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Kulturnachrichten

Donnerstag, 15. Mai 2014

Künstler will Entwicklung von Berlin in den kommenden 100 Jahren fotografieren

Wie entwickelt sich Berlin in den kommenden 100 Jahren?

Das will der amerikanische Künstler Jonathan Keats festhalten. Er plant, im Rahmen eines Kunstprojekts 100 Kameras in der Stadt zu verstecken. Sie sollen mit extrem langsamer Belichtungszeit jeweils nur ein Bild aufnehmen. Die Berliner Galerie Team Titanic will die Fotos 2114 ausstellen.

Keats hatte als Projekt auch schon Bienen beim Blumenbestäuben gefilmt. Dieses Werk hatte er "Pornos für Pflanzen" genannt.

New York: Museum zu Anschlägen vom 11. September eröffnet

In New York erinnert ein neues Museum an die Terroranschläge vom 11. September 2001.

Der unterirdische Bau befindet sich am einstigen Standort des World Trade Centers und zeigt Erinnerungsstücke an die rund 3.000 Opfer und die Anschläge. US-Präsident Obama nannte das Museum bei der Eröffnung einen Ort der Hoffnung.

Cannes: Afrikanisches Drama "Timbuktu" erspielt Preis-Chancen

Der Film "Timbuktu" hat bei den Festspielen in Cannes für viel Aufsehen gesorgt.

Unter Beobachtern gilt der Streifen bereits jetzt als ein Anwärter auf einen der Hauptpreise. Das Drama über islamische Fundamentalisten beruhe auf wahren Begebenheiten, sagte der mauretanische Regisseur Abderrahmane Sissako. Ausgangspunkt seiner Arbeit sei die Steinigung eines jungen Paares gewesen, das ohne Trauschein zusammen gelebt habe. In die Steinigungsszene schnitt der Regisseur immer wieder Bilder eines in sich versunkenen, tanzenden Islamisten. Sissako betonte, was den Unterdrückten verboten sei, gelte noch lange nicht für die Machthaber.

Am ersten Wettbewerbstag wurde auch die Produktion "Mr. Turner" des Briten Mike Leigh gezeigt, in dem es um den Maler William Turner geht.

Europarats-Generalsekretär mahnt Baku zur Achtung der Pressefreiheit

Die Pressefreiheit wird eines der wichtigsten Themen seines Besuches sein.

Das kündigte der Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland, kurz vor seinem Besuch in Aserbaidschan an. Das Land hatte gestern den Vorsitz der Länderorganisation übernommen. Ebenfalls gestern wurde in Aserbaidschan ein oppositioneller Reporter zu lebenslanger Haft verurteilt. Jagland zeigte sich zudem über Berichte beunruhigt, nach denen zwei französischen Journalisten bei ihrer Ausreise aus dem Land ihr gesamtes Material abgenommen wurde. Den Berichten zufolge hatten die Reporter im Auftrag des Senders France 2 mehrere Menschenrechtsaktivisten interviewt.

Aserbaidschan ist seit Anfang 2001 Mitglied im Europarat. Das Gremium, dem die Außenminister der 47 Europaratsländer angehören, hat unter anderem die Aufgabe, die Einhaltung von Menschenrechten und demokratischen Prinzipien durch die Mitgliedsländer zu überwachen.

Sozialministerin Altpeter: Conchita Wurts Sieg ist Zeichen der Toleranz

Der Sieg von Conchita Wurst ist ein deutliches Zeichen für die steigende Akzeptanz verschiedener sexueller Identitäten.

Das sagte die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter in Stuttgart. Der Erfolg wäre vor ein paar Jahren nicht möglich gewesen. Zudem betonte sie, die baden-württembergische Landesregierung werde sich weiter für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen. In Baden-Württemberg gibt es seit längerem eine kontroverse Debatte über den Lehrplan an Schulen, in dem auch das Thema "sexuelle Vielfalt" verankert werden soll.

Moskau verbietet Toleranzmarsch zu Ehren von Conchita Wurst

In Moskau wird es keinen Conchita-Wurst-Toleranzmarsch geben.

Eine solche Veranstaltung würde die Moral junger Menschen gefährden, sagte ein Behördensprecher der Agentur Interfax. Der Homosexuellenverband hatte den Toleranzmarsch zuvor beantragt. In Russland sind positive Äußerungen über Homosexualität vor Minderjährigen verboten.

Vor zwei Jahren hatte die Moskauer Stadtverwaltung bereits beschlossen, dass Schwule und Lesben in den kommenden 100 Jahren keine Gay-Parade ausrichten dürfen - angeblich "aus Sicherheitsgründen".

