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Freitag, 24.11.2017

Kulturnachrichten

Mittwoch, 27. April 2016

Initiative "Give Something Back to Berlin" ausgezeichnet

Das Berliner Projekt setzte sich gegen knapp 1000 Bewerber aus 120 Ländern durch

Die Berliner Sozial-Initiative "Give Something Back to Berlin" verbindet. Sie unterstützt seit 2013 Neu-Berliner, darunter auch viele Flüchtlinge. Sie kochen gemeinsam, bieten Deutschkurse und Übersetzungen an, spielen Theater, organisieren Kunstworkshops und betreuen Kinder. Für ihr soziales Miteinander ist die Initiative gestern Abend im aserbaidschanischen Baku mit dem "Intercultural Innovation Award 2016" ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis zeichnen die United Nations Alliance of Civilizations und die BMW-Group alljährlich interkulturelle Konzepte aus aller Welt aus. Das Berliner Projekt setzte sich gegen knapp 1000 Bewerber aus 120 Ländern durch. Die Auszeichnung nahm die schwedische Gründerin Annamaria Olsson entgegen. Seit dem enormen Flüchtlingszuzug im Sommer 2015 engagierte die Initiative sich auch schnell und unbürokratisch in zahlreichen Projekten, um Flüchtlingen zu helfen, sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Inzwischen profitieren viele Flüchtlinge nicht nur von den zahlreichen Projekten und Netzwerk-Veranstaltungen, sondern bringen selbst neue Ideen ein.

Schriftsteller Gerd Fuchs gestorben

Er wurde 83 Jahre alt

Gerd Fuchs war einer der großen bundesdeutschen Schriftsteller und ein wichtiger literarischer Chronist, seit den sechziger Jahren beim Auftritt bei der Gruppe 47 bis zur Veröffentlichung seiner Novelle "Liebesmüh" im vergangenen Jahr. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb er bereits am 13. April im Alter von 83 Jahren im Kreise seiner Familie. Fuchs studierte Germanistik und Anglistik und war ab 1964 journalistisch tätig, zunächst als Feuilleton-Redakteur bei der Welt, ab 1967 als Kultur-Redakteur beim Spiegel und später als freier Mitarbeiter bei der konkret. Seit 1968 arbeitete er als freiberuflicher Schriftsteller und Lektor. Er war Mitgründer der AutorenEdition, Mitglied des deutschen PEN und veröffentlichte zahlreiche Romane, von denen "Ein Mann für's Leben" mit prominenter Besetzung 1981 für die ARD verfilmt wurde. Gerd Fuchs wurde u.a. mit dem Förderpreis des Lessing-Preises (1974), dem Kunstpreis der Stadt Saarbrücken (1992) und dem Italo-Svevo-Preis (2007) ausgezeichnet.

Künstler fälschen Ministeriumsaktion

"Deutschland sagt Sorry!" steht auf der gefakten Homepage

Das Logo sieht echt aus, aber die Entschuldigung klingt verdächtig: Ein Künstlerkollektiv hat mit einer Homepage das Bundesarbeitsministerium genarrt. Mit dem Slogan "Deutschland sagt Sorry!" entschuldigt sich das Ministerium vermeintlich für die Agenda 2010 und bei den Verlierern der Hartz-IV-Reform. Im Impressum steht die angebliche Handynummer des Ministeriums. Diese führt zum Peng! Collective in Berlin. Die Gruppe wollte demnach auf die "sozialpolitische Katastrophe" aufmerksam machen, die die Agenda 2010 aus ihrer Sicht ausgelöst hat. Die Geschichten auf der Seite seien echt, aber anonymisiert. Die Künstlergruppe und das Theater Dortmund, das mit Peng! eine Kooperation hat, bestätigten die Aktion. Das Projekt heißt "Die Populistinnen" und wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Weitere Aktionen sind demnach geplant. Das Ministerium begrüße das politisches Engagement und Interesse der Website-Betreiber "ausdrücklich". Satire müsse als solche erkennbar sein, fügte das Ministerium aber hinzu. Es sei auf den ersten Blick nicht zu sehen, dass es sich um Satire handele. Deshalb sei der Betreiber der Website gebeten worden, das Impressum entsprechend zu ändern.

