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Sonntag, 17.12.2017

Kulturnachrichten

Sonntag, 17. Dezember 2017

Anti-Belästigungskommission in Hollywood

Unterhaltungsindustrie will gleichberechtigte Arbeitsbedingungen schaffen

Die US-Unterhaltungsindustrie reagiert auf immer mehr Vorwürfe über sexuelle Belästigung in der Branche. Eine Kommission soll US-Medienberichten zufolge gleichberechtigte Arbeitsbedingungen schaffen - besonders für Frauen und Randgruppen. Ihren Vorsitz soll Anita Hill inne haben. Sie war bekannt geworden, als sie Anfang der 90er Jahre dem für das oberste Gericht vorgesehen Richter Clarence Thomas sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte. Die Idee für die Initiative kam unter anderem von Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy, der Co-Vorsitzenden der Nike Stiftung, Maria Eitel, sowie der Anwältin Nina Shaw, wie die "New York Times" schrieb. Den Enthüllungen im Sex-Skandal um Filmproduzent Harvey Weinstein im Oktober folgte eine Welle von Missbrauchsvorwürfen gegen Produzenten, Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer nicht nur in den USA.

Harald Juhnkes Leben wird verfilmt

Oliver Berben will den Film produzieren

Das Leben des 2005 gestorbenen TV-Entertainers Harald Juhnke wird verfilmt. "Bild am Sonntag" berichtete, dass sich Constantin-Produzent Oliver Berben die Rechte an dem Stoff gesichert habe. Berben sagte dazu: "Ein großes Glück und eine einmalige Gelegenheit. Niemand hat bis heute wieder so viele verschiedene Qualitäten wie Entertainment, Musik, Schauspielerei und Volksliebling in einer Person vereint wie Harald Juhnke." Der Film soll 2019 - zu Juhnkes 90. Geburtstag - als Zweiteiler ins Fernsehen kommen. Juhnke gilt bis heute als einer der größten Entertainer Deutschlands. Nach langem Alkoholmissbrauch war er 2001 an schwerer Demenz erkrankt und vier Jahre später im Alter von 75 Jahren gestorben.

"Tatort": MDR-Team bekommt neue Kommissarin

Alwara Höfels geht, Cornelia Gröschel kommt

Die 30jährige Cornelia Gröfels wird neue Kommissarin im Dresdener "Tatort". Sie folgt auf Alwara Höfels, die nach den Dreharbeiten zum sechsten Dresden-"Tatort" des MDR aus dem Ermittlerinnenteam ausscheidet. Das teilte der MDR mit. Cornelia Gröschel, die zuletzt im ZDF-Dreiteiler "Honigfrauen" von sich reden machte, stammt selbst aus Dresden. Im ARD-Film "Willkommen bei den Honeckers", der am Jahrestag der Deutschen Einheit im Ersten zu sehen war, spielte Gröschel bereits neben Martin Brambach, der im "Tatort" die Rolle ihres Chefs übernimmt. Sie fühle sich geehrt im sicherlich etabliertesten Format der deutschen Fernsehlandschaft spielen zu dürfen, zitiert der MDR die Schauspielerin.

Bibliothek auf Sinai-Halbinsel wiedereröffnet

Bedeutende Sammlung war drei Jahre renoviert worden

Nach dreijähriger Renovierung ist im Katharinenkloster auf der ägyptischen Sinaihalbinsel eine der ältesten Bibliotheken der Welt wiedereröffnet worden. Sie enthält unter anderem mehr als 3000 Manuskripte, darunter Teile einer Bibelhandschrift aus dem 4. Jahrhundert. Nach der Bibliothek im Vatikan sei sie in dieser Hinsicht die wichtigste der Welt, sagte Abdel-Rahim Rihan, Generaldirektor für Archäologische Studien im Sinai. Ebenfalls abgeschlossen wurde die Renovierung eines frühchristlichen Mosaiks in der Basilika des Katharinenklosters. Das Katharinenkloster im Süden des Sinais wurde im 6. Jahrhundert gebaut und gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Es zählt in Ägypten zu den wichtigsten Zielen für Besucher.

US-Regierung verbannt Wörter

"Fötus" und "Transgender" nicht mehr in bestimmten Texten der Seuchenbehörde

Die US-Regierung hat nach einem Bericht der "Washington Post" der Seuchenbehörde CDC eine Liste von sieben Wörtern gegeben, die sie in bestimmten Dokumenten nicht verwenden soll. Verbannt sind demnach "Transgender", "verwundbar", "Fötus", "Diversität", "Anspruchsberechtigung", "auf wissenschaftlicher Grundlage" und "auf der Grundlage von Beweisen" in allen offiziellen Papieren. Das hätten hochrangige CDC-Beamte Mitarbeitern am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, schilderte die Zeitung unter Berufung auf einen Politikanalysten, der an dem Treffen teilgenommen hatte. Demnach reagierten die Menschen im Raum mit "Ungläubigkeit". Die nun verbotenen Wörter sollen im Zusammenhang mit bestimmten Forschungsprojekten und Programmen beispielweise zur Verhütung von Aids unter Transgendern oder zu den Auswirkungen des Zika-Virus auf Föten genannt. Das Gesundheitsministerium erklärte dazu, es habe keine Wörter "verboten". Allerdings war in dem Bericht der "Washington Post" auch nicht behauptet worden, dass die Liste der nicht zu verwendenden Wörter direkt von Stellen aus dem Ministerium kam.

Drei Raumfahrer zur Raumstation ISS gestartet

In zwei Tagen erreichen sie die Raumstation

Ein Russe, ein US-Amerikaner und ein Japaner sind zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die Sojus-Rakete mit dem Kosmonauten Anton Schkaplerow sowie den Astronauten Scott Tingle und Norishige Kanai startete planmäßig vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Nach zwei Tagen Flugzeit soll das Raumschiff "Sojus MS-07" am Dienstag an der ISS andocken. Der Raketenstart war Berichten zufolge auf Wunsch der US-Behörde Nasa wegen Weihnachten um einige Tage vorgezogen worden.

Mammut-Skelett für über 500 000 Euro versteigert

Französischer Geschäftsmann will Skelett im Eingangsbereich aufstellen

Für fast 550 000 Euro ist in Lyon ein riesiges Mammut-Skelett versteigert worden. Ein französischer Geschäftsmann bot den Betrag von insgesamt 644 234 Dollar - sein Straßburger Unternehmen trägt ein Mammut im Firmen-Logo, wie eine Sprecherin des Auktionshauses Aguttes mitteilte. Der Manager sagte der Nachrichtenagentur AFP nach der Auktion: "Wir werden es im Eingangsbereich aufstellen. Genug Platz dafür haben wir." Das in Sibirien gefundene, weitgehend erhaltene Skelett ist nach Angaben des Auktionshauses 3,40 Meter hoch und 5,30 Meter lang. Das Wollmammut starb vor mindestens 10 000 Jahren und sei das größte Exemplar in privater Hand.

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