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Donnerstag, 18.01.2018

Kompressor | Beitrag vom 10.07.2015

Kärtchen mit SystemZettelkasten des Soziologen Niklas Luhmann wird digitalisiert

Johannes Schmidt im Gespräch mit Max Oppel

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Soziologe Johannes Schmidt (picture alliance / dpa / Foto: Beate Depping)
Soziologe Johannes Schmidt mit Notizen aus dem Zettelkasten von Luhmann in Bielefeld. (picture alliance / dpa / Foto: Beate Depping)

Niklas Luhmann gilt als einer der wichtigsten Soziologen. Legendär ist sein Zettelkasten - ein Ordnungssystem, das Prinzipien des Webs vorwegnahm. Eine Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld widmet sich nun diesen Tausenden von miteinander vernetzten Zetteln.

Der Zettelkasten Niklas Luhmanns ist eine Ikone der Sozial- und Geisteswissenschaften. Auf Tausenden von Zetteln vernetzte Luhmann hier die Kärtchen und Einträge seines Ordnungssystems. In Bielefeld, wo Luhmann lehrte und wo heute sein Archiv verwahrt wird, wird der Zettelkasten jetzt mit den Ordnungssystemen von Künstlern konfrontiert.

Und zum ersten Mal wird auch eine digitale Version des Zettelkastens zu sehen und zu testen sein - eine Version, die dem Geist von Luhmanns Ordnung kongenial entspricht. Wie Luhmann die Möglichkeiten des Internets mit seinem Zettelkasten vorweggenommen hat und was der digitale Zettelkasten alles kann, erklärt Johannes Schmidt, Leiter des Luhmann-Archivs in Bielefeld.

Die Ausstellung "Serendipity – Vom Glück des Findens Niklas Luhmann Ulrich Rückriem Jörg Sasse" ist vom 11.7. bis 11.10.2015 in der Kunsthalle Bielefeld zu sehen.

Mehr Infos auf der Webseite der Kunsthalle

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