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Freitag, 27.04.2018
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 27. April 2018

Charles Neville von "The Neville Brothers" ist tot

Saxofonist mit 79 Jahren gestorben

Der amerikanische Musiker Charles Neville, der dem Brüder-Quartett "The Neville Brothers" aus New Orleans angehörte, ist tot. Nach US-Medienberichten starb er gestern im US-Staat Massachusetts an Krebs. Der Saxofonist wurde 79 Jahre alt. Er wurde 1938 als zweitältester der vier Brüder Art, Charles, Aaron und Cyril in der Jazz- und Soul-Metropole New Orleans geboren. In den 1970er Jahren schlossen sich die Brüder zu den "Neville Brothers" zusammen, die mit einer Mischung aus Country-Soul, Rhythm 'n' Blues, Jazz und Funk Erfolg hatten. "Yellow Moon", "Brother's Keeper" und "Sister Rosa" zählten zu ihren größten Hits.

Bill Cosby für schuldig befunden

Rund 60 Frauen werfen dem US-Fernsehstar sexuellen Missbrauch vor

Der ehemalige TV-Star Bill Cosby muss möglicherweise für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Im Missbrauchsprozess gegen ihn sahen die Geschworenen des Gerichts in Norristown im US-Bundesstaat Pennsylvania die Schuld des 80-Jährigen in allen Punkten der Anklage als erwiesen an. Der einstige Comedy-Star, der von rund 60 Frauen Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, musste sich vor Gericht wegen eines Falls aus dem Jahr 2004 verantworten. Eine ehemalige Universitätsmitarbeiterin beschuldigte Cosby, sie in seinem Haus in Philadelphia mit Tabletten betäubt und sich an ihr vergangen zu haben. Im Zuge einer außergerichtlichen Einigung hatte ihr Cosby vor zwölf Jahren 3,38 Millionen Dollar gezahlt.

Hölderlin-Preis für Daniel Kehlmann

Besondere Würdigung des Bestsellers "Tyll"

Der Schriftsteller Daniel Kehlmann erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. "Seine Texte verfolgen eine komplexe literarische Poetik und haben dennoch Qualitäten, die von einem großen Publikum geschätzt werden", würdigte die Jury den Autor. Die Auszeichnung wird am 10. Juni in Bad Homburg überreicht. Kehlmann habe zuletzt mit seinem Bestseller "Tyll" über den legendären Gaukler Eulenspiegel nicht nur eine epische Studie über Religion, Aberglauben, Machtpolitik und Krieg geliefert, heißt es in der Begründung der Jury. Er habe zugleich einen abgründig komischen Künstlerroman und ein leichtfüßiges Meisterwerk geschaffen. Der mit 7500 Euro dotierte Förderpreis geht an die Berliner Autorin Alina Herbing für ihren Debütroman "Niemand ist bei den Kälbern" über das Dorfleben im Nordwesten Mecklenburgs.

Intendant Martin Schüler in Cottbus zurückgetreten

Streit um Generalmusikdirektor am Staatstheater eskaliert

Der Intendant des Cottbuser Staatstheaters, Martin Schüler, ist zurückgetreten, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg unter Berufung auf den Intendanten berichtete. Das Brandenburger Kulturministerium bestätigte am Nachmittag die Meldung. Es hatte schon seit einiger Zeit an der Cottbuser Bühne Streit zwischen den Sängern und Orchester auf der einen Seite und dem Generalmusikdirektor Evan Christ auf der anderen Seite gegeben. Schüler hatte zuletzt versucht, den Streit zu lösen und dem Dirigenten eine Pause vorgeschlagen. Hintergrund der wochenlangen Querelen sind Vorwürfe aus der Belegschaft, die unter anderem cholerische Ausfälle von Christ kritisieren. Intendant Schüler hatte dem Orchesterleiter einen Mediationsprozess vorgeschlagen. Christ selbst soll das abgelehnt und stattdessen eine Vertragsauflösung ins Gespräch gebracht haben.

Kritik an bekannten Literaten in Ungarn

Regierungszeitung "Magyar Idök" veröffentlicht Rundumschlag

Die Regierung des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban erhöht in Ungarn den Druck auf kritische Stimmen. Die von der Regierung kontrollierte Tageszeitung "Magyar Idök" griff in einem Kommentar rund drei Dutzend prominente Literaten an, unter ihnen die durch Übersetzungen im deutschen Sprachraum bekannten Autoren Peter Nadas, Laszlo Krasznahorkai, György Konrad, György Dragoman und der 2016 gestorbene Peter Esterhazy. Der Rundumschlag richtete sich auch gegen das Budapester Petöfi-Literaturmuseum und dessen Direktor Gergely Pröhle. Der ehemalige Diplomat und Vize-Staatssekretär im Außenministerium gilt als ein gemäßigter Vertreter aus dem Umfeld der Regierungspartei Fidesz.

Panorama-Bild für Pergamon-Museum

Künstler Yadegar Asisi realisiert erneut das Projekt

Ein riesiges 360-Grad-Panorama der antiken Metropole Pergamon wird ab dem Spätsommer in Berlin zu sehen sein. Das 30 Meter hohe Bild wird in einem temporären, runden Ausstellungsgebäude gegenüber dem Bode-Museum und der Museumsinsel präsentiert, wie die Staatlichen Museen mitteilten. Der Rundbau wird voraussichtlich bis 2024 für das Pergamon-Panorama genutzt. Realisiert wird das Projekt von dem Künstler Yadegar Asisi. Es ist bereits sein zweites Pergamon-Panorama. Das erste Asisi-Panorama der antiken Stadt war 2011/2012 vor dem Pergamon-Museum in Berlin zu sehen. Das neue Bild sei nicht nur größer und malerisch überarbeitet worden. Auch neue Erkenntnisse etwa über die Bebauung des Burgberges von Pergamon seien eingeflossen. Für die Besucher steht eine 15 Meter hohe Besucherplattform mit drei Ebenen bereit.

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