Schirrmacher: Verlage sind die Vorhut der Digitalisierung

Der FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher hält die Verlage für die Vorreiter der Digitalisierung.

Schirrmacher sagte dem Magazin "Horizont", er könne den Vorwurf nicht mehr hören, dass die Verlage die digitale Umstellung verschlafen würden. Einige würden darunter fälschlicherweise verstehen, dass Texte nur noch auf Facebook oder Google+ publiziert würden. Das aber könne für keinen Verlag in Frage kommen, betonte Schirrmacher. Gleichzeitig appellierte er an die Gesellschaft, über den Wert von Qualitätsjournalismus nachzudenken.

Sudanesin wegen Konvertierung zum Christentum zum Tode verurteilt

Weil sie zum christlichen Glauben übergetreten ist, muss eine junge Frau im Sudan sterben.

Ein Richter in Khartum verurteilte sie zum Tod durch Erhängen. Die Frau hatte darauf beharrt, nicht zum Islam zurückzukehren. Der Fall löste international Besorgnis ausg. In einer gemeinsamen Erklärung appellierten die Botschaften der USA, Kanada und der Niederlande an die sudanesische Regierung, das Recht auf Religionsfreiheit zu respektieren. Dazu gehöre auch, dass jeder den Glauben wechseln können solle.

Musikschulverband setzt auf Inklusion

Musikunterricht bietet viele Chancen für Inklusion.

Daher wollen sich die Musikschulen in Deutschland flächendeckend für eine gemeinsame Ausbildung von behinderten und nicht-behinderten Kindern qualifieren. Das teilte der Verband deutscher Musikschulen mit. Der Bundesvorsitzende Ulrich Rademacher sagte, Inklusion bedeute, generell für alle Menschen offen zu sein, die Sehnsucht nach musikalischer Bildung hätten. Bisher biete schon mehr als jede zweite Musikschule einen speziellen Unterricht für Behinderte an.

Der Verband deutscher Musikschulen trifft sich morgen zu einer zweitägigen Tagung in Potsdam. Dort sollen das Thema Inklusion und eine fachgerecht Umsetzung im Detail diskutiert werden.

Inklusion: Junge mit Down-Syndrom an weiterführenden Schulen abgelehnt

Inklusion dürfe nicht nur ein Wort auf dem Papier sein.

Mit diesen Worten hat sich die Vorsitzende der Landearbeitsgemeinschaft "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" in Karlsruhe an das Kultusministerium in Baden-Württemberg gewandt. Sie fordert eine Entscheidung im Fall des geistig behinderten Henri, der mit dem Down-Syndrom auf die Welt kam. Die Elten des Jungen hatten zunächst einen Gymnasialplatz in ihrer Stadt beantragt, allerdings ohne Erfolg. Im einem zweiten Versuch lehnte es auch die örtliche Realschule ab, Henry aufzunehmen. Die Eltern sprachen von Diskriminierung. Mittlerweile werden sie von einer Online-Petition mit 20.000 Unterzeichnern unterstützt. Die Gegner argumentieren hingegen, dass der Schulstoff den Jungen wegen seiner Behinderung überfordern würde.

Wohnumfeld: Unbeschwertes Bewegen hilft Kindern in der Schule

Je unbeschwerter Kinder in ihrem Stadtteil toben und spielen können, desto besser lernen sie in der Schule.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Raum für Kinderspiel", die das Deutsche Kinderhilfswerk in Stuttgart vorstellte. Der Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann sagte, gute Mathe-Noten bekämen nicht unbedingt die Kinder, die viel Mathe übten - sondern vor allem diejenigen, die gut auf Bäume klettern oder sich unbeschwert bewegen könnten. Diesen Zusammenhang habe zwischen motorischen und kognitiven Fähigkeiten habe die Umweltpsychologie nachgewiesen. Sport- und Freizeitangebote könnten ein ungünstiges Wohnumfeld nicht ausgleichen. - Hofmann verwies auch darauf, dass das Wohnumfeld oft vom Einkommen und Bildungsniveau der Eltern abhänge.

Ausstellung in Basel: Kurator Obrist über Werk von Gerhard Richter

Man kann Gerhard Richters ganzes Werk unter dem Aspekt der "Serie" sehen.

Das meint der Schweizer Kurator Hans-Ulrich Obrist. Im "Deutschlandradio Kultur" berichtet er, dass man manche Werke von Richter thematisch einander zuordnen könne, andere inhaltlich. Obrist hat mit Richters Bildern eine Ausstellung unter dem Motto "Serie" kuratiert, sie ist ab morgen in der Fondation Beyeler bei Basel zu sehen. Richter selbst habe die Idee gehabt, die Ausstellung immer wieder mit Einzelwerken aufzubrechen, die nicht in die Serien passen und so neue Bezüge schaffen, erzählt Obrist.

