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Kulturnachrichten

Montag, 24. Juli 2017

Umstrittene König-Fahd-Schule in Bonn geschlossen

Einrichtung war wegen radikaler Tendenzen schon lange umstritten

Die umstrittene saudische König-Fahd-Akademie in Bonn hat gut 20 Jahre nach Gründung der Auslandsschule endgültig dicht gemacht. Mit dem zu Ende gegangenen Schuljahr 2016/17 haben die letzten Schüler ihre Prüfungen abgelegt. Bereits im August 2016 waren aus Riad Schließungspläne für die Einrichtung bekannt geworden, die Saudi-Arabien finanziert. 2003 war die Akademie ins Visier von Staats- und Verfassungsschutz geraten. Die Behörden hatten damals wegen islamistischer Tendenzen mit dem Aus gedroht. Mit Blick auf die offene künftige Nutzung des Areals teilte die Stadt Bonn auf Anfrage mit, das Königreich Saudi-Arabien sei weiterhin sowohl Eigentümer der Immobilie als auch des Grundstücks. Die Stadt habe aber ein Rückkaufsrecht für den Grund und Boden, wenn die schulische Nutzung beendet werde, sagte Sprecher Marc Hoffmann. Dazu würden nach einer Besichtigung der Akademie vor einigen Wochen derzeit "verwaltungsinterne Gespräche" geführt.

"Dunkirk" stürmt an Spitze von Nordamerikas Kinocharts

Erfolgreichster Film über den zweiten Weltkrieg seit "Der Soldat James Ryan"

Seit Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" 1998 ist kein Film über den Zweiten Weltkrieg mehr so erfolgreich in Nordamerika angelaufen: Mit "Dunkirk" eroberte der gebürtige Brite Christopher Nolan die Spitze der Kinocharts. Das Drama über die verzweifelte Lage von Hunderttausenden Soldaten im französischen Küstenort Dünkirchen beim Angriff der Nazis im Mai 1940 spielte am ersten Wochenende 50,5 Millionen Dollar (43,3 Millionen Euro) ein. In dieser Woche läuft das Drama auch in Deutschland an. Unerwartet großen Erfolg hatte auch die schlüpfrige Komödie "Girls Trip". Sie begleitet vier langjährige Freundinnen zu einem Musikfest in New Orleans, wo diese ungehemmt die Puppen tanzen lassen. Der Kino-Neuling landete mit 30,4 Millionen Dollar auf Platz zwei. "Spider-Man: Homecoming" musste sich an seinem dritten Wochenende mit 22 Millionen Dollar und Rang drei zufrieden geben.

Gothaer Tafelaltar wird gezeigt

Einzigartige Bilderbibel

Die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha präsentiert ab Ende Juli den um 1540 geschaffenen Gothaer Tafelaltar. Das Kunstwerk aus rund 160 Bildtafeln mit unzähligen fein gearbeiteten Figuren gelte als bildreichstes Kunstwerk der Reformationszeit, teilte die Stiftung mit. Der aufwendig restaurierte Altar werde nach Abschluss der Arbeiten erstmals wieder in Deutschland gezeigt. Das Kunstwerk, auf dem auch Teufelsgestalten in Mönchskutten und Heilige ohne Heiligenschein dargestellt sind, spiegele als einzigartige Bilderbibel die konfessionellen Auseinandersetzungen der Reformationszeit vor 500 Jahren wieder, hieß es. Die Ausstellung wird am 29. Juli eröffnet und ist bis zum 5. November im Herzoglichen Museum Gotha zu sehen.

Prozess gegen "Cumhuriyet"-Mitarbeiter

Zwölf der Angeklagten in Untersuchungshaft

An diesem Montag beginnt der Prozess gegen 17 Mitarbeiter der türkischen Zeitung "Cumhuriyet". Ihnen wird Unterstützung von Terrororganisationen wie der kurdischen Arbeiterpartei PKK, der Gülen-Bewegung (Fetö), die die türkische Regierung für den Putschversuch vom 15. Juli 2016 verantwortlich macht, oder der linksextremen DHKP-C vorgeworfen. Zwölf der Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft - unter anderem Journalisten, Anwälte, ein Karikaturist und der Herausgeber. In der Anklageschrift wird Ex-"Cumhuriyet"-Chefredakteur Dündar - der inzwischen im Exil in Deutschland lebt - unter anderem beschuldigt, die Blattlinie geändert zu haben. Die Zeitung habe unter seiner Führung die "Terrororganisationen" PKK, die Gülen-Bewegung und die DHKP-C verteidigt, heißt es. Als Indizien werden unter anderem Artikel angeführt. Etwa ein Bericht aus dem Jahr 2015, in dem die "Cumhuriyet" geheime Informationen veröffentlichte, die Waffenlieferungen der Regierung an Rebellen in Syrien belegen sollen. Die Zeitung nennt die Vorwürfe "absurd".

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