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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. Mai 2017

Barack Obama bekommt den Deutschen Medienpreis

Preisverleihung in Baden Baden

Geehrt wird in der Person Barack Obamas der herausragende, weltweit anerkannte Repräsentant der internationalen Politik des vergangenen Jahrzehnts, so die Jury des Deutschen Medienpreises. Nach Überzeugung des Preisstifters Karlheinz Kögel habe „Barack Obama wie kein anderer Politiker die Vision einer Welt verkörpert, in der es Hoffnung gibt und Wandel zum Besseren möglich ist. Der Deutsche Medienpreis, der seit 1992 von einer Jury aus Chefredakteuren und Medienverantwortlichen vergeben wird, ehrte in den vergangenen 25 Jahren Persönlichkeiten wie Helmut Kohl, François Mitterrand, Yassir Arafat, Yitzhak Rabin und Nelson Mandela.

Italienische Justiz setzt Museumsdirektoren ab

Deutscher Direktor des Archäologischen Parks Paestum wohl nicht betroffen

Ein Verwaltungsgericht in Rom hat die Ernennungen mehrerer Museumsdirektoren in Italien gekippt. Unter ihnen ist nach offiziellen Angaben der Österreicher Peter Assmann als Leiter des Palazzo Ducale in Mantua. Entgegen ersten Meldungen betrifft die Entscheidung nicht den deutschen Direktor des Archäologischen Parks Paestum, Gabriel Zuchtriegel, wie das Kulturministerium am Donnerstag in Rom betonte. Das Verwaltungsgericht für Latium bemängelte die Transparenz des Besetzungsverfahrens, die Auswahlkriterien sowie die Zulassung ausländischer Bewerber. Unklar scheint, ob mit dem Urteil auch die Berufungen anderer nichtitalienischer Direktoren staatlicher Museen in Italien anfechtbar sind. Zu ihnen gehören der Kulturhistoriker Eike Schmidt an der Spitze der Uffizien und Cecilie Hollberg an der Galleria dell'Accademia in Florenz, beide aus Deutschland, sowie der Österreicher Peter Aufreiter als Direktor der Galleria Nazionale delle Marche in Urbino, der Brite James Bradburne von der Pinakothek Brera in Mailand und der Franzose Sylvain Bellenger vom Museo Capodimonte in Neapel.
Der italienische Kulturminister Dario Franceschini kritisierte das Urteil in scharfer Form. Er bekundete Befremden darüber, dass europäische Bürger als Ausländer eingestuft würden.

Charité gibt weitere menschliche Überreste an Namibia

Seit 2011 schon Überreste von 91 Menschen an Heimatländer zurückgegeben

Die Berliner Charité will die sterblichen Überreste von 16 Menschen an Namibia zurückgeben. Diese waren während der deutschen Kolonialzeit nach Deutschland gelangt. Sie befinden sich in den Anthropologischen Sammlungen der Universitätsklinik. Wie Kultursenator Klaus Lederer (Linke) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CDU mitteilte, handelt es sich um zehn Schädel, fünf Skelette und ein Schulterblatt. Ein konkreter Übergabetermin werde mit der Botschaft von Namibia vereinbart, sobald diese die Einzelheiten des Transports geklärt habe. An der Charité gab es zwischen 2011 und 2013 ein Forschungsprojekt zur Herkunft von menschlichen Überresten aus den Anthopologischen Sammlungen. Die geplante Rückgabe beruht auf den Ergebnissen des Projekts. Seit 2011 wurden bisher schon die Überreste von 91 Menschen an deren Heimatländer zurückgeschickt: an Namibia, Australien, Tasmanien und Argentinien/Paraguay.

Doppelte Belohnung soll Kunstraub von 1990 aufklären

Museum in Boston hofft auf Hinweise zu 13 gestohlenen Gemälden

Vor bald 30 Jahren machten als Polizisten verkleidete Kunstdiebe reiche Beute. Jetzt hofft das Isabella Stewart Gardner Museum in Boston mit einer höheren Belohnung, die berühmten Bilder endlich wiederzufinden. Hinweise, die zur Rückgabe der 13 gestohlenen Gemälde niederländischer und französischer Meister führten, sollen nun mit 10 Millionen Dollar belohnt werden (8,9 Mio Euro). Diese von zuvor fünf Millionen Dollar verdoppelte Belohnung gelte allerdings nur bis Ende des laufenden Jahres, teilte das Museum mit. Im März 1990 waren unter anderem Werke von Rembrandt, Manet, Vermeer und Degas entwendet worden. Nach Angaben des Museums handelt es sich um den "größten Kunstraub der Geschichte", die Bilder sind schätzungsweise mehr als 500 Millionen Dollar (446 Mio Euro) wert.

Verschiedene Konfessionen an "Weißer Tafel"

Lange Nacht der Religionen in Berlin läd zum Gespräch

Bei Fladenbrot, Saft und Wasser kamen verschiedene Glaubensrichtungen miteinander ins Gespräch. An der "Weißen Tafel" versammelten sich Christen aller Konfessionen, Muslime, Juden, Bahai, Buddhisten und Sikh. Während der "Langen Nacht der Religionen" öffnen mehr als 80 Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempel und Gemeindehäuser verschiedener Glaubensrichtungen im Rahmen des evangelischen Kirchentags ihre Türen. "Wir wollen damit zeigen, wie vielfältig und bunt diese Stadt ist", sagte Tabea Perger vom Initiativkreis Lange Nacht der Religionen. Die Religionsnacht findet zum sechsten Mal statt.