Das Interview mit Hans-Ulrich Obrist können Sie hier nachhören.

Dänischer Prinz wird an norwegischem Nationalfeiertag geehrt

Ein dänischer Prinz war mitverantwortlich für Norwegens Grundgesetz - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Eigenständigkeit der Nation.

Am 17. Mai feiert Norwegen den 200. Jahrestag seines Grundgesetzes. Dafür hat sich die Regierung etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Vor dem Parlament in Oslo soll eine 3,5 Meter hohe Statue des aus Dänemark stammenden Prinzen Christian Frederik enthüllt werden, der am 17. Mai 1814 von den Norwegern zu ihrem König gewählt wurde. Er machte das Land zu der bis heute bestehenden konstitutionellen Monarchie. Enthüllt werden soll die Statue von der dänischen Königin Margrethe II. Es ist das erste Mal, dass eine dänische Königin oder König an den traditionellen Feierlichkeiten teilnimmt.

Mit der Wahl von Christian Frederik bekam Norwegen einen eigenen König, wurde allerdings zunächst noch von Schweden kontrolliert, bis es 1905 seine vollständige Unabhängigkeit erlangte.

Feuilletons nicht begeistert von "Grace of Monaco"

Glamourös ja, großes Kino nicht unbedingt:

Die deutschen Feuilletons zeigen sich nur mäßig bis gar nicht begeistert von "Grace of Monaco". Der Film des französischen Regisseurs Olivier Dahan erzählt die Geschichte von Grace Kelly, die nach der Heirat mit Fürst Rainier Prinzessin von Monaco wurde. Das Fürstentum Monaco hat sich bereits über historische Unzulänglichkeiten in dem Werk beschwert. Das stört die "Süddeutsche Zeitung" nicht - es gehe um ein fiktionales Werk, und das mache der Regisseur auch deutlich. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, der Film bleibe aber hinter dem Tamtam zurück, der um ihn gemacht wurde. Und dass, obwohl Nicole Kidman in der Hauptrolle ihre Sache gut mache. Der "Tagesspeigel" kommentiert dagegen, es sei "Fremdschämen" angesagt, wenn die Kamera sich in Kidmans Gesicht hineinzufilmen versuche. Das sei durch Botoxbehandlungen leider komplett ausdruckslos.

Mit "Grace of Monaco" wurden gestern die 67. Filmfestspiele von Cannes eröffnet.

Al-Jazeera veröffentlicht Video von in Ägypten inhaftiertem Journalisten

Seit neun Monaten wird ein Reporter von Al-Jazeera in Ägypten festgehalten.

Der arabische Nachrichtensender veröffentlichte jetzt ein Video des gefangenen Journalisten. Abdullah Al-Shami befindet sich seit über 100 Tagen im Hungerstreik. In dem Video macht er die Behörden für die gravierende Verschlechterung seiner Gesundheit verantwortlich. Sein Bruder sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Journalist habe 40 Kilogramm abgenommen.

Auch drei weitere Journalisten des Senders befinden sich zur Zeit im Gefängnis in Ägypten. Ihr Prozess soll kommende Woche stattfinden. Ägypten vermutet, dass Al-Jazeera die Muslimbruderschaft unterstützt.

Reporter ohne Grenzen warnt vor Folgen von Google-Urteil

Reporter ohne Grenzen sorgt sich nach dem Google-Urteil um die Meinungs- und Pressfreiheit.

Der Europäische Gerichtshof hatte entschieden, dass Google und andere Suchmaschinen unter bestimmten Umständen Links zu persönlichen Informationen löschen müssen. Reporter ohne Grenzen sagte der "Berliner Zeitung", Datenschutzinteressen seien berechtigt. Diese dürften aber nicht dazu führen, dass das Interesse der Öffentlichkeit zurücktreten müsse. Auch der Deutsche Journalisten-Verband hatte erklärt, dass starke Persönlichkeitsrechte unverzichtbar seien - die Suchmaschinen dürften aber jetzt nicht als Rechercheinstrument für Journalisten wegfallen.

Alt und bewährt: Autor George R.R. Martin schreibt mit Programm aus den 80er Jahren

George R.R. Martins Buchreihe "A Song of Ice and Fire" - besser bekannt als "Game of Thrones" - hat viele Anleihen aus dem Mittelalter.

