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Donnerstag, 26.04.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 26. April 2018

Lange Haftstrafen für "Cumhuriyet"-Journalisten

Herausgeber Akin Atalay ist vorerst auf freiem Fuß

Im Prozess gegen die regierungskritische Zeitung "Cumhuriyet" in Istanbul sind mehrere der angeklagten Mitarbeiter zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Der Herausgeber Akin Atalay, der Chefredakteur Murat Sabuncu und der Investigativjournalist Ahmet Sik wurden zu Haftstrafen von mehr als sechs Jahren verurteilt, wie die Zeitung am Abend mitteilte. Atalay, der als Einziger noch in U-Haft saß, wurde jedoch unter Auflagen freigelassen.

Medien: Verzicht auf Literaturnobelpreis 2018?

Die Schwedische Akademie diskutiert, hat aber noch nichts beschlossen

Die krisengeplagte Schwedische Akademie erwägt Medienberichten zufolge, in diesem Jahr keinen Literaturnobelpreis zu vergeben. Das Gremium führe entsprechende Diskussionen, bestätigte der Sprecher der Nobelpreisstiftung, Carl-Henrik Heldin, dem Sender SVT. Beschlossen sei aber noch nichts, betonten Akademie-Mitglieder demnach auch. Der aus der Jury zurückgetretene Peter Englund schrieb dem Schwedischen Radio: "Mit Gedanken an die Situation der Akademie und den Preis selbst ist es vielleicht das beste, die Vergabe ein Jahr zu verschieben." Die Schwedische Akademie wählt seit 1901 den Träger des Literaturnobelpreises aus. Sieben Mal wurde er seitdem nicht vergeben, zuletzt von 1940 bis 1943. Die Schwedische Akademie wird derzeit von einem Belästigungs- und Korruptionsskandal erschüttert, in dessen Folge mehrere ihrer 18 Mitglieder zurücktraten.

Kinder-Skelett in Pompeji gefunden

Junges Opfer des Ausbruchs des Vesuvs konserviert

Archäologen haben in den antiken Stätten von Pompeji bei Neapel einen spektakulären Fund gemacht. Bei Arbeiten in den Zentralthermen auf dem Gelände sei völlig unerwartet das Skelett eines sieben bis acht Jahre alten Kindes entdeckt worden, teilte die Archäologische Ausgrabungsstätte Pompeji mit. Es handele sich dabei um ein junges Opfer des Ausbruchs des Vesuvs im Jahr 79 nach Christi, bei dem Pompeji unter einer Ascheschicht begraben und somit weitgehend konserviert wurde. Das Skelett habe sich unter einer etwa zehn Zentimeter dicken Schicht befunden. Erst sei der Schädel entdeckt worden, dann weitere Knochen.

Macron-Besuch verärgert US-Filmregisseur Oliver Stone

Kritik am "Imperialismus des alten Frankreich"

Der Filmregisseur Oliver Stone hat den Staatsbesuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei US-Präsident Donald Trump als "sehr deprimierend" empfunden. Dieser markiere eine Rückkehr zum "Imperalismus des alten Frankreich", sagte Stone, der halber Franzose ist während eines Filmfestivals in Teheran. "Besonders schockiert" sei er gewesen, als Macron neben Trump für eine Überarbeitung des 2015 abgeschlossenen Atomabkommens mit dem Iran plädiert habe. Macron wolle wie der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy "neben den Amerikanern stehen als Zeichen französischer Macht", sagte Stone. Er sehe "eine Rückkehr zum Kolonialismus und Imperialismus des alten Frankreich".

Kritik an "schwarzen Listen" in Ungarn

Reporter ohne Grenzen rügt Diffamierung ausländischer Korrespondenten

Reporter ohne Grenzen ist empört über Listen unliebsamer Journalisten in der staatsnahen ungarischen Presse, mit denen Korrespondenten ausländischer Medien eingeschüchtert werden sollen. Die Organisation forderte deutsche und europäische Politiker dazu auf, sich deutlich von solchen Praktiken zu distanzieren und MInisterpräsident Viktor Orban zu ermahmen, die Pressefreiheit als demokratischem Grundprinzip zu achten. „Schwarze Listen von Journalisten zu erstellen, um sie zum Schweigen zu bringen, erinnert an die dunkelsten Zeiten europäischer Geschichte", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. "Derartige Hetze bereitet den Boden für Taten wie den Mord an Jan Kuciak in der Slowakei." Wenn die Europäische Kommission dem tatenlos zusehe und einige CSU-Politiker Orban sogar offen unterstützten, sei das in höchstem Maße fahrlässig. In der vergangenen Woche hatte die regierungstreue Tageszeitung Magyar Idök mehrere ausländische Korrespondenten attackiert und namentlich genannt.

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