Seit 10:05 Uhr Lesart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 10:05 Uhr Lesart
 
 

Freispiel | Beitrag vom 18.09.2017

Hörspiel zu deutscher KolonialgeschichteDeutsch Südwest

Hörspiel von Hendrik Lorenzen

Die Stadt Lüderitz im Süden von Namibia war bis 2013 nach einem Bremer Tabakhändler benannt. Die Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" bestand von 1884 bis 1915. (dpa / picture alliance / Thomas Schulze)
Die Stadt Lüderitz im Süden von Namibia war bis 2013 nach einem Bremer Tabakhändler benannt. Die Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" bestand von 1884 bis 1915. (dpa / picture alliance / Thomas Schulze)

Um 1900 kam Post aus Deutsch-Südwest-Afrika. Missionare, Farmersfrauen, Beamte und Soldaten schrieben in die deutsche Heimat und berichteten vom Beginn der Landnahme, vom ersten Blutvergießen und vom Aufstand der Herero und der Nama (1903–1907).

Hendrik Lorenzen hat die Post nach Namibia zurückgetragen und sie Deutsch-Namibiern zu lesen gegeben. Hier lesen sie daraus vor und kommentieren. Eine Komposition aus Stimmen von heute, Texten von früher und Musik. Verschiedene Sichtweisen der großen kolonialen Umwälzung treffen aufeinander.

"Eine Art Geschichtsforschung mit künstlerischen Mitteln, als dessen Werkzeug die Musik die Realitätsbruchstücke bearbeitet und über das Konkrete hinaus einige Facetten der übergroßen kolonialen Umwälzungen sinnlich erfahrbar macht. Nicht um die Nacherzählung von historischen Ereignissen geht es in erster Linie, sondern um die Rekonstruktion einer Wahrnehmung." (Hendrik Lorenzen)

Das Hörspiel kann hier noch für begrenzte Zeit nachgehört werden.

Komposition und Ton: der Autor
Produktion: BR 1998
Länge: 54'30

Hendrik Lorenzen, 1962 in Hamburg geboren, Autor, Komponist, Saxophonist. Er hat Geschichte studiert, als Produktmanager in einer Plattenfirma gearbeitet, Hörspiele produziert und für Theater und Tanztheater komponiert. Hörspiele: "Neozoen" (NDR 2007), "Grundrauschen" (HR 2004), "Schaum" (BR 1996).

Freispiel

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur