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Sonntag, 21.01.2018

Kulturnachrichten

Sonntag, 21. Januar 2018

Facebook: Nutzer entscheiden über Medienqualität

Das sei die objektivere Lösung, als auf Medien-Organisationen zu vertrauen

Facebook will den Kampf gegen gefälschte Nachrichten stärker in die Hand der Nutzer selbst legen. "Als Teil unserer laufenden Qualitätsüberprüfungen werden wir die Leute nun fragen, ob sie eine Nachrichtenquelle kennen - und wenn ja, ob sie ihr vertrauen", erklärte Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Die Idee dahinter sei, dass manchen Medien nur ihre Leser und Zuschauer vertrauten. Anderen Medien jedoch werde quer durch die Gesellschaft vertraut, selbst von jenen, die ihnen nicht direkt folgten. Facebook war vor allem wegen der Flut gefälschter Nachrichten während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 in die Kritik geraten und versucht seit langem, das Problem einzudämmen. In einem ersten Lösungsversuch arbeitete das Online-Netzwerk mit Medien-Organisationen zusammen, die zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versahen. Die Facebook-Gemeinschaft zu fragen, sei aber die objektivere Lösung, schrieb Zuckerberg nun.

Tom Petty starb an Medikamenten-Überdosis

Der Musiker nahm versehentlich zu viele Schmerzmittel

Ein gutes Vierteljahr nach dem Tod von Tom Petty steht nun auch die Ursache dafür fest. Der US-Musiker nahm Anfang Oktober versehentlich eine zu große Menge an verschiedenen Medikamenten ein, wie der Chefpathologe des Bezirks Los Angeles, Jonathan Lucas, mitteilte. Sein multiples Organversagen sei auf den Giftgehalt der verschiedenen Medikamente zurückzuführen. In einer Mitteilung der Familie hieß es, dass Petty an mehreren schweren Erkrankungen gelitten habe, darunter Emphysemen, Knieproblemen und einer gebrochenen Hüfte. An seinem Todestag habe er den Schmerz an der Hüfte wohl kaum noch ausgehalten. Das sei der Grund gewesen, dass er zu viel Medikamente eingenommen habe. Petty war am 2. Oktober im Alter von 66 Jahren in Los Angeles gestorben. Er hatte in seinem Haus in Malibu einen Herzstillstand erlitten.

Frankreichs Präsident Macron würdigt Bocuse

Verstorbener Sternekoch sei eine mythische Figur

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den gestorbenen Sternekoch Paul Bocuse als "die Inkarnation der französischen Küche" gewürdigt. "Sein Name steht in der französischen Küche für Großzügigkeit, für Respekt der Traditionen und auch für seinen Einfallsreichtum." Die französische Gastronomie verliere "eine mythische Figur, die sie in großer Form geprägt hat", teilte er mit. Alle Köche weinten um ihn, "im Elysée und in ganz Frankreich. Aber sie werden seine Arbeit fortsetzen."

Valletta ab heute Europäische Kulturhauptstadt

Insgesamt werden bis zu 100 000 Zuschauer erwartet

Die Hauptstadt Maltas ist ab heute Europas Kulturhauptstadt. In Valletta wird dazu ein Jahr voller Kunst, Theater, Performances und Musik eröffnet. Rund 400 Events sind auf der gesamten Inselgruppe geplant. Valletta ist mit seinen rund 6000 Einwohnern die kleinste und südlichste Hauptstadt in der EU. Die Veranstaltungen sollen auch weitere Touristen auf die Mittelmeerinsel locken. Zur Eröffnung wird es auf den vier Hauptplätzen der Stadt Shows geben - darunter von der katalanischen Theatergruppe Fura dels Baus, die für ihre provokanten und spektakulären Aufführungen bekannt ist. Insgesamt werden bis zu 100 000 Zuschauer erwartet. Die Stadt liegt in einer Festung und ist Unesco-Weltkulturerbe. Neben Valletta ist das niederländischen Leeuwarden in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas. Dort beginnen am 26. Januar die Eröffnungsfeierlichkeiten.

Oscar-Preisträgerin Dorothy Malone gestorben

Malone hatte vor allem in den 50ern und 60ern in Hollywood Erfolg

Die amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Dorothy Malone, die vor allem in den 50er und 60er Jahren in Hollywood Erfolg hatte, ist tot. Sie starb im texanischen Dallas, wie ihr Manager Burt Shapiro dem Filmblatt "Hollywood Reporter" mitteilte. Malone wurde 92 Jahre alt. Auf ihrer Sternen-Plakette auf dem Walk of Fame in Hollywood sollten Blumen niedergelegt werden, teilten die Betreiber der berühmten Flaniermeile mit. Für ihre Nebenrolle in dem Melodrama "In den Wind geschrieben" (1956) an der Seite von Rock Hudson und Lauren Bacall hatte Malone den Oscar gewonnen. Mit Bacall und Humphrey Bogart stand sie zuvor schon für den Krimi "Tote schlafen fest" (1946) vor der Kamera. Ihre letzte Filmrolle hatte sie 1992 an der Seite von Sharon Stone in dem Thriller "Basic Instinct".

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