Steinmeier lobt "Aghet"-Konzertprojekt

Er unterstützt damit die Dresdner Sinfoniker

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier unterstützt das Konzertprojekt «Aghet» der Dresdner Sinfoniker. "Es weist einen Weg in eine hellere Zukunft", schrieb er in einem Grußwort zur zweiten Aufführung am kommenden Samstag in Dresden. Ihm gelinge, "was eine auf abstrakte Begriffe verengte Debatte wohl nur schwerlich leisten kann". Die tiefe Wunde, die vor über 100 Jahren die Deportation der armenischen Bevölkerung aus Anatolien hinterlassen habe, sei nicht geheilt und die Kluft, die sie zwischen Türken und Armeniern riss, nicht überwunden. "Nur wer die Traumata und die Träume des Anderen kennt, der kann den Boden für eine gemeinsame Zukunft bereiten." Mit dem Konzertprojekt "Aghet" thematisieren die Dresdner Sinfoniker den Genozid an den Armeniern vor 101 Jahren. Die Türkei hatte dagegen protestiert. Sie bestreitet, dass es sich um einen Völkermord gehandelt habe.

Honeckers ehemaliges DDR-Gästehaus wird saniert

Das Gebäude in Leipzig war mehr als 20 Jahre ungenutzt

Nach mehr als 20 Jahren Leerstand soll das ehemalige Gästehaus der DDR-Staatsführung in Leipzig saniert und zu Wohnraum umgebaut werden. Das ruinöse, aber denkmalgeschützte Gebäude sei von einem Leipziger Immobilienunternehmen an den Bauträger EBV verkauft worden, sagte Makler Stefan Naether. Der neue Eigentümer beginne jetzt mit den Planungen. Wenn alles gut laufe, könnte im Sommer 2017 Baubeginn sein, sagte der Makler. Das Haus wird vom Denkmalschutz als erhaltenswerte charakteristische DDR-Moderne eingestuft. Sie beherbergte früher DDR-Größen wie Erich Honecker und Willi Stoph. Auch Ausländische Staatsgäste empfing man unter anderem hier. Nachdem es 1995 von der Treuhand verkauft wurde, stand das Gebäude leer und verfiel. Der bisherige Eigentümer hatte den Plattenbau abreißen wollen. Ein alter Bebauungsplan sah den Neubau eines Hotels auf dem 10 500 Quadratmeter großen Grundstück vor. 2013 wurde der kastenförmige Bau jedoch unter Denkmalschutz gestellt.

Amateuraufnahmen der Beatles aufgetaucht

Entstanden sind sie1965 in Australien

Bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen der Beatles von vor gut 50 Jahren sind in Australien aufgetaucht. Die Bilder der vier Musiker, in denen sie scherzen und Grimassen schneiden, entstanden nach Angaben von Australiens nationalem Film- und Ton-Archiv NFSA im Jahr 1965 in der Maske eines Fernsehstudios im englischen Manchester. Das NFSA veröffentlichte den 49-sekündigen Schwarzweiß-Privatfilm der australischen Tänzerin und Visagistin Dawn Swane auf seiner Website. Swanes Tochter hatte die Privatfilmsammlung ihrer Mutter den Angaben zufolge dem NFSA gespendet. "Ich weiß nicht mehr, ob es John oder Ringo war, aber sie nahmen mir die Kamera ab und sagten: "So benutzt man keine Kamera." Sie wackelten damit rauf und runter und herum, und alle haben einfach herumgealbert", wird Dawn Swane zitiert. Die damaligen Mittzwanziger aus Liverpool bereiteten sich den Angaben zufolge am 1. November 1965 auf die Aufnahmen einer Fernsehsendung mit dem Titel "The Music of Lennon & McCartney" vor.

Böhmermann setzt Anwalt ein

Er ist zuständig für das Ermittlungsverfahren nach Schmähgedicht

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hat einen Anwalt für das Ermittlungsverfahren wegen seines Schmähgedichts über den türkischen Präsidenten eingesetzt. Für Böhmermann habe sich heute ein Verteidiger bestellt und unter Vorlage einer Vollmacht um Gewährung von Akteneinsicht gebeten, teilte die Staatsanwaltschaft Mainz mit. "Diesem Antrag wird stattgegeben." Inzwischen sind mehrere hundert Strafanzeigen von Privatpersonen gegen Böhmermann und gegen Verantwortliche des ZDF eingegangen. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer Zahl in deutlich dreistelliger Höhe. Böhmermann hatte Ende März in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" ein Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vorgetragen. Die Mainzer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Beleidigung. Die Bundesregierung hatte einem Wunsch der Türkei nach Strafverfolgung stattgegeben.

