 'umbringen'. Hintergrund ist eine Strafe in Höhe von 160.000 Euro wegen Lärmbelästigung. Die Veranstalter befürchten, dass durch diese hohe Zahlung die Ausrichtung der nächsten Schwulen- und Lesbenwoche gefährdet ist.

ZDF plant Online-Projekt über religiöses Wissen

Laptopps, Tabletts und Quantenphysik - in unserer Gesellschaft wachsen die technischen und naturwissenschaftlich Kenntnisse stetig.

Gleichzeitig nimmt das Wissen über die jüdisch-christlichen Grundlagen unserer Kultur aber ab. Um diese Wissenslücken zu schließen, plant das ZDF eine Online-Plattform mit dem Titel "God's Cloud". Wie der Sender mitteilte, soll auf dem Portal ein Archiv des religiösen Wissens aufgebaut werden. Geplant sind fünfminütige Videos zu wichtigen Personen der Bibel und bedeutenden Ereignissen. Die Plattform "God's Cloud" soll am 1. Dezember online gehen.

Staatliche Schule mit Waldorfelementen in Hamburg geplant

Es geht uns nicht um eine staatliche Waldorfschule.

Mit diesen Worten verteidigt der Schulsenator in Hamburg, Ties Rabe, ein neues Schulprojekt im Arbeiterstadtteil Wilhelmsburg. Dort soll es in einem Schulversuch eine Kooperation von Staat und Waldorf geben. Im Projekt sind auch Elemente der Waldorfausbildung enthalten. So solle das Schulfach "Eurythmie" angeboten werden, allerdings nicht verpflichtend. Gegen das Vorhaben regt sich lauter Protest. Unter anderem hat ein Grundschullehrer schon mehr als 3.000 Unterschriften gegen den Schulversuch gesammelt. Er warnt davor, esoterische und seiner Meinung nach wissenschaftsfeindliche Ideen ins staatliche Schulsystem einzuführen.

Zeitung: Schützen wollen ihr Brauchtum zum Weltkulturerbe machen

Nicht nur die Karnevalisten im Rheinland bemühen sich darum, ihre Bräuche als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.

Jetzt ziehen die Schützen nach. Wie die "Rheinische Post" berichtet, unterzeichnete der Bürgermeister von Dormagen und Generalsekretär der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, Peter-Olaf Hoffmann, einen entsprechenden Antrag. Im Antrag heißt es, die Traditionen der Schützen würden bis ins Mittelalter reichen. Auch habe sich das Brauchtum zu einer dynamischen Kraft in der Gesellschaft entwickelt und zeige auch "integrative Wirkung". Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Initiatoren
570.000 Schützen in fast 3.000 Bruderschaften, Vereinen und Gilden organisiert.

"SZ": Junger Däne schreibt über das Milieu von Immigranten

"Es ist, als ob Dänemark auf einen solchen Schriftsteller gewartet hätte."

Das schreibt die Süddeutsche Zeitung über den 18-jährigen Yahya Hassan, der bei unseren Nachbarn gerade mit Lyrik für Furore sorgt. Die Zeitung "Politiken" hatte ihm am Wochenende für eines seiner Gedichte eine komplette Zeitung gegeben. Darin beschreibt der junge Mann, wie er kurz zuvor von einem verurteilten, aber auf Bewährung freigelassenen Terroristen angegriffen worden sei. Hassan ist in der dänischen Literaturszene erst seit Februar bekannt, als er seine Gedichte zum ersten Mal auf einem Literaturfestival auftrat. Darin greift er Erfahrungen aus seinem Leben auf, schreibt über seinen islamische Familie, Immigranten in der Schule und Ferien im Libanon. Sein erstes Buch fand regen Zuspruch und hat sich mehr als 47.000 Mal verkauft - doch es liefert ebenso viel Zündstoff, dass Hassan schon mehrere Morddrohungen erhalten habe.

Baku: Lange Haft für geplante Anschläge auf Eurovision Song Contest

Sie sollen Terroranschläge auf den Eurovision Song in Baku geplant haben.

