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Sein und Streit | Beitrag vom 14.09.2014

Interview mit Christoph LütgeIst Wettbewerb unethisch?

Moderation: Thorsten Jantschek

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ILLUSTRATION - Ein Eurozeichen spiegelt sich am 08.01.2014 in Frankfurt am Main (Hessen) im Auge einer Frau (Aufnahme gespiegelt). Foto: Daniel Reinhardt/dpa (dpa/Daniel Reinhardt)
Geld im Blick: Wohin führt uns immer mehr Wettbewerb? (dpa/Daniel Reinhardt)

Wettbewerb prägt unser ganzes Leben, nicht nur im Beruf, sondern zunehmend auch im privaten Umfeld. Ist das richtig oder sollen wir uns dagegen auflehnen? Das fragen wir den Münchner Wirtschaftsethiker Christoph Lütge.

Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft. Konkurrenz und Wettbewerb sind auch der Motor dessen, was wir heute Arbeitsgesellschaft nennen. Um im Hamsterrad des globalen oder regionalen Wettbewerbs bestehen zu können, wird vom Einzelnen immer mehr erwartet.

Angesichts von Arbeitsverdichtung, Burn-Out-Phänomenen oder Ellenbogen-Egoismus kommt man schnell auf die Idee, dass all diese Folgen einer strikten Wettbewerbsorientierung mit dem guten Leben oder dem richtigen Handeln – also mit einer ethischen Perspektive – nicht viel zu tun haben. Ja, dass es in der Ethik sogar vornehmlich darum geht, Konkurrenz und Wettbewerb zu begrenzen. – Und das ist falsch!

Das meint zumindest der an der Technischen Universität München lehrende Wirtschaftsphilosoph Christoph Lütge, wenn er in seinem neuen Buch "Ethik des Wettbewerbs" schreibt:

"Was wir brauchen, ist eine Ethik, die auch Unternehmergeist und wettbewerbliches Denken als moralisch wertvoll hervorhebt."

Wir sprechen mit Christoph Lütge ab 13:10 Uhr in unserem Philosophiemagazin "Sein und Streit".

Mehr zum Thema:

Christoph Lütge: Ethik des Wettbewerbs
C.H. Beck Verlag, München 2014
155 Seiten, 12,95 Euro

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