AC/DC-Fans können Tickets zurückgeben

Denn für den erkrankten Brian Johnson springt Axl Rose von Guns N' Roses ein

Nach dem Sängerwechsel bei der Hardrockband AC/DC können unzufriedene Fans ihre Tickets für die beiden Konzerte in Hamburg (26. Mai) und Leipzig (1. Juni) zurückgeben. Bis zum 5. Mai bestehe die Möglichkeit, sich die Tickets erstatten zu lassen, teilten die Veranstalter heute unter Verweis auf das Management der Band mit. AC/DC-Sänger Brian Johnson kann wegen massiver Gehörprobleme bei den restlichen Konzerten der "Rock or Bust"-Welttournee nicht dabei sein. Für ihn springt Axl Rose von Guns N' Roses ein. Die Veranstalter sprechen von einer "der außergewöhnlichsten Konstellationen der Rock'n'Roll-Geschichte".

Neues Museum am Brandenburger Tor

"The Gate" informiert in 20 Minuten über 300 Jahre Berliner Geschichte

Am Brandenburger Tor gibt es ein neues Museum. Es heißt "The Gate" ("Das Tor"). In einem Raum mit einer Leinwand aus 87 U-förmig aufgestellten Bildschirmen werden die Besucher in einem 20-minütigen Film über die wichtigsten historischen Ereignisse Berlins informiert - von der Entstehung des Brandenburger Tors vor 300 Jahren bis zu den Jahren nach dem Mauerfall. In einer "Schatzkammer" sind zudem Fotos des Pariser Platzes und ein Nachbau des Kopfes der Siegesgöttin Nike zu sehen, die das Brandenburger Tor ziert. Über drei Millionen Euro seien in das Projekt investiert worden, erklärte der Geschäftsführer von Triad Edutainment Enterprises, Stefan Klessmann, zur heutigen Eröffnung des Museum. Pro Jahr erwartet er rund 150 000 Besucher in den Räumlichkeiten, die zunächst für zehn Jahre angemietet worden seien.

Architektenwettbewerb für Münchner Konzertsaal

Die Ausschreibung gilt EU-weit

Die Planungen für den neuen Münchner Konzertsaal nehmen Formen an. Im Spätsommer soll nach dem Willen der bayerischen Staatsregierung ein EU-weiter Architektenwettbewerb starten. "Wir gehen von einem neunmonatigen Wettbewerbsverfahren aus", sagte Kunstminister Ludwig Spaenle heute im Kunstausschuss des Landtags. Der Konzertsaal soll dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Spielstätte auf Weltniveau bieten. Der Bau ist auf dem Gelände der ehemaligen Pfanni-Knödelfabrik hinter dem Münchner Ostbahnhof geplant; die Kosten werden auf über 300 Millionen Euro geschätzt. Bereits im Mai soll ein Fachbeirat die Arbeit aufnehmen, zu dessen erweitertem Kreis auch der Dirigent des BR-Symphonieorchesters, Mariss Jansons, die Geigerin Anne-Sophie Mutter und der Sänger Christian Gerhaher gehören sollen. Die Musiker hatten die derzeitige Konzertsaal-Situation in München immer wieder scharf kritisiert und vehement einen neuen Saal gefordert.