Wie ein Internetportal aus Aserbaidschan berichtet, hat ein Gericht dafür 29 Männer verurteilt. Die mutmaßlichen Islamisten hätten Attentate auf den Präsidenten Ilham Aliyev vorbereitet. Auch mehrere Hotels, die bei westlichen Gästen sehr beliebt seien, seien Ziel der Verurteilten gewesen. Drei der Männer müssen lebenslang hinter Gitter, die anderen sollen zwischen 9 bis 15 Jahre ins Gefängnis.

Bereits vor dem Eurovision Song Contest hatten Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben 40 Islamisten festgenommen und viele Waffen und Sprengstoff entdeckt.

Klaus Staeck und seine Leidenschaft für satirische Postkarten

"Glückwunsch, Uli! Wir steuern das schon!"

Das sagt Angela Merkel zu Ulli Hoeneß, auf der neuesten satirischen Postkarte von Klaus Staeck. Der Künstler sagte der Zeitung "Die Welt", er habe sich schon immer politisch engagiert. Seine Leidenschaft für Postkarten entdeckte er schon in den 70 Jahren, als er noch in der DDR lebte. Die Vorstellung, Postkarten und Collagen zu basteln, sie zu verschicken und aus aller Welt Karten zurückzubekommen, habe ihn fasziniert. Als die Stasi hinter seinem Hobby allerdings kulturellen Widerstand vermutete, entschloss sich Staeck, in die Bundesrepublik zu gehen. Dort entwarf er weiter Postkarten und Plakate und musste sich in 41 Prozessen gegen seine satirische Kunst wehren. Bei seiner Arbeit wurde er Zeit seines Lebens von seinem Bruder Rolf unterstützt.

- Einige Postkarten aus der Edition Staeck werden zur Zeit in Berlin ausgestellt. Die Schau "Arte Postale" ist noch bis zum 8. Dezember zu sehen.

Forscher kritisiert Wahl zum Jugendwort des Jahres

Zeichnet die Wahl zum Jugendwort des Jahres ein realistisches Bild der Umgangssprache?

Nein, meint der Forscher Wolfgang Gaiser vom Deutschen Jugendinstitut. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe das gestern gekürte Jugendwort des Jahres, Babo, noch nie gehört. Seit Jahren verfolge er diese Wahl des Langenscheidt-Verlages und halte sie für Marketing und nicht für glaubwürdige Sozialforschung. Gaiser betonte, es gebe sowieso nicht die eine Jugendszene, sondern verschiedene und deshalb auch vielfältig Szenesprachen. Beim Jugendewort des Jahres würden "Spaßformulierungen" hervorgehoben und so ein verzerrtes Bild des Sprach- und Denkniveaus entworfen. Das Wort "Babo" bedeutet laut Langendscheidt-Verlag so viel wie Boss oder Anführer und stammt aus dem Türkischen. Der Verlag wirbt mit der alljährlichen Wahl auch für sein Lexikon der Jugendsprache.

Einigung im Tarifstreit: 3,9 Prozent mehr Geld für Zeitschriftenredakteure

Die rund 9.000 Zeitschriftenredakteure in Deutschland dürften sich freuen.

Von Dezember an sollen sie zwei Prozent mehr Geld bekommen. Ab November 2014 ist eine weitere Erhöhung um 1,9 Prozent vorgesehen, wie ein Sprecher des Deutschen Journalisten-Verbandes nach der ditten Runde der Tarifverhandlungen in Hamburg mitteilte. Die Gewerkschaft verdi und der DJV hatten sechs Prozent gefordert. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit bis Ende März 2016 haben.

UNO will Aufhebung des "Allah"-Verbots für malaiische Zeitschrift

"Allah" - das Wort darf nicht jeder benutzen, jedenfalls nicht in Malaysia.

Dort hat die Regierung vor Kurzem der katholischen Wochenzeitschrift "Herald" verboten, den arabischen Begriff für Gott zu verwenden. Nun hat sich die UNO eingeschaltet. Deren Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, Heiner Bielefeldt, warnte, der Fall könnte weitreichende Auswirkungen auf andere religiöse Minderheiten in Malaysia haben. Die Regierung müsse das "Allah"-Verbot aufheben. Ein Staat habe nicht das Recht, religiöse Traditionen zu formen oder zu verändern. Außerdem könne er "nicht für sich in Anspruch nehmen, die verbindliche Autorität bei der Auslegung religiöser Quellen oder der Definition von Glaubensgrundsätzen zu sein". - Die malaiischen Christen benutzen seit der Bibelübersetzung in ihre Sprache "Allah" als das arabische Wort für Gott.

