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Mittwoch, 13.12.2017

Zeitreisen / Archiv | Beitrag vom 20.11.2013

KünstlerpaareGenialität im Duett

Von Dorothée Brill

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Das Künstlerpaar Christo und Jeanne Claude in New York (AP)
Das Künstlerpaar Christo und Jeanne Claude in New York (AP)

Manchmal brauchen kreative Menschen einfach einen Partner, um ihre Vorstellungen zum Leben zu erwecken. Während Künstlerpaare früher die Symbiose angestrebt haben, riskieren sie heute den Konflikt.

Kollaborationen prägen die Kunstgeschichte. Es gab sie bereits in den Werkstätten von Peter Paul Rubens oder auch zwischen Camille Claudel und Auguste Rodin. Meistens aber stand einer der Künstler stärker im Fokus als der andere. Geradezu symbiotisch erscheinen Werk und Auftreten der Verpackungskünstler Christo und Jeanne Claude. Ihre Popularität haben sie als Duo erlangt. Frei nach dem Motto: Eins und eins ergeben nicht zwei.

In der zeitgenössischen Kunst ist seit einiger Zeit ein neues Phänomen zu erleben. Künstlerduos riskieren den Konflikt. Sie wollen Prozesse und Konflikte sichtbar machen. Und zwar notfalls mit Gewalt und Aggression. "In der Arbeit verband sich diese männliche und weibliche Energie zu etwas Drittem", sagt die Performance-Künstlerin Marina Abramović, die 13 Jahre mit dem Deutschen Uwe Laysiepen auftrat. Sie haben sich gegenseitig in die offenen Münder geschrien und blieben nach 17 Minuten bewusstlos liegen. 

 

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