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Montag, 18.12.2017

Im Gespräch | Beitrag vom 18.07.2017

Kathinka Dittrich van Weringh"Kultur ist Kommunikation"

Moderation: Britta Bürger

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Autorin Dr. Kathinka Dittrich van Weringh im Studiogespräch beim Deutschlandfunk (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
Kathinka Dittrich van Weringh arbeitete viele Jahre lang und in vielen Ländern für das Goethe-Institut. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

Ihre Arbeit für das Goethe-Institut hat Kathinka Dittrich van Weringh um den halben Globus geführt. Und weil ihr die Kommunikation mit den Menschen über alles geht, hat sie in jedem Land die Landessprache gelernt.

Viele Länder hat Kathinka Dittrich von Wernigh in ihren 40 Jahren beim Goethe-Institut kennengelernt. In jedem dieser Länder hat sie die Landessprache gelernt, denn für sie gilt: "Kultur ist Kommunikation". Für "Goethe" war sie unter anderem in Barcelona, New York, Amsterdam und Moskau. Barcelona und Moskau sind ihr dabei besonders ans Herz gewachsen. In der russischen Hauptstadt baute sie gar ein komplett neues Institut auf. 1995 wurde ihr für ihre Verdienste um den deutsch-russischen Kulturaustausch der Aleksandr-Men-Preis verliehen. Kathinka Dittrich von Wernigh sagt:

"Man muss gut zuhören, den Anderen – in diesem Fall den Russen – sehr gut zuhören und erahnen, erfühlen, was sie bewegt, was sie möchten, was sie interessiert. Das ist entscheidend. Kulturprogramme werden nicht entsandt aus Deutschland, sondern sie werden aus dem Gastland eingeladen. Ein ganz großer Unterschied."

Sesshaft wurde sie in den frühen 90er Jahren in Köln, als Kulturdezernentin der Stadt. In dieser Funktion übte sie sich im Spagat zwischen Kultur und Politik, wurde über Nacht zur Museumsdirektorin, passte sich saisonal den ortstypischen Feiersitten an und gründete nebenbei auch noch ein Literaturhaus.

Stets das Verbindende im Kopf gehabt

Auf all ihren Stationen hat sie den Kulturaustausch vorangebracht und dabei die kulturellen Größen der Welt kennengelernt. Sie hat die deutsche Kultur den jeweiligen Landesbewohnern schmackhaft gemacht und stets das Verbindende im Kopf gehabt. Was oft auch Auseinandersetzung mit der deutschen NS-Vergangenheit bedeutete:

"Diese schwierige Geburt, ein Deutscher zu sein, ist in der Tat wahr. Das hat mich mein ganzes Leben lang auf allen meinen Auslandsstationen begleitet, manchmal auch schmerzhaft".

Jetzt hat sie einen Lebensrückblick mit dem Titel "Wann vergeht Vergangenheit?" veröffentlicht.

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