Syrien: Offenbar zwei schwedische Journalisten verschleppt

Syrien bleibt einer der gefährlichsten Orte für Journalisten.

Schwedische Zeitungen berichten, dort seien erneut zwei Reporter verschleppt worden. Dabei soll es sich um einen Fotografen und einen Zeitungsjournalisten aus Schweden handeln. Nach Angaben des Außenministeriums in Stockholm wurden die beiden 45-jährigen Männer offenbar am Wochenende entführt, als sie versuchten, Syrien zu verlassen. Wer die Täter sind, ist demnach unklar. Laut Reporter ohne Grenzen befinden sich derzeit mehr als 60 Journalisten in der Gewalt einer der Konfliktparteien oder werden vermisst.

Drittgrößtes Buch der Welt in Rostock ausgestellt

Der Rostocker Atlas ist das drittgrößte Buch der Welt.

Er wird ab heute im Kunsthistorischen Museum der Stadt ausgestellt. Nach Auskunft von Steffen Stuth, dem Leiter des Museums, ist das Buch in geschlossenem Zustand 1,66 Meter lang und etwa einen Meter breit. Es wiegt rund 120 Kilogramm. Das Buch wurde 1664 als Auftragswerk des mecklenburgischen Herzogs Christian Ludwig I. in Amsterdam hergestellt. Amsterdam war im 17. Jahrhundert das europäischen Zentrum der Kartenherstellung.

Der Rostocker Große Atlas wird an Größe nur noch vom Klencke-Atlas in London und dem Kurfürsten-Atlas in Berlin übertroffen.

"Songs for the Philippines": Hilfsaktion von Künstlern für Taifun-Opfer

"Songs for the Philippines" - so heißt das Album, mit dem Spenden für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen gesammelt werden sollen.

Unter den Hits sind Lieder von den Beatles, Bob Dylan und U2. Alle Künstler, Plattenfirmen und Musikverlage verzichten dabei auf ihre Einkünfte. Denn die sollen komplett an das philippinische Rote Kreuz fließen. Eine ähnliche Aktion hatte es beispielsweise auch 1985 gegeben, als eine Hungersnot in Äthiopien wütete. Um den Menschen zu helfen, wurde damals das legendäre Album "We are the world" zusammengestellt.

Prozess um Warhol-Porträt von Farrah Fawcett in L.A.

Es geht um ein Porträt der verstorbenen Schauspielerin Farrah Fawcett - oder genauer gesagt darum, wem es gehört.

Diese Frage soll ein Gericht in Los Angeles klären. Das Porträt hatte der Pop-Art-Künstler Andy Warhol im Jahr 1980 angefertigt. Fawcetts Lebensgefährte behauptet bis heute, dass die Schauspielerin ihm das Bild persönlich geschenkt habe. Er will es demzufolge behalten. Gleichzeitig erhebt aber auch die Universität von Texas in Austin Ansprüche. Denn Fawcett hatte vor ihrem Tod verfügt, dass all ihre Kunstgegenstände der Universität vermacht werden. Die Künstlerin war 2009 an Krebs gestorben. Sie war mit der amerikanischen Serie "Drei Engel für Charlie" bekannt geworden.

Benefizgala in Berlin zugunsten der Aids-Hilfe

Gestylte Drag Queens und Herren in Abendkleidern - zur Benefizgala "Künstler gegen Aids" in Berlin kamen viele Stars und Prominente.

"Aids ist kein Tabuthema mehr - aber immer noch eine lebensbedrohliche Krankheit", erklärte der Schirmherr und regierende Bürgermeister Klaus Woworeit. Auch Vorurteile und Diskriminierungen gebe es nach wie vor. Die Gäste des Showprogramms, wie Vicky Leandros, Tim Fischer und Romy Schneider, verzichteten auf ihre Gage. Das Geld kam der Berliner Aids-Hilfe zugute. Die Benefizgala fand kurz vor dem Welt-Aids-Tag statt, der jedes Jahr am 1. Dezember begangen wird.

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