Popstar Prince hinterlässt kein Testament

Viele Songs des Musikers sind noch unveröffentlicht

Prince hat kein Testament hinterlassen. Dies geht aus einem veröffentlichten Antrag seiner Schwester Tyka Nelson an ein Gericht im US-Bundesstaat Minnesota hervor. Darin bittet sie um die Einsetzung eines Vermögensverwalters. "Mir ist die Existenz eines Testaments nicht bekannt, und ich habe keinen Grund anzunehmen, dass der Verstorbene in irgendeiner Form testamentarische Dokumente erstellt hat", schrieb Nelson in ihrem Antrag an das Gericht im Verwaltungsbezirk Carver County. Dort liegt Princes Anwesen Paisley Park. Nelson teilte zugleich mit, dass Nachforschungen nach einem möglichen Erben des Popstars begonnen hätten. Prince starb unverheiratet, zwei Ehen gingen in die Brüche. Außerdem hinterlässt er eine hohe Zahl unveröffentlicher Songs, zu denen er sich nie klar geäußert hatte, ob er diese jemals publizieren wollte. Der Musiker, Komponist und Produzent Prince war am Donnerstag im Alter von 57 Jahren völlig überraschend gestorben. Nach Schätzungen hinterlässt er ein Vermögen im Wert von hunderten Millionen Dollar.

Genf lässt Erdogan-kritische Installation hängen

Stadtverwaltung verweist auf die Meinungsfreiheit

Die Genfer Behörden haben dem Ansinnen des türkischen Präsidenten Erdogan nicht entsprochen, ein ihm nicht genehmes Bild aus einer Ausstellung zu entfernen. Der Stadtrat verwies auf die Meinungsfreiheit und erlaubte, die Schau wie geplant bis Sonntag vor dem Gebäude der Vereinten Nationen fortzusetzen. Das umstrittene Foto zeigt einen Jungen und trägt die Bildunterschrift: "Mein Name ist Berkin Elvan, die Polizei tötete mich auf Befehl des türkischen Ministerpräsidenten." Der 15-Jährige war bei den Protesten in der Türkei 2013 von einer Tränengaspatrone getroffen worden. An seinen dabei erlittenen Verletzungen starb er später. Der Stadtverwaltung zufolge verlangte das türkische Konsulat in Genf die Entfernung der Erdogan-kritischen Arbeit mit der Bergündung, dass Erdogan durch das Foto in ungerechtfertigter und unwahrer Weise in Verdacht gerate. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatte der heutige Staatspräsident das Amt des Ministerpräsidenten inne.

Klepsch fordert klare Haltung zu Konzertprojekt "Aghet"

Dresdens Bürgermeisterin erwartet Einmischung der Bundesregierung gegen Kritik der Türkei

"Kein Maulkorb für die Kunst" mahnt Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) in einer Mitteilung. Sie erwartet von der Bundesregierung eine klare Haltung im Streit um das Konzertprojekt "Aghet". Gegen das neue Projekt der Dresdner Sinfoniker, das den Tod der Armenier als „Völkermord“, nicht nur im Begleitkommentar, sondern auch im gesungenen Text bezeichnet, hatte die Türkei Protest eingelegt. Die Türkei will, dass die Förderung von 200000 Euro unterbunden und die öffentliche Erwähnung des Projekts verhindert wird. Klepsch fordert, dass die Bundesregierung diese Förderung nicht von der EU und der Türkei in Frage gestellt lassen darf. Kunst müsse und dürfe zur Völkerverständigung durch Vergangenheitsbewältigung auch unbequem sein. Zudem stehe die Kunstfreiheit im Grundgesetz unter besonderem Schutz. "Und auch wenn es nicht Jedem passt: Das Grundgesetz gilt auch in Dresden. "Aghet" soll am Samstag im Dresdner Festspielhaus Hellerau gespielt werden. Bei den Massakern an den Armeniern im Jahr 1915 kamen Schätzungen zufolge bis zu 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit im Osmanischen Reich ums Leben. Die Türkei bestreitet, dass es sich dabei um einen Völkermord gehandelt habe.

Raubkunstfall Mosse - Uni Zürich gibt Porträts zurück

Objekte waren von den Nazis 1933 widerrechtlich eingezogen worden

Die Suche nach Raubkunst aus der Sammlung des Berliner Zeitungsverlegers Rudolf Mosse (1843-1920) hat weitere Kreise gezogen. Die Universität Zürich übergab zwei ägyptische Mumienporträts aus der Sammlung an die Rechtsnachfolger Mosses, wie die Schweizer Hochschule mitteilte. Die beiden Objekte waren der Tochter und dem Schwiegersohn von Rudolf Mosse nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland 1933 widerrechtlich entzogen worden. Später gelangten die Werke in den Besitz des von den Nazis verfolgten Schriftstellers Erich Maria Remarque. Die Uni habe die Werke 1979 von Remarques Witwe erworben. Dass die Kunstwerke aus der Mosse-Sammlung stammen, erfuhr die Hochschule nach eigenen Angaben erst 2015 durch eigene Forschung. Das Institut für Archäologie geht nach seinen Recherchen bei den übergebenen Werken von einem Einzelfall aus. Bei der Suche nach Raubkunst aus der Mosse-Sammlung wurden Forscher bereits in mehreren Museen fündig. Anwälte der Mosse-Familie suchen weltweit seit 2014 über 400 Kunstwerke aus der Sammlung des Zeitungsverlegers Rudolf Mosse.