Polnische Stiftung erhält jüdische Bücher zurück

Bücher waren im Zweiten Weltkrieg jüdischen Gemeinden gestohlen worden

Eine polnische Stiftung hat 33 seltene Bücher zurückerhalten, die im Zweiten Weltkrieg jüdischen Gemeinden im heutigen Polen gestohlen wurden. Bei der Zeremonie in der Nationalbibliothek in Warschau übergaben Repräsentanten der Zentral- und Regionalbibliothek Berlin und des Berliner Zentrums Judaicum die Bücher gemeinsam an die Direktorin der Stiftung zur Bewahrung des jüdischen Erbes in Polen, Monika Krawczyke, so berichtet die jüdische Wochenzeitung "tachles".

Timothy Garton Ash erhält Karlspreis der Stadt Aachen

Historiker für seine Verdienste um die europäische Einigung geehrt

Der britische Historiker Timothy Garton Ash wurde mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Für den Historiker wird Europa ein immerwährender Prozess sein: "Wir wollen, dass die Menschen in Europa Freiheit, Frieden, Würde, Rechtsstaatlichkeit, angemessenen Wohlstand und soziale Sicherheit genießen." Aber es werde nie der Augenblick kommen, in dem Europa fertig sei, so der Geehrte in seiner Dankesrede. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte den 61-Jährigen in einer Ansprache als "leidenschaftlichen Verfechter der Idee von Europa, von Freiheit und Aufklärung und Demokratie". Garton Ash sei "Chronist der Realität Europas, seines Wachsens und Werdens und auch seiner Widersprüche". Der undotierte Karlspreis wird traditionell am Himmelfahrtstag verliehen. Mit ihm werden seit 1950 Persönlichkeiten und Institutionen ausgezeichnet, die sich um die Einigung Europas verdient machten. Zu den früheren Preisträgern zählen der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Bundeskanzlerin Merkel und Papst Franziskus.

Protest gegen Behördenwillkür in der Türkei

Französischer Fotograf im Hungerstreik

Ein in der Türkei festgenommener französischer Fotograf ist in den Hungerstreik getreten. Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen hat Mathias Depardon bereits seit Tagen nichts gegessen. Der in der Türkei ansässig gewesene Fotograf war für das Magazin „National Geographic im Einsatz. Am 8. Mai wurde er in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Provinz Batman festgenommen. Von türkischer Seite gab es keinen Kommentar zu den Gründen für seine Festnahme.

Art Berlin zeigt auch Kunst des 20. Jahrhunderts

Das meldet das Kunstmagazin "Monopol"

Im September werden die Art Berlin Contemporary und die Art Cologne erstmals zusammenarbeiten. Das ist seit einigen Wochen bekannt. Nun gibt es auch Einzelheiten zur Art Berlin: Im Unterschied zur ABC wird nicht nur ganz neue Kunst gezeigt, sondern auch Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Untertitel heißt die Messe nun "Fair for Modern and Contemporary Art". Auch das bisherige Format der Einzelpräsentationen wird aufgegeben. 100 Galerien nehmen an der Messe teil. Die Teilnehmerliste wird demnächst bekanntgegeben.

Facebook blockiert Holocaust-Leugnung nur in vier Ländern

Das berichten der britische "Guardian" und die "Süddeutsche Zeitung"

„Wir respektieren regionale Gesetze, wenn die Regierung deutlich gemacht hat, dass sie deren Umsetzung nachgeht“. So steht es in Schulungsunterlagen für Facebook-Mitarbeiter. Die Leugnung des Holocaust ist in 14 Ländern illegal. Aber "wir beziehen es nur auf die vier Länder, die dieses Thema bei uns aktiv verfolgen“ . Das sind laut dieser Unterlagen Deutschland, Großbritannien, Österreich und Israel. Dementsprechend entferne Facebook keine entsprechenden Inhalte „bis ein Land den politischen Willen nachgewiesen hat, nationale Zensurgesetze durchzusetzen“. In einer offiziellen Facebook-Mitteilung heißt es: „Wir nehmen Holocaust-Leugnung sehr ernst und entfernen diese beispielsweise in Deutschland. Wir erkennen die Bedeutung der Holocaust-Leugnung in Deutschland und in anderen Ländern und stellen sicher, dass unsere Mitarbeiter hierzu entsprechend trainiert und sensibilisiert sind.“

Dichter in Deutschland sind arme Poeten

Das besagt eine Umfrage des "Hauses für Poesie" in Berlin

200 Dichter wurden befragt. 55 Prozent antworteten auf die Frage, was sie mit ihrer Kunst im Jahr verdienen. Das Ergebnis: Nur jeder vierte Lyriker kommt mit seinen Gedichten auf mehr als 10.000 Euro im Jahr. 83 Prozent der befragten Poeten gaben an, auch mit Nebentätigen nur schlecht über die Runden zu kommen. Drei Viertel der Befragten leben demnach mit einem Jahresbruttoeinkommen unter dem Bundesdurchschnitt von 32.486 Euro. Für 77 Prozent liegen die Einnahmen jährlich bei 10.000 Euro oder weniger.

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