Auch Martin selbst scheint die Vergangenheit der Gegenwart manchmal vorzuziehen - zumindest, wenn es um seinen Arbeitsprozess geht. Der amerikanische Autor schreibt seine Texte auf einem Rechner, der keinen Zugang zum Internet hat und außerdem ein Textverarbeitungsprogramm verwendet, das aus dem Jahr 1987 stammt. In einer amerikanischen Talkshow erklärte Martin jetzt, warum: Er wolle keine Hilfe, wie bei modernen Versionen. Rechtschreibkorrekturen würden zum Beispiel oft seine ausgedachten Wörter korrigieren.

Edward Snowden soll Ehrendoktortitel bekommen

Edward Snowden soll einen Ehrendoktortitel bekommen.

Die Philosophische Fakultät der Universität Rostock will Snowden diese Auszeichnung verleihen. Der Dekan der Fakultät sagte zur Begründung, Snowden habe mit seinen Enthüllungen die Funktion eines klassischen Aufklärers erfüllt. Nach Recherchen der Fakultät sei es das erste Mal, dass der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter eine solche Würdigung erhalte.

Die letzte Entscheidung über die Titelvergabe liegt beim Universitätsrektor.

Kubanische Bloggerin Yoani Sánchez will Online-Zeitung herausbringen

In Kuba dürfen Privatleute keine Zeitungen oder Internetportale betreiben - alle Medien sind in der Hand des Staates.

Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez will in der nächsten Woche trotzdem das Online-Magazin "14ymedio" starten. Das kündigte sie in ihrem Blog an. Sie wolle damit den nötigen politischen Übergang des sozialistischen Regimes begleiten, schreibt sie. Laut ihrer Aussage haben einige Unterstützer schon Anrufe von der Staatssicherheit erhalten.

Sánchez war 2007 weltweit mit ihrem Blog "Generación Y" bekannt geworden. Dort kritisiert sie auch die Castro-Regierung.

Kuratorin: "Körperwelten"-Museum ist im Berliner Fernsehturm genau richtig

Der Alexanderplatz in Berlin ist der perfekte Ort für das geplante "Körperwelten"-Museum.

Dieser Meinung ist die Kuratorin des Projekts, Angelina Whalley. Die Ehefrau des Leichenpräparators Gunter von Hagens sagte in Hamburg, es handele sich um eine Ausstellung über das Leben - und damit gehöre sie mitten ins Leben und nicht an den Rand der Stadt. Whalley kann die Argumente der Gegner am geplanten "Körperwelten"-Museum auch nicht nachvollziehen. Stattdessen sollten sich die Kritiker selbst ein Bild machen, forderte sie. Der Geschäftsführer der Tourismus-Werbeagentur Visit Berlin, Burkhard Kieker, hatte die Ausstellung als zu reißerisch und kommerziell bezeichnet. Die beiden Kirchen finden sie würdelos.

Die Eröffnung des "Körperwelten"-Museums ist frühestens im Herbst geplant.

Sänger von Jupiter Jones steigt aus

Jupiter Jones müssen sich einen neuen Frontmann suchen.

Sänger Nicholas Müller verlässt die Band, wie seine Mitmusiker im Internet bekanntgaben. Gründ für den Ausstieg sind die Angsstörungen Müllers. Jupiter Jones mussten deshalb bereits im März eine Tour absagen. Die Band will aber mit einem neuen Sänger weitermachen. Ihr Song "Still" war vor drei Jahren das meistgespielte deutschsprachige Lied im Radio.

Jordanisches Wüstenschloss mit deutscher Hilfe restauriert

Das jordanische Wüstenschloss Kasr al-Mschatta war lange Zeit von Verfall und Plünderungen gezeichnet.

Jetzt ist das Baudenkmal restauriert worden - und zwar mit deutscher Hilfe. Beteiligt waren die Staatlichen Museen zu Berlin und die Technische Universität der Bundeshauptstadt. Die deutsche Seite fühlte sich für den Erhalt mitverantwortlich, weil im Jahr 1903 der damalige Sultan die Fassade der Anlage dem deutschen Kaiser geschenkt hatte. Sie ist seit Jahrzehnten ein Prunkstück des Berliner Pergamonmuseums. Wie die Staatlichen Museen nun mitteilten, wird das neu renovierte Wüstenschloss am Sonntag offiziell dem jordanischen Antikendienst übergeben. Es gilt als wichtiges Beispiel frühislamischer Kunst.

James-Bond-Produzenten planen Snowden-Film

Dass Edward Snowdens Enthüllungen das Zeug zu einem Blockbuster haben, steht wohl außer Frage.