Synchronsprecher Arne Elsholtz gestorben

Deutsche Stimme von Tom Hanks und Bill Murray

Der Synchronsprecher Arne Elsholtz ist tot. Das bestätigte die Agentur Sprecherdatei der Deutschen Presse-Agentur. Elsholtz, Jahrgang 1944, zählte zu den bekanntesten deutschen Synchronsprechern. Seine Stimme galt als unverwechselbar. In englischsprachigen Spielfilmen war der als Schauspieler ausgebildete Elsholtz die deutsche Synchronstimme unter anderem von Tom Hanks ("Forrest Gump"), Kevin Kline ("Ein Fisch namens Wanda") und auch Bill Murray ("Und täglich grüßt das Murmeltier"). TV-Zuschauer hörten Elsholtz auch in Werbespots. Seine Stimme mit vielen kleinen Zwischentönen habe jede Aufnahme mit ihm zu einem Highlight gemacht, teilte seine Agentur mit. Arne Elsholtz wurde 72 Jahre alt.

Nerudas sterbliche Überreste zum vierten Mal bestattet

Todesursache des Literaturnobelpreisträgers auch nach über 40 Jahren unklar

Die sterblichen Überreste des chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda (1904-1973) sind drei Jahre nach der Exhumierung erneut bestattet worden. Seine Gebeine kehrten am Dienstag in die Küstenregion Isla Negra zurück, wo der Dichter lange Jahre gelebt hatte. Die Todesursache ist noch nicht endgültig geklärt. Es gibt den Verdacht, Neruda könnte durch eine vorsätzliche Infektion getötet worden sein. Bei einer offiziellen Zeremonie in der Hauptstadt Santiago hatten Angehörige und Politiker den Dichter bereits am Montag gewürdigt. Neruda starb am 23. September 1973, zwölf Tage nach dem Militärputsch von General Augusto Pinochet gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende. Neruda war ein flammender Unterstützer Allendes und Mitglied der Kommunistischen Partei. Um die Todesursache zu klären, wurde sein Leichnam mehrfach ausgegraben, zuletzt im April 2013. Das Gerichtsmedizinische Institut kam zu dem Schluss, Neruda sei an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Bei neuen Untersuchungen war indes ein aggressives Bakterium entdeckt worden, das den Tod herbeiführen kann. Ob dem Dichter dieses Bakterium verabreicht wurde, ist noch unklar. Die Ergebnisse der DNA-Untersuchung stehen noch aus.

Fontane-Literaturpreis für Josef Bierbichler

Schauspieler schreibt in seinem Buch "Mittelreich" über Land und Leute in Bayern

Der Schriftsteller und Schauspieler Josef Bierbichler wird mit dem diesjährigen Fontane-Literaturpreis der Stadt Neuruppin geehrt. Gewürdigt werde er für sein 2011 erschienenes Werk "Mittelreich", teilte die Stadtverwaltung mit. Der 68-jährige Bierbichler sei der Erzähltradition von Theodor Fontane (1819-1898) gefolgt. Mit "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" hatte Fontane der Region ein literarisches Denkmal gesetzt. Bierbichler habe wie Fontane Geschichte und Geschichten von Land und Leuten bis in die kleinste Nebenfigur beschrieben, urteilte die Jury. Josef Bierbichler lebt am Starnberger See und arbeitete vor der Kamera mit Regisseuren wie Tom Tykwer und Michael Haneke. In "Mittelreich" verfolgt er das Geschehen in einer bayerischen See- und Gastwirtschaft über drei Generationen. Der mit 5000 Euro dotierte Literaturpreis wird am 12. Mai zur Eröffnung der Fontane-Festspiele in Neuruppin verliehen.

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