Seit 20:03 Uhr Konzert

Mittwoch, 25.04.2018
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 18.11.2016

Jack London und seine deutschen Übersetzungen"Ich lief von einem Verlag zum anderen"

Von Christian Blees

Podcast abonnieren
Zeitgenössisches Porträt des US-amerikanischen Schriftstellers Jack London. Durch seine Abenteuerromane "Der Seewolf" (1904) und "Lockruf des Goldes" (1910) wurde er weltberühmt. Jack London, der eigentlich mit bürgerlichen Namen John Griffith hieß, wurde am 12. Januar 1876 in San Francisco geboren und starb am 22. November 1916 in Glenn Ellen durch Selbstmord. (picture-alliance / dpa)
Jack London (1876-1916) wurde mit seinen Abenteuerromanen "Der Seewolf" und "Lockruf des Goldes" weltberühmt. (picture-alliance / dpa)

Der Erfolg von Jack Londons Büchern in Deutschland ließ lange auf sich warten, weil sich die Verlage nicht für den US-Schriftsteller interessierten. "Bei neun von zehn Anfragen, die mögliche Übersetzungen meiner Bücher betreffen, höre ich nach einer ersten Antwort von dem angeblichen Interessenten nie wieder etwas", schrieb der Autor in einem Brief vom Januar 1910.

Tatsächlich ging es auch mit den Übertragungen von Londons Büchern ins Deutsche nur mühsam voran. Als erste übersetzte Lisa Hausmann, Ehefrau des Heidedichters Hermann Löns, 1907 ein Werk des Schriftstellers ins Deutsche. Erst fünf Jahre später übertrug mit Marie Laue erneut eine Frau einen weiteren Jack-London-Roman .Zwar konnten Londons Bücher ab Mitte der 20er-Jahre endlich auch hierzulande einen durchschlagenden Erfolg verzeichnen.

Doch bis es so weit war, hatte sich Erwin Magnus - ihm waren nach Londons Tod durch dessen Witwe exklusiv die deutschen Übertragungsrechte zugesichert worden - bei rund zwei Dutzend Verlagen nichts als Absagen eingehandelt: "Wenn einer Jack London heißt - was kann das schon sein?"

Komplettes Manuskript als PDF-Dokument und im barrierefreien Textformat

Mehr zum Thema

Ursendung - Die Zwangsjacke
(Deutschlandradio Kultur, Hörspiel, 13.11.2016)

Goldgräber und Klassenkämpfer
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 04.12.2006)

Zeitfragen

Flucht vor dem LärmAuf der Suche nach Stille
Eine Frau liest in einer Hängematte am Badestrand eines Campingplatzes in Lindau ein Buch. (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Lärm macht unproduktiv, aggressiv und krank. Deshalb begeben sich viele auf die Suche nach Stille. Aber wie und wo ist sie zu finden? Und was passiert, wenn man ihr begegnet? Ein Feature über die Wirkung von Ruhe und Entschleunigung.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur