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Lesart / Archiv | Beitrag vom 15.03.2016

Isabel BogdanÜbersetzen, Bloggen, Schreiben

Isabel Bogdan im Gespräch mit Frank Meyer

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Ein Pfau blickt am 29.05.2013 auf der Pfaueninsel im Wannsee in Berlin unter seinen langen Federn hervor. (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)
Im Februar ist Isabel Bogdans erster eigener Roman "Der Pfau" erschienen. (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Isabel Bogdan ist preiskrönte Übersetzerin und leidenschaftliche Bloggerin, die 2014 zur Bloggerin des Jahres gewählt wurde. Jetzt sie hat sie ihren ersten Roman "Der Pfau" veröffentlicht. Wie das alles zusammengeht, erklärt sie in unserem Gespräch.

Großartig fand die Kritik die deutsche Übersetzung von Jane Gardams Roman "Eine treue Frau", der gerade erschienen ist.

"Das ist natürlich als Übersetzerin ganz besonders schön, wenn man mal ausführlich gelobt wird", sagt Isabel Bogdan. "Ganz oft wird die Übersetzung in Rezensionen gar nicht erwähnt oder man bekommt so ein Adjektiv". Zum Beispiel "hölzern" oder "kongenial". Viel mehr gebe es meistens nicht.

Die eigene Autorenstimme klingen lassen

Im Februar ist auch Isabel Bogdans erster eigener Roman "Der Pfau" erschienen. Selbst zu schreiben, ist für eine Übersetzerin nicht selbstverständlich:

"Ich habe lange gedacht, ich bin es so gewohnt mich auszudrücken, wie ich glaube, dass die Originalautoren sich ausgedrückt hätten, wenn sie deutsch geschrieben hätten, dass ich lange dachte, ich wüsste gar nicht, wie meine eigene Autorenstimme klingt."

Dann habe sie aber einen schlauen Satz von Katja Lange-Müller gehört. "Die hat nämlich gesagt: Der Inhalt sucht sich die Flasche aus, in die er gefüllt werden möchte. Das heißt, wenn man weiß, welche Art von Geschichte man erzählen möchte, dann weiß man auch, wie die klingen muss."

Blogs sind inzwischen sehr wichtig geworden

Zur Literaturbloggerszene habe sie nie gehört, betont die Bloggerin des Jahres 2014. Blogs seien aber inzwischen im Buchgeschäft wichtig geworden." Gerade in den letzten zwei, drei Jahren haben die Verlage das auch sehr auf dem Schirm", sagt sie. "Da wird sehr, sehr viel gemacht."

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