Jetzt wollen die Macher der James-Bond-Filme die Affäre tatsächlich auf die Leinwand bringen. Sony Pictures sicherte sich nach einem Bericht des Magazins "Variety" dafür die Rechte an dem neuen Buch von Glenn Greenwald. Das ist der Reporter, der Snowden als erstes traf - vergangenen Sommer in Hongkong. Greenwald beschreibt darin seine Begegnung und Zusammenarbeit mit Snowden in der NSA-Spionageaffäre. Federführend bei dem geplanten Film sind die langjährigen James-Bond-Produzenten Michael Wilson und Barbara Broccoli.

"New York Times" trennt sich von Chefredakteurin Jill Abramson

Jill Abramson war die erste Frau, die bei der "New York Times" Chefredakteurin wurde.

Das war vor drei Jahren. Jetzt muss sie wieder gehen, und der Wechsel ist unerwartet - das schreibt die Zeitung selbst auf ihrer Internetseite. Dort wird Herausgeber Arthur Sulzberger mit den Worten zitiert, es habe ein Problem mit dem Management in der Redaktion gegeben. Die "Washington Post" meldet, hausinterne Kritiker hätten Abramsons Führungsstil als abgehoben bezeichnet. Neuer Chefredakteur wird nun erstmals ein Schwarzer, und zwar der langjährige Mitarbeiter und Pulitzer-Preisträger Dean Baquet.

Den Artikel der "New York Times" können Sie hier nachlesen.

Autor Albrecht: "Ich hatte enorme Panik"

"Es war wie in einer David-Lynch-Verfilmung eines Kafka-Romans: absurd und bedrohlich."

So blickt der Schriftsteller Jörg Albrecht auf seine Zeit in Abu Dhabi zurück. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe ernorme Panik gehabt. Nach seiner Haftentlassung kam er erstmal nur gegen Kaution frei, durfte das Land aber vorerst nicht verlassen. Angeblich sollte mein iPad noch weiter untersucht werden, sagte Albrecht. Neben ein paar Urlaubsfotos von Hawai seien darauf auch Dateien für seinen neuen Roman gespeichert gewesen. Albrecht befürchtete, dass es für ihn hätte kritisch werden können - schließlich schreibe er zum Beispiel auch über Homo- oder Transsexualität.

Studie: Jeder Vierte weltweit hat antisemitische Überzeugungen

Antisemitismus ist immer noch weit verbreitet.

Das hat eine Studie der Anti-Defamation League ergeben, die gegen die Diskriminierung von Juden aktiv ist. Sie hat mehr als 50.000 Menschen aus 102 Ländern befragt und danach mehr als ein Viertel der Teilnehmer als antisemitisch eingestuft.

Die Teilnehmer wurden zu Stereotypen befragt - zum Beispiel, ob sie meinen, dass Juden zu viel Macht in der Finanzwelt haben. Besonders verbreitet sind anti-jüdische Stereotypen laut der Studie in der arabischen Welt, am wenigsten in Laos.

Der Organisation zufolge war die Studie die größte, die es in diesem Bereich jemals gegeben hat.

Bundesregierung verwundert über Pläne, Hagia Sofia in Moschee umzuwandeln

Die türkische Regierung prüft gerade, ob die Hagia Sofia wieder in eine Moschee umgewandelt werden könnte.

Bei der Bundesregierung treffen diese Pläne auf Skepsis. Das Außenministerium erklärte, eine Statusänderung des Gebäudes würden alle, die die Hagia Sofia als Bauwerk schätzten, sehr bedauern. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel drückte gegenüber einem türkischen Geistlichen ihre Verwunderung über das Vorhaben aus.

Die Hagia Sofia ist ursprünglich eine christliche Kirche. Sie wurde dann jahrhundertelang als Moschee genutzt, bis sie 1923 zu einem Museum gemacht wurde.

Barenboim-Konzerte in der Türkei nach Bergwerks-Unglück abgesagt

Die Staatskapelle Berlin wollte zum ersten Mal gemeinsam mit ihrem Chefdirigenten Daniel Barenboim in der Türkei auftreten.

Wegen der Bergwerks-Katastrophe in dem Land sind die Auftritte gestern und heute nun aber abgesagt worden. Der Intendant der Berliner Staatsoper Jürgen Flimm erklärte, die deutschen Musiker fühlten mit ihren türkischen Freunden und Kollegen. Die türkische Regierung hatte nach dem Unglück in dem Bergwerk eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

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Karl der GroßeKunstsinniger Barbar
